Betriebswirtschaftliche Probleme der Gebührenkalkulation.

Interdependenz kalkulatorischer Kostenarten und Verständnis "betriebswirtschaftlicher Grundsätze" als Probleme der Bemessung kommunaler Benutzungsgebühren.

By (author) Erik Gawel

Book cover: Betriebswirtschaftliche Probleme der Gebührenkalkulation.

Extent: 141 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies

Series: Betriebswirtschaftliche Schriften

Series volume number: 148

Language: German

Paperback (Published)

(March 1999)

ISBN: 9783428097555

6.18 x 9.17 inches

Price: $87.00

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Die Kommunalabgabengesetze der Länder fordern bei der Bemessung von Benutzungsgebühren eine kostendeckende Kalkulation “nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen”. Die in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion heftig umstrittene Gebührenhöhe, etwa für kommunale Abwasser- und Abfalldienste, wird daher maßgeblich von der betriebswirtschaftlich angemessenen Kostenkalkulation bestimmt. Allerdings ist gerade der kommunalabgabenrechtliche Gehalt “betriebswirtschaftlicher Grundsätze” in besonderem Maße umstritten.

Der Autor analysiert in der vorliegenden Schrift kritisch die für eine weitere Beschneidung kommunaler Kalkulationsspielräume ins Feld geführten betriebswirtschaftlichen Argumente einer Interdependenz der kalkulatorischen Kostenarten Abschreibungen und Zinsen und beurteilt vor diesem Hintergrund die aktuelle Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen. Im zweiten Teil wird das herrschende juristische Verständnis “betriebswirtschaftlicher Grundsätze” als Kalkulationsmaxime einer grundsätzlichen ökonomischen Kritik unterzogen.

Das Werk umfaßt in wesentlichen Teilen eine gutachterliche Stellungnahme des Verfassers, die in einem jüngst entschiedenen Berufungsverfahren vor dem OVG NW vorgelegt wurde. Es richtet sich an Verwaltungsjuristen, Betriebswirte und kommunale Verantwortungsträger, die mit dem Problem der Kalkulation kommunaler Benutzungsgebühren betraut und an Fragen einer betriebswirtschaftlich und kommunalabgabenrechtlich “richtigen” Gebührenhöhe interessiert sind.

Univ.-Prof. Dr. Erik Gawel ist Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Institutionenökonomische Umweltforschung, und Direktor des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig. Er ist zugleich Leiter des Departments Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Leipzig. Prof. Gawel promovierte in Köln und habilitierte sich in Augsburg im Fach Volkswirtschaftslehre zu umweltökonomischen und finanzwissenschaftlichen Themen und war Gastprofessor der Universität Bremen im DFG-Graduiertenkolleg »Risikoregulierung und Privatrechtssystem«. Nach wissenschaftlichen Stationen am Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln, dem Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld, dem Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern (Bonn) und dem wissenschaftlichen Stab der Energie-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages ist er seit 2001 Professor für Volkswirtschaftslehre. Vor der IHK Frankfurt am Main ist er öffentlich bestellt und vereidigt für Entgeltfragen der kommunalen Ver- und Entsorgung. Er ist u.a. Mitglied der European Academy of Sciences and Arts, des umweltökonomischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik und gehört dem wissenschaftlichen Beirat der Zeitschriften »Energies« und »Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht« an. Als Umwelt- und Institutionenökonom blickt Prof. Gawel auf ein mittlerweile 25jähriges Schaffen im Dienste der Umweltforschung zurück. Er ist insbesondere als Brückenbauer zwischen Wirtschafts- und Rechtswissenschaft bekannt und gehört zu den profiliertesten deutschsprachigen Experten für ökonomische Instrumente in der Umweltpolitik, insbesondere für die Wasserwirtschaft.

  • By (author) Erik Gawel

»Schmale Bücher können gewichtig sein. Das beweist das vorliegende Werk. [...] So gestaltet sich der zusammenfassende, zehn Punkte umfassende Katalog von Fehleinschätzungen und Versäumnissen zu der schärfsten Abrechnung mit dem OVG, die bislang in der Literatur vorgetragen wurde. [...] Dem Fachmann bietet das Buch eine Fundgrube scharfsinniger Argumente. [...] Gawel hat ein Buch vorgelegt, an dem der an Gebührenfragen interessierte Wissenschaftler und Praktiker nicht vorbeigehen kann.«
Prof. Dr. Helmut Brede, in: Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, 23/2000
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