Der Gleichberechtigungssatz – neue Form, alter Inhalt?

Untersuchung zu Gehalt und Bedeutung des neugefaßten Art. 3 Abs. 2 GG unter Einbeziehung Europäischen Gemeinschaftsrechts.

By (author) Kerstin Schweizer

Book cover: Der Gleichberechtigungssatz – neue Form, alter Inhalt?

Extent: 264 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Öffentlichen Recht

Series volume number: 749

Language: German

Paperback (Published)

(May 1998)

ISBN: 9783428093533

6.18 x 9.17 inches

Price: $95.00

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Art. 3 Abs. 2 GG wurde im Jahre 1994 folgenderma?en erg?nzt: “Der Staat frdert die tats?chliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und M?nnern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.” Dieser neue Verfassungsauftrag zielt zwar auf die Schaffung individueller Chancengleichheit ab. Jedoch zeigt die Autorin, da? es angesichts “struktureller Diskriminierung” nicht mglich ist, Chancengleichheit ganz ohne Blick auf die gesellschaftlichen Realit?ten, will hei?en auf die Verteilung von Positionen und Mitsprachemglichkeiten (die sog. “Ergebnisebene”) zu beurteilen. Aufgrund dieses Ergebnisbezuges sind Opfer auf Seiten des bislang dominierenden Geschlechts zwangsl?ufig, Bevorzugungen von Frauen knnen daher zul?ssig sein. Das “Quotenurteil” des EuGH aus dem Jahre 1995 hat daran nichts ge?ndert, es besteht hier nicht etwa eine Disharmonie zwischen deutschem und Europ?ischem Recht. Das Gebot effektiver Chancengleichheit nimmt in Kauf, da? sich das Gesicht der Gesellschaft erheblich wandelt und verbietet es geradezu, die Gleichberechtigung der Frau gegen die Bedurfnisse der “burgerlichen Familie” auszuspielen. Es geht hier ganz klar um eine “Dimensionsfrage”: Die Verfassung verlangt ein vlliges Umdenken.

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