Prozeduraler Klimaschutz.

Das Schutzgut "Klima" in der Umweltverträglichkeitsprüfung.

By (author) Anja Widmann

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Extent: 236 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Social Sciences 

Series: Schriften zum Umweltrecht

Series volume number: 205

Language: German

Paperback (Published)

(February 2024)

ISBN: 9783428190423

6.18 x 9.17 inches

Price: $100.00

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Das prozedurale Grundkonzept der Umweltvertraglichkeitsprufung besteht heute seit uber 30 Jahren. Die Arbeit wendet sich angesichts aktueller Herausforderungen der Frage zu, inwiefern die Umweltvertraglichkeitsprufung fur den globalen Klimaschutz fruchtbar gemacht werden kann. Die Autorin zeigt, dass das Globalklima zum Aufgabenprofil einer Umweltvertraglichkeitsprufung gehort. Ausgehend von aufgezeigten praktischen Schwierigkeiten empfiehlt sie die Anwendung des Scope-Modells zur Operationalisierung der gesetzlichen Pflichten.


English summary: Procedural Climate Protection. Climate as a Protected Good in Environmental Impact Assessment: The procedural concept of environmental impact assessment has existed today for over 30 years. Against the background of current challenges, the author turns to the question of the extent to which environmental impact assessment can be made fruitful for global climate protection. The author shows that global climate is part of the task profile of an environmental impact assessment. Based on the practical difficulties identified, the author recommends the use of the scope model to operationalise the legal obligations. German description: Das prozedurale Grundkonzept der Umweltvertraglichkeitsprufung besteht heute seit uber 30 Jahren. Die Arbeit wendet sich angesichts aktueller Herausforderungen der Frage zu, inwiefern die Umweltvertraglichkeitsprufung fur den globalen Klimaschutz fruchtbar gemacht werden kann. Anhand von Beobachtungen aus erster und zweiter Ordnung arbeitet die Autorin heraus, dass das Schutzgut Klima in der Umweltvertraglichkeitsprufung einen Bedeutungswandel erlebte – von einem engen zu einem weiten Schutzgutverstandnis. Im Wege einer Analyse des UVP-Rechts zeigt sie, dass der Vorhabentrager zur Ermittlung und Beschreibung der unmittelbaren und mittelbaren Treibhausgasemissionen des Vorhabens verpflichtet wird. Gleichzeitig offenbart eine Rechtstatsachenuntersuchung, dass der globale Klimaschutz als Teil des Aufgabenprofils der Umweltvertraglichkeitsprufung noch nicht in der Praxis angekommen ist. Die Arbeit empfiehlt die Anwendung des Scope-Modells zur Operationalisierung der gesetzlichen Pflichten.Ausgezeichnet mit dem Dissertationspreis der Reinhold-und-Maria-Teufel-Stiftung 2024.

Einleitung

1. Allgemeine Entwicklung des UVP-Rechts seit 1985 im Überblick

2. Das Klima als Rechtsbegriff des UVP-Rechts: Die Entwicklung vom engen zum weiten Schutzgutverständnis

3. Die Ermittlung und Beschreibung von Treibhausgasemissionen im UVP-Bericht

4. Die Einbeziehung der Treibhausgasemissionen eines Vorhabens in die Zulassungs- und Genehmigungsentscheidung durch das Berücksichtigungsgebot

Gesamtergebnis

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

  • By (author) Anja Widmann

»Die gut strukturierte und im Tiefgang beachtlich ausgearbeitete Arbeit ist ein gelungener Beitrag zur hochaktuellen Frage, wie das Thema Klima in der täglichen Genehmigungs- und Vollzugspraxis angemessen behandelt und bewältigt werden kann. Während der Vorschlag der Anwendung des Scope-Modells für kleinere Vorhaben auf wenig Resonanz stoßen dürfte, liefert die Verfasserin gleichwohl wichtige Denkanstöße. Damit wird der Weg zur Operationalisierung des Themas Klimaschutz in der UVP und deren Berücksichtigung bei Zulassungs- und Genehmigungsentscheidungen weitergehend als bisher ausgeleuchtet und konkretisiert.« Prof. Dr. Tobias Leidinger, in: Deutsches Verwaltungsblatt, 3/2025