Die Kinder- und Jugendpornografiedelikte im Zeitalter der Neuen Medien.

By (author) Lukas Roser

Book cover: Die Kinder- und Jugendpornografiedelikte im Zeitalter der Neuen Medien.

Extent: 453 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Technical Sciences: Computer Science, Engineering, IT, & Math

Series: Schriften zum Strafrecht

Series volume number: 420

Language: German

Paperback (Published)

(January 2024)

ISBN: 9783428189946

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

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Diese Arbeit untersucht die Strafgrunde, mit denen die Strafbarkeit der Kinder- und Jugendpornografiedelikte im Zeitalter der Neuen Medien begrundet wird. Dazu werden Tater, Opfer und Motivation beleuchtet und die strafbewahrten Begehungsmodalitaten dahingehend untersucht, ob diese – unabhangig des Ubertragungswegs der Inhalte – Strafbarkeitslucken vermeiden und zukunftsfest sind. In Zuge dessen werden Vorsatz- und Irrtumskonstellationen durch die Aufteilung in zwei Paragrafen dargestellt.


English summary: The Child and Youth Pornography Crimes in the Age of New Media: This thesis examines the criminal grounds used to justify the criminal liability of child and youth pornography crimes in the age of new media. For this purpose, the perpetrators, their motivation, and the victims have been examined. The modalities of the commission to indict the criminals – regardless of the path of transmission of the pornographic content – were analyzed. The focus of this analysis was to consider whether there are penal gaps in the system and to test their plausibility for future cases. Throughout the thesis, constellations of intent and error are presented by dividing them into two clauses. German description: Im Zeitalter der Neuen Medien und einer digitalisierten Welt entstehen vielfaltige Fallkonstruktionen, denen mit Strafnormen begegnet werden soll, die ursprunglich vor dem Zeitalter der Neuen Medien entstanden sind. Die Abhandlung unternimmt eine strafrechtsdogmatische Betrachtung der Strafgrunde und zeigt anhand einer Untersuchung der Tater, Opfer und des existenten Materials etwaige Unzulanglichkeiten sowie Uberregulierungen bei der gegenwartigen Strafbarkeit der Kinder- und Jugendpornografiedelikte. Der Autor macht deutlich, dass die Aufteilung in 184b und 184c StGB mit Blick auf Vorsatzfragen fehleranfallig ist, und problematisiert die Frage, ob die weit vor den Neuen Medien entstandenen Normen aufgrund der Novellierung im Rahmen des 60. StGBAndG in der Anwendung – unabhangig von dem gewahlten technischen Ubertragungsweg etwaiger Inhalte – zukunftsfest sind.

A. Der Pornografiebegriff des Strafgesetzbuchs
Der Pornografiebegriff des § 184 StGB – Der Kinderpornografiebegriff des § 184b StGB
– Der Jugendpornografiebegriff des § 184c StGB – Abgrenzung von Pornografie zu
Bildaufnahmen des § 201a StGB – Pornografische Bildaufnahmen im JMStV und JuSchG –
Abschließende Bewertung des Pornografiebegriffs

B. Empirische Grundlagen der Täter- und Opferprofile und der Pornografie
Die Täter der Kinderpornografiedelikte – Abgebildetes Opferstereotyp der
Kinderpornografiedelikte – Reales kinderpornografisches Material – Die Verbreitung
der kinderpornografischen Inhalte

C. Tatbestandsanalyse im Zeitalter der Neuen Medien nach dem 60. StGBÄndG
Historie der Pornografiedelikte in technischer Hinsicht – Anwendungsschwierigkeiten
aufgrund des technischen Fortschritts – Die Tatbestandsmerkmale des § 184b StGB – Der
Tatbestand des § 184c StGB nach dem 60. StGBÄndG – Der Tatbestand des § 184 StGB nach
dem 60. StGBÄndG

D. Begründbarkeit der Kriminalisierung der Kinderund Jugendpornografiedelikte
Anforderungen an Strafbarkeitsgründe – Begründbarkeit der Strafnorm in § 184b StGB –
Begründbarkeit der Strafnorm in § 184c StGB – Gründe gegen eine strafrechtliche
Sanktion der Kinder- und Jugendpornografiedelikte – Zwingende Gründe für eine
Strafbarkeit der Kinderund
Jugendpornografiedelikte aufgrund internationaler Verpflichtungen

E. Anwendungsschwierigkeiten des § 184b und § 184c StGB
Die Scheinminderjährigkeit – Feststellung des Alters – Irrtumskonstellationen
aufgrund der unterschiedlichen Tatbestände – Die Begründung des § 184b Abs. 5 StGB
(Tatbestandsausschluss) – Der Variantenirrtum bei Anwendung des § 184b Abs. 3 StGB

F. Schlussbewertung
Was ist nach juristischer Auffassung Kinderpornografie? – Wer sind die Täter und
Opfer der Kinder- und Jugendpornografiedelikte und wie sieht Kinderpornografie in der
Realität aus? – Warum bestrafen wir die Tatbegehungsmodalitäten der Kinder und
Jugendpornografiedelikte? – Ist die Ausgestaltung des § 184b und § 184c StGB mit
Blick auf die die Strafbarkeit tragenden Strafgründe gelungen? – Ist die
Ausgestaltung des § 184b und § 184c StGB mit Blick auf die Fortschritte der
Digitalisierung zukunftsfest?

  • By (author) Lukas Roser

»Insgesamt handelt es sich um eine lesenswerte
Abhandlung einer sehr differenziert zu betrachtenden Thematik. Sie dürfte bei allen
Juristinnen und Juristen sowie Kriminalistinnen und Kriminalisten auf Interesse
stoßen, die sich mit diesem Thema beschäftigen müssen. Für die oder den
(rechtsmedizinischen) Sachverständige(n), die oder der mit einem Gutachten zur
Altersfeststellung auf Bilddokumenten beauftragt wird, lohnt sich die
Auseinandersetzung mit den rechtlichen Hintergründen und Diskussionen.« Prof. Dr.
Marcel Verhoff, in: Archiv für Kriminologie, Bd. 253, Heft 5 u. 6/2024