Hitler und Polen.

Zwei Beiträge zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen von 1930 bis 1939.

By (author) Dieter Hertz-Eichenrode

Book cover: Hitler und Polen.

Extent: 102 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Zeitgeschichtliche Forschungen

Series volume number: 61

Language: German

Paperback (Published)

(February 2022)

ISBN: 9783428183937

6.18 x 9.17 inches

Price: $38.00

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Hitler plante, Polen als Partner für seine
Expansionspolitik zu gewinnen, und hoffte, dass der polnische Staatschef Piłsudski
sowie dessen Außenminister Beck darauf eingehen würden. Das beiderseitige Abkommen
über Gewaltverzicht von 1934 schien eine gute Grundlage dafür zu schaffen, doch ab
1936 erkannte Polen, dass die deutsche Rüstungspolitik ihm gefährlich werden musste.
Becks Versuche, diese Gefahr 1938 abzuwenden, schlugen fehl, und da Polen sich
weigerte, die deutschen Bündniswünsche zu erfüllen, beschloss Hitler 1939, den
Zweiten Weltkrieg nicht mit dem Angriff auf Frankreich, sondern auf Polen zu
beginnen.


Hitler hat vor 1939 groae Hoffnungen auf eine Zusammenarbeit mit Polen gesetzt und dafur den polnischen Machthaber Pilsudski sowie dessen Auaenminister Beck gewinnen wollen. Polen spielte fur ihn eine besondere Rolle: Es sollte Deutschland den Sieg uber Frankreich und den Gewinn von Lebensraum in Osteuropa erleichtern. Die Grundlage hierfur bildete das deutsch-polnische Abkommen uber Gewaltverzicht von 1934, das einer Absicht entsprach, die Pilsudski bereits 1930 geauaert hatte. Hitler nahm an, Polen sei bereit, sich an der Seite Deutschlands zu halten, und bemuhte sich, auch in Deutschland eine Hinwendung zu Polen zu wecken. Wie intensiv daran gearbeitet wurde, lehrt das Beispiel des binationalen Sportverkehrs ab 1933. Gleichzeitig gilt aber, dass Hitler in Polen keinen ebenburtigen Partner, sondern einen Gehilfen sah, der sich dem deutschen Fuhrungsanspruch fugen sollte. Obwohl er Pilsudski personlich bewunderte, hielt er vom polnischen Volk wenig. Die Unsicherheit, die im deutsch-polnischen Verhaltnis enthalten war, ist in Warschau nicht ubersehen worden, und Beck hat sich 1938 sehr bemuht, einem Konflikt mit Deutschland vorzubeugen. Das scheiterte, weil Hitlers Fuhrungsanspruch und Becks Wille, Polens Souveranitat zu wahren, unvereinbar waren.

A. Hitler, Piłsudski, Beck – Versuch einer
deutsch-polnischen Freundschaft (1933 – 1939). Mit einem Epilog
Einleitung – Die Annäherung zwischen Piłsudski und Hitler – Praxis der
Verständigungspolitik – Epilog
B. Sport und Politik in den deutsch-polnischen Beziehungen von 1933 bis 1939
Einleitung – Das historische Umfeld der Spiele – Die politischen Ursachen des Spiels
vom 3. Dezember 1933 – Zum Charakter der deutsch-polnischen Länderspiele von 1933 bis
1938 – Sport, Politik und Nachbarschaft – Ein verfehlter Versuch?
Bibliographie
Archive – Zeitungen – Gedruckte Quellen, Memoiren – Sekundärliteratur
Personenregister

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