Das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bei relativen Antragsdelikten.

By (author) Martin Linke

Book cover: Das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bei relativen Antragsdelikten.

Extent: 319 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Strafrecht

Series volume number: 372

Language: German

Paperback (Published)

(June 2021)

ISBN: 9783428182817

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Die Schrift beleuchtet das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung insgesamt. Neben umstrittenen formellen Fragen wie derjenigen der Prozessvoraussetzung und der gerichtlichen Überprüfbarkeit, ist es das vorrangige Anliegen, den materiellen Bedeutungsgehalt dieses Begriffs zu beleuchten. Hierzu wird das Verhältnis zum »öffentlichen Interesse« untersucht und ein eigenständiger Ansatz zur Begriffsbestimmung erarbeitet, der den Strafantrag in den Fokus der Auslegung rückt.


Die Arbeit beleuchtet das besondere offentliche Interesse an der Strafverfolgung in seiner Gesamtheit. Im ersten Teil der Arbeit werden insbesondere die formellen Aspekte rund um das besondere offentliche Interesse untersucht. Im Zentrum stehen hierbei die besonders problematischen Aspekte der Frage nach der Prozessvoraussetzung und der gerichtlichen Uberprufbarkeit. Aufgezeigt wird, dass das besondere offentliche Interesse tatsachlich vorliegen und dessen Vorliegen vom mit der Sache befassten Gericht vollstandig uberpruft werden muss. Im zweiten Teil geht es um die inhaltliche Auslegung des besonderen offentlichen Interesses. Nachdem kurz der derzeitige Forschungsstand aufgezeigt wird, wird zunachst die Frage erortert, ob das besondere offentliche als ein gegenuber dem offentlichen Interesse gesteigerter Begriff anzusehen ist, was verneint wird. Anschlieaend wird der eigene Auslegungsansatz erarbeitet, der das besondere offentliche Interesse als Ergebnis einer Abwagung begreift.

1. Einleitende Ausführungen: Einleitung und Schwerpunkte der Dissertation – Das relative Antragsdelikt
2. Das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung in der heutigen Rechtspraxis nebst Kritik: Handhabung durch Staatsanwaltschaft und Rechtsprechung – Kritik
3. Die Auslegung des Allgemeinen Teils de lege lata: Die Charakterisierung des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung – Zur Frage der gerichtlichen Nachprüfbarkeit der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, wegen des besonderen öffentlichen Interesses sei ein Einschreiten von Amts wegen geboten – Konsequenz für weitere Umstände des Allgemeinen Teils – Folgen des Wegfalls der Prozessvoraussetzung – Zur Reichweite des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung – Das Verhältnis zum gestellten Strafantrag
4. Der Besondere Teil des besonderen öffentlichen Interesses: Die Notwendigkeit einer begrifflichen Auslegung – Darstellung der Methode der derzeitigen Auslegung des besonderen öffentlichen Interesses – Überprüfung der Tauglichkeit des »öffentlichen Interesses« als Auslegungsbasis für das besondere öffentliche Interesse – Eigener Lösungsvorschlag zur inhaltlichen Auslegung des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung
5. Relatives Antragsdelikt und Verfahrenseinstellung aus Opportunitätsgründen
6. Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse – Ausblick – Die Ausgestaltung de lege ferenda – Festlegung auf das tatsächliche Bestehen eines besonderen öffentlichen Interesses
Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Martin Linke

»Können hier nur einzelne Aspekte der lesenswerten Monografie knapp angesprochen werden, so liegt Linkes Verdienst sicher darin, aufgezeigt zu haben, dass die Ausgestaltung der gegenwärtig geltenden Verfolgungsregelung nicht zu überzeugen vermag. Mit gelungener
Argumentation bietet er Lösungsmöglichkeiten an, vor allem, das Bestehen eines besonderen öffentlichen Interesses als alleinigen Parameter der Verfolgungsvoraussetzung anzuerkennen.« Prof. Dr. Michael Soine, in: Archiv für Kriminologie, Bd. 248, 3 u.4/2021