Die ratihabitio im klassischen römischen Recht.

By (author) Sonja Dieckmann

Book cover: Die ratihabitio im klassischen römischen Recht.

Extent: 380 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Classical Studies, Law

Series: Schriften zur Rechtsgeschichte

Series volume number: 211

Language: German

Paperback (Published)

(February 2023)

ISBN: 9783428186761

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Die Untersuchung beleuchtet ausgewahlte dogmatische Fragen zur ratihabitio im klassischen romischen Recht. Obgleich die Beschaftigung mit der ratihabitio auf eine lange Tradition in der Rechtswissenschaft zuruckblickt, fehlte es bislang an einer neueren deutschsprachigen Untersuchung. Es zeigt sich, dass die Rechtsfigur der ratihabitio dem Rechtsinstitut der Genehmigung nach 184 Abs. 1 BGB nahesteht und ihr doch fremd ist.


English summary: The ratihabitio in Classical Roman Law: The present study sheds a light on select dogmatic questions concerning the ratihabitio in Classical Roman Law. Although the ratihabitio boasts a long tradition in jurisprudence, there has been a lack of a recent German-language study. It turns out that the legal figure of the ratihabitio is close, yet alien, to the legal institution of ratification under 184 (1) of the Burgerliches Gesetzbuch (the German Civil Code). German description: Obgleich die Beschaftigung mit der ratihabitio, der Genehmigung, auf eine lange Tradition in der Rechtswissenschaft zuruckblickt, fehlte es bislang an einer neueren deutschsprachigen Untersuchung. Die vorliegende Schrift beleuchtet anhand von Quellenuntersuchungen ausgewahlte dogmatische Fragen zur ratihabitio im klassischen romischen Recht und zeichnet dabei den Gedankengang der klassischen Juristen von einem tatsachlichen Billigen bis hin zu einer rechtlichen Anerkennung einer fremden Handlung nach. Es zeigt sich, dass die Rechtsfigur der ratihabitio dem Rechtsinstitut der Genehmigung nach 184 Abs. 1 BGB nahesteht und ihr doch fremd ist. Von Bedeutung ist die ratihabitio vor allem bei Verfugungen Nichtberechtigter. Im Gegensatz zum geltenden Recht kann im romischen Recht auch etwa die Zahlung an einen Geschaftsfuhrer auf eine nicht bestehende Forderung genehmigt werden. Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Preis Hans Ankum der Stiftung Stichting Rechtshistorisch Fonds Mr Joseph Winkel.

1. Einführung
2. ›Ratihabitio‹, Geschäftsführung und ungerechtfertigte Bereicherung
›Ratihabitio‹ eines an und durch einen Geschäftsführer bewirkten ›debitum solutum‹ – ›Ratihabitio‹ eines ›indebitum solutum‹ an einen Geschäftsführer – ›Ratihabitio‹ eines ›negotium male gestum‹ – Zur ›ratihabitio‹ von Veräußerungs- und Erwerbsgeschäften – Zur ›ratihabitio‹ von sonstigen Handlungen
3. ›Ratihabitio‹ und Rückwirkung
Quellenbelege zur Rückwirkung der ›ratihabitio‹ – Quellenzeugnisse gegen die Rückwirkung der ›ratihabitio‹ – Die Rechtslage unter Justinian
4. ›Ratihabitio‹ und ›mandatum‹ – Über den Ausspruch der Quellen ›ratihabitio mandato comparatur‹
Problemstellung und Meinungsstand im romanistischen Schrifttum – Quellenuntersuchung
5. ›Ratihabitio‹ und ›iussum‹
Problemstellung und Quellenbefund – Weitere Quellenzeugnisse
6. Die Wirkung der ›ratihabitio‹ auf die dingliche Rechtslage – Funktionale und dogmatische Zusammenhänge zwischen ›ratihabitio‹ und Eigentums- und Besitzerwerb
Zum Erwerb ›ex causa venditionis‹ – Zum Erwerb ›ex causa solvendi‹ bei der Einziehung einer Forderung durch einen Geschäftsführer – ›Ratihabitio‹ einer durch einen Geschäftsführer bewirkten Leistung – ›Ratihabitio‹ einer furtiven Inempfangnahme einer Zahlung
7. Zur ›cautio ratam rem haberi‹
Die Voraussetzungen des Verfalls der ›cautio ratam rem haberi‹ – Die Verfallswirkungen
8. Appendix
›Ratihabitio‹ und Bestätigung – Überlegungen zum Verhältnis von ›ratihabitio‹ und Bestätigung
9. Wesentliche Ergebnisse und Schlussbetrachtung
Literatur-, Quellen- und Sachverzeichnis

  • By (author) Sonja Dieckmann