Landfrieden – epochenübergreifend.

Neue Perspektiven der Landfriedensforschung auf Verfassung, Recht, Konflikt.

Edited by Horst Carl Edited by Hendrik Baumbach

Book cover: Landfrieden – epochenübergreifend.

Extent: 287 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Social Sciences 

Series: Zeitschrift fur Historische Forschung. Beihefte

Series volume number: 54

Language: German

Paperback (Published)

(March 2018)

ISBN: 9783428153855

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Dieser Band thematisiert Landfrieden erstmals in einem epochenübergreifenden Dialog von Mittelalter- und Frühneuzeitforschung und verdichtet ihn auf einen gemeinsamen inhaltlichen Kern. Neun Beiträge untersuchen, wie sich Könige, Fürsten, nichtfürstlicher Adel und Städte als einzelne oder korporativ organisierte Akteure des Landfriedens für ihre politischen Ziele bedienten. Sie verbinden Ansätze der Verfassungs-, Politik- und Rechtsgeschichte mit historischer Sicherheits- und Konfliktforschung.


Landfrieden war als Konzept ein zentraler Bestandteil in der politischen Kultur des Heiligen Romischen Reiches und fand schon im Spatmittelalter Eingang in das Recht und die Verfassung des Reiches. Friedenswahrung und Landfriedenspolitik bildeten dabei nicht etwa Synonyme, sondern die Argumentation mit Landfrieden taugte ganz allgemein zur Rechtfertigung von politischem Handeln und regelmaaig auch zur gewaltsamen Konfliktfuhrung. Die neun Beitrage dieses Bandes verbinden Aspekte der Verfassungs-, Politik- und Rechtsgeschichte mit historischer Sicherheits- und Konfliktforschung. Im weiten zeitlichen Spektrum vom 13. bis zum 18. Jahrhundert kommen Konig, Fursten, nichtfurstlicher Adel und Stadte als einzelne oder korporativ organisierte Akteure, die sich des Landfriedens politisch bedienten, zur Sprache. Erstmals wird Landfrieden in einem epochenubergreifenden Dialog zwischen Mittelalter- und Fruhneuzeitforschung thematisiert und auf einen gemeinsamen inhaltlichen Kern verdichtet.

Hendrik Baumbach und Horst Carl
Was ist Landfrieden? Und was ist Gegenstand der Landfriedensforschung?

Christian Jörg
Kooperation – Konfrontation – Pragmatismus. Oberdeutsche Städtebünde und Landfriede zur Mitte des 14. Jahrhunderts

Duncan Hardy
Between Regional Alliances and Imperial Assemblies: Landfrieden as a Political Concept and Discursive Strategy in the Holy Roman Empire, c. 1350–1520

Christine Reinle
Legitimationsprobleme und Legitimationsstrategien für Fehden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts

Steffen Krieb
achtet die gedacht ritterschaft unmoglich, das frid an gleichmessig, furderlich, hilflich recht … zu bekümmen oder zu erhalten sei. Landfrieden, Einung und rechtlicher Austrag aus der Perspektive des nicht-fürstlichen Adels

Sascha Weber
Landfriedenspolitik im Schwäbischen Kreis. Vom Ende des Schwäbischen Bundes bis zum Vorabend des Dreißigjährigen Krieges

Marius Sebastian Reusch
»Bedrohliche Mobilität«. Das Problem der »Gartknechte« für die Landfriedenswahrung im Südwesten des Alten Reiches im 16. Jahrhundert

Anette Baumann
Die Tatbestände Landfriedens- und Religionsfriedensbruch am Reichskammergericht im 16. Jahrhundert

Siegrid Westphal
Der Landfrieden am Ende? Die Diskussion über den Einfall von Friedrich II. in Kursachsen 1756

Autorenverzeichnis

  • Edited by Horst Carl
  • Edited by Hendrik Baumbach

Review - German Auch wenn das weitlaufige Thema der Sicherung des Landfriedens einschliesslich der Konfliktstrategien sowie der Diskurse uber den Landfrieden mit diesem Sammelband nicht abschliessend behandelt werden konnte, so liegt mit ihm doch ein bemerkenswerter Forschungsbeitrag vor. Die geschlossene Konzeption, die Einbindung aller Einzelbeitrage in einen einheitlichen Rahmen ebenso wie die gleichermassen rechtshistorische wie allgemein historische Argumentation der Beitrager heben diesen Band doch aus den ublichen Sammelbanden heraus. Die Nutzung ungedruckter wie gedruckter Quellen, die umfassende Darlegung der Forschungssituation und die jeweils systematische Anlage der Argumentationen bis hin zu den Ergebniskapiteln beweisen die inhaltliche und methodische Qualitat dieser Beitragsreihe. Dass sie fur die hessisch-mittelrheinische Landesgeschichte von grosser Relevanz sind, liegt auf der Hand. Professor J. Friedrich Battenberg, in: Archiv fur hessische Geschichte, Bd. 76/2018 Insgesamt darf dem Band bescheinigt werden, dass er einem alten, letztlich aber zeitlosen Problem neue Aspekte abgewinnt und, nicht nur nebenbei, auch fur die sudwestdeutsche, namentlich die wurttembergische Landesgeschichte einen Gewinn darstellt. Raimund J. Weber, in: Zeitschrift fur Wurttembergische Landesgeschichte, Band 78/2019Aufgrund seiner thematischen und chronologischen Breite wird er aus der deutschen Landfriedensforschung fur langere Zeit nicht wegzudenkensein. Fabian Schulze, in: Zeitschrif fur Historische Forschung, Bd. 46, Heft 2/2019

»Auch wenn das weitläufige Thema der Sicherung des Landfriedens einschließlich der Konfliktstrategien sowie der Diskurse über den Landfrieden mit diesem Sammelband nicht abschließend behandelt werden konnte, so liegt mit ihm doch ein bemerkenswerter Forschungsbeitrag vor. Die geschlossene Konzeption, die Einbindung aller Einzelbeiträge in einen einheitlichen Rahmen ebenso wie die gleichermaßen rechtshistorische wie allgemein historische Argumentation der Beiträger heben diesen Band doch aus den üblichen Sammelbänden heraus. Die Nutzung ungedruckter wie gedruckter Quellen, die umfassende Darlegung der Forschungssituation und die jeweils systematische Anlage der Argumentationen bis hin zu den Ergebniskapiteln beweisen die inhaltliche und methodische Qualität dieser Beitragsreihe. Dass sie für die hessisch-mittelrheinische Landesgeschichte von großer Relevanz sind, liegt auf der Hand.« Professor J. Friedrich Battenberg, in: Archiv für hessische Geschichte, Bd. 76/2018

»Insgesamt darf dem Band bescheinigt werden, dass er einem alten, letztlich aber zeitlosen Problem neue Aspekte abgewinnt und, nicht nur nebenbei, auch für die südwestdeutsche, namentlich die württembergische Landesgeschichte einen Gewinn darstellt.« Raimund J. Weber, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte, Band 78/2019

»Aufgrund seiner thematischen und chronologischen Breite wird er aus der deutschen Landfriedensforschung für längere Zeit nicht wegzudenken
sein.« Fabian Schulze, in: Zeitschrif für Historische Forschung, Bd. 46, Heft 2/2019