Recht harmonisch

Musikalisches Ordnungsdenken in Recht und Staat seit der Antike

By (author) Marietta Auer

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Extent: 219 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Cultural Studies, Law, Philosophy

Series: Lectiones Inaugurales

Series volume number: 21

Language: German

Paperback (Published)

(September 2025)

ISBN: 9783428190768

4.45 x 7.48 inches

Price: $38.00

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Die Beziehungen zwischen Recht und Musik sind fast unuberschaubar zahlreich. Marietta Auer zeigt, dass diese vielfaltigen Beziehungen, die von Fragen der Sprache, Schrift, Interpretation und Asthetik bis hin zu mathematischen Gesetzen harmonischer Proportion reichen, fundamental fur das Sinnverstandnis rechtlicher und staatlicher Ordnungen sind.


English summary: Law and Harmony. Musical Ordering, the Law and the State Since Antiquity: The connections between law and music are almost limitless. Marietta Auer shows that these diverse connections and relations, ranging from questions of language, script, interpretation and aesthetics to mathematical laws of harmonic proportion, are fundamental to understanding legal orders. German description: Die Beziehungen zwischen Recht und Musik sind fast unuberschaubar zahlreich. Sie finden sich in den Lebensspuren von Musikerjuristen und Juristenmusikern ebenso wie in juristischen Sujets in Musikwerken von Mozart uber Wagner bis Schonberg bis hin zu rechtsmusikalischen Vergleichen wie demjenigen zwischen Richter und Pianist, der in deutschen Juristenkreisen vor einiger Zeit fur einen kleinen Skandal sorgte. Marietta Auer zeigt, dass die vielfaltigen Beziehungen zwischen Recht und Musik, die von Fragen der Sprache, Schrift, Interpretation und Asthetik bis hin zu mathematischen Gesetzen harmonischer Proportion reichen, fundamental fur das Sinnverstandnis rechtlicher und staatlicher Ordnungen sind. Ideengeschichtlicher Ausgangspunkt ist die pythagoreische Musikwissenschaft der Antike und des Mittelalters, deren Erkenntnisse durch christliche und judische Renaissanceautoren in die Staatstheorie der fruhen Neuzeit gelangten und von dort aus bis in das Rechtsdenken der Gegenwart wirken.

Ouvertüre
Scipios Traum – Discors concordia: Das harmonische Weltgesetz – Wovon dieses Buch
handelt und wovon nicht

Erster Teil: Rechtliche Ordnungen im Spiegel der Musik
Regel und Freiheit – Form und Substanz – System und Nomos

Zweiter Teil: Vergleichsebenen
Sprache, Notation, Semantik – Interpretation, Freiheit, Ästhetik – Harmonie,
Proportion, Mathematik

Dritter Teil: Das harmonische Weltgesetz im Staat
Bodins Theorie der harmonischen Gerechtigkeit – Der Blick zurück: Neuplatonismus und
Renaissancekabbala – Der Blick voraus: Am Scheideweg von Szientismus und Hermeneutik
Coda. Der Mythos der Harmonie in der Moderne
Das Verschwinden der Harmonie aus der modernen Staatstheorie – Harmonische
Gerechtigkeit in der Moderne: Eine Spurensuche – Die Fortwirkung des harmonischen
Mythos oder das Chaos in der Ordnung

  • By (author) Marietta Auer

»Das vorliegende Buch über musikalisches
Ordnungsdenken in Recht und Staat ist ein wichtiger Beitrag zum interdisziplinären
Verständnis von Recht und Musik. Das Verdienst des Buches besteht dabei nicht nur in
der emphatischen Zuwendung Marietta Auers zu «dem in seinem Potential noch lange
nicht ausgeschöpften Forschungsfeld Law and Music» (S. 26f.); auch liegt es in der
Breite und Tiefe der rechts-, musik- und ideengeschichtlichen Kontextualisierungen
der besprochenen Theorien und Beispiele.« Giulio Biaggini, in: Forum Historiae Iuris,
11/2025