Vorvertraglicher Schutz der Entscheidungsfreiheit

Das sog. Gebot fairen Verhandelns als neue Fallgruppe der culpa in contrahendo

by Daniel Friedrich

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Extent: 599 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Business & Economics, Law, Social Sciences 

Series: Studien zum Privatrecht

Language: German

Paperback (Published)

(December 2025)

ISBN: 9783161646676

6.06 x 9.09 inches

Price: $143.00

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~ENG~The protection of pre-contractual freedom of choice and the decision-making process is implemented in civil law through a variety of regulatory instruments. Daniel Friedrich examines whether and to what extent the new tort law concept of the so-called requirement of fair negotiation can be of advantage to the traditional system of protection for general civil law and the law of obligations.


English summary: The protection of pre-contractual freedom of choice and the decision-making process is implemented in civil law through a variety of regulatory instruments. Daniel Friedrich examines whether and to what extent the new tort law concept of the so-called requirement of fair negotiation can be of advantage to the traditional system of protection for general civil law and the law of obligations. German description: Das Burgerliche Recht enthalt zahlreiche Regelungsinstrumente zum Schutz der rechtsgeschaftlichen Entscheidungsfreiheit im Vorfeld des Vertragsschlusses. Die Rechtsfigur des sog. Gebots fairen Verhandelns bildet dabei den neuesten Anwarter auf einen Platz im etablierten Schutzsystem. Potenziell bedeutsam ist dies fur das gesamte Zivil- und Schuldvertragsrecht und fur eine Vielzahl von Vertragstypen. Dogmatisch handelt es sich – ungeachtet der streitbaren Bezeichnung – um die konsequente Auslegung und Anwendung des vorvertraglichen Pflichtenprogramms ( 241 Abs. 2, 311 Abs. 2 BGB) in Bezug auf Willensbeeintrachtigungen abseits von Tauschung, Informations- und Aufklarungspflichtverletzung, aber auch Drohung. Dadurch schliesst die Rechtsfigur eine dogmatische Lucke, indem sie die culpa in contrahendo erganzend zur klassischen Informations- und Erklarungshaftung auch fur nicht-informationsbezogene, drohungsahnliche Willensstorungen instrumentalisiert. Hergebrachte Kontrollmechanismen wie die Drohungsanfechtung, Umstandssittenwidrigkeit oder Verbraucherwiderrufsrechte konnten insoweit nicht zufriedenstellend Abhilfe leisten, ohne dabei uberstrapaziert zu werden. Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis 2025 der Rechtsabteilung der Fakultat fur Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre der Universitat Mannheim ausgezeichnet.

~ENG~ 1 Problemaufriss 2 Untersuchungsgegenstand und Erkenntnisinteresse 3 Gang der Untersuchung Erster Teil. Allgemeine Theorie und Dogmatik 4 Dogmatik der rechtsgeschaftlichen Entscheidungsfreiheit 5 Materialisierung der Vertragsfreiheit 6 Grundlinien eines Vertragskontrollmodells bei gestorter Entscheidungsfreiheit 7 Implikationen fur die Figur des Gebots fairen Verhandelns Zweiter Teil: Die Figur des Gebots des fairen Verhandelns als Fall der vorvertraglichen Haftung 8 Ausgangspunkte und Entwicklungsprozess 9 Das Gebot fairen Verhandelns in der rechtswissenschaftlichen Betrachtung 10 Das etablierte Reglungssystem zum Schutz des vorvertraglichen Entscheidungsprozesses 11 Verbleibende Fragen zur Normenkonkurrenz und Systemkonformitat 12 Eingliederung in die Regelungssystematik der vorvertaglichen Haftung 13 Tatbestands- und Massstabsbildung beim Gebot fairen Verhandelns 14 Verbleibende Anwendungs- und Haftungsfragen Dritter Teil: Schlussbetrachtung 15 Resumee und Ausblick 16 Zusammenfassung und Ergebnisse ~GER~ 1 Problemaufriss 2 Untersuchungsgegenstand und Erkenntnisinteresse 3 Gang der Untersuchung Erster Teil. Allgemeine Theorie und Dogmatik 4 Dogmatik der rechtsgeschaftlichen Entscheidungsfreiheit 5 Materialisierung der Vertragsfreiheit 6 Grundlinien eines Vertragskontrollmodells bei gestorter Entscheidungsfreiheit 7 Implikationen fur die Figur des Gebots fairen Verhandelns Zweiter Teil: Die Figur des Gebots des fairen Verhandelns als Fall der vorvertraglichen Haftung 8 Ausgangspunkte und Entwicklungsprozess 9 Das Gebot fairen Verhandelns in der rechtswissenschaftlichen Betrachtung 10 Das etablierte Reglungssystem zum Schutz des vorvertraglichen Entscheidungsprozesses 11 Verbleibende Fragen zur Normenkonkurrenz und Systemkonformitat 12 Eingliederung in die Regelungssystematik der vorvertaglichen Haftung 13 Tatbestands- und Massstabsbildung beim Gebot fairen Verhandelns 14 Verbleibende Anwendungs- und Haftungsfragen Dritter Teil: Schlussbetrachtung 15 Resumee und Ausblick 16 Zusammenfassung und Ergebnisse

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