Von der Parlamentssouveränität zur Verfassungssouveränität.

Der britische Verfassungswandel am Beispiel des Human Rights Act 1998.

By (author) Almut Mareen Fröhlich

Book cover: Von der Parlamentssouveränität zur Verfassungssouveränität.

Extent: 358 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Internationalen Recht

Series volume number: 177

Language: German

Paperback (Published)

(January 2009)

ISBN: 9783428127641

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

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Großbritannien durchläuft seit einigen Jahren einen tiefgreifenden Verfassungswandel, der mit konzeptionellen Veränderungen im britischen Institutionengefüge einhergeht und die ehemals “politische Verfassung” Großbritanniens kaum noch erkennen lässt. Das traditionelle Verfassungssystem der Parlamentssouveränität, das im Wesentlichen durch das Fehlen rechtlicher Bindungen des Gesetzgebers gekennzeichnet war, wird materiellrechtlich angereichert und zunehmend wertzentrierter. Elemente und Diskussionen, die aus dem deutschen oder US-amerikanischen Verfassungssystem bekannt sind, finden Eingang in britisches Verfassungsdenken. Ist Großbritannien auf dem Weg zu einem System der “Verfassungssouveränität”?

Ausgehend von einer Analyse des traditionellen Verfassungsverständnisses untersucht die Autorin die aktuellen Veränderungen im Verhältnis der Judikative zur Legislative exemplarisch anhand des Human Rights Act 1998, der die Grundrechte der EMRK in britisches Recht transformiert und die Gerichte im Blick auf die Grundrechtskonformität von Parlamentsgesetzen mit einem Prüfungsrecht (wenngleich nicht mit einer Verwerfungskompetenz) ausstattet. Hierbei wird deutlich, wieviel legitimatorische Kraft das Konzept der Parlamentssouveränität trotz fortschreitender Verrechtlichung der britischen Verfassung weiterhin entfaltet.

  • By (author) Almut Mareen Fröhlich

»Das auch sprachlich sehr ansprechende Buch erläutert dem Leser das zentrale, für deutsche Rechtswissenschaftler gleichermaßen fremd anmutende wie interessante Konzept der Parlamentssouveränität, analysiert fundiert die Probleme, die sich im Zusammenhang mit dem Human Rights Act 1998 für die Rechtsordnung ergeben, und kommt zu abgewogenen Ergebnissen. Jedem, der sich über diese zentrale Entwicklung im britischen Verfassungsrecht informieren möchte, kann das Buch uneingeschränkt zur Lektüre empfohlen werden.« Veith Mehde, in: Die Öffentliche Verwaltung, 24/2009