Gerichtsinterne Mediation

Eine Kernaufgabe der rechtsprechenden Gewalt

by Jan Malte von Bargen

Book cover: Gerichtsinterne Mediation

Extent: 413 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Series: Veröffentlichungen zum Verfahrensrecht

Series volume number: 57

Language: German

Paperback (Out of print)

(November 2008)

ISBN: 9783161498244

Price: $107.00

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English summary: Unlike in the USA and the United Kingdom, but in line with tendencies in Scandinavia, Slovenia, Lithuania and Japan, German courts are increasingly offering the parties of pending proceedings in-court mediation with a specially trained judge-mediator of the same court who in this special case, however, is not authorized to decide. Jan Malte von Bargen believes that one main reason for extending the judicial services in solving conflicts is the courts’ effort to improve the quality of their work. His main concern is to clarify that the judge-mediator performs an original function of the judiciary, in contrast to executive or legislative functions, and that this conforms to a modern, future-oriented understanding of the separation of powers. Furthermore, he believes that this new service fits into the standard procedural framework. German description: In der Bundesrepublik bieten zahlreiche Gerichte und in mehr als der Halfte der Bundeslander schon flachendeckend ganze Gerichtsbarkeiten seit einigen Jahren neben dem konventionellen Prozess – selbstverstandlich nur erganzend und in geeigneten Fallen – auch sogenannte echte gerichtliche Mediationen an: Wenn die Parteien dies in einem rechtshangigen Verfahren ubereinstimmend wunschen, steht ihnen ein speziell geschulter Richter-Mediator desselben Gerichts zur Verfugung, der allerdings keine Entscheidungskompetenz in diesem Fall hat. Er ist ihnen dabei behilflich, selbst eine konsensuale Losung des Konfliktes zu erarbeiten, so dass sich eine streitige Entscheidung erubrigt.Jan Malte von Bargen widmet sich dieser neuen Entwicklung. Er stellt die zum Teil sehr unterschiedlich konzipierten Modellversuche gerichtsinterner Mediation systematisch dar. Einen wesentlichen Grund fur eine solche Erweiterung des gerichtlichen Konfliktlosungsangebots sieht er in dem Bemuhen der Gerichte, die Qualitat ihrer Arbeit zu verbessern. Ein zentrales Anliegen des Autors ist die Klarung der auch auf dem 67. Deutschen Juristentag im September 2008 in Erfurt kontrovers diskutierten Frage, ob der Richter-Mediator eine originare Aufgabe der Rechtsprechung wahrnimmt. Der Autor bejaht dies und legt dar, dass diese Antwort im Einklang mit einem modernen, zukunftsorientierten Verstandnis der Gewaltenteilung steht. Er weist schliesslich im Detail nach, dass die neue Dienstleistung schon bei geltender Gesetzeslage so gut wie nahtlos in den normierten prozessrechtlichen Rahmen ‘passt’.

  • By (author) Jan Malte von Bargen