Paradigmenwechsel in der Theologie
Gerd Lohaus
by Gerd Lohaus
Der Paradigmenwechsel scheint zu einem theologisch legitimen Verfahren geworden zu sein, mit dem sich die Kirche selbst und ihre Strukturen verandern lieaen. Mit ihm ware eine Annaherung an die Moder-ne moglich. Das Ergebnis: ein Konzept von Einheit, das eine globale Kirche mit sehr groaen lokalen Unter-schieden ermoglicht. Mit einem solchen Wechsel steigt man auf der Ebene des menschlichen Lebens ein, nicht auf der einer abstrakten Theorie. So andert sich die Blickrichtung: von der defensiven Sorge um die Glaubensweitergabe hin zu einer neuen Verkundigung des Evangeliums. So falle dem Menschen der Zu-gang zur Moderne, der heutigen zwingenden Form seines Denkens und Lebens, leichter, und damit auch der Zugang zur Kirche und zum Glauben. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit diesem Wechsel kritisch auseinander. Sie stellt an ihn die Frage: Ent-spricht der mit ihm vorgenommene Wandel der Blickrichtung vorrangig vom Menschen her auf Gott hin der Einheit von gottlicher und menschlicher Natur in der Person des Sohnes Gottes? Erst wenn das Chris-tusmysterium sein Maastab ist, konnte mit ihm eine Reform (in) der Kirche gelingen, die auf theologi-schen und anthropologischen Fuaen zugleich steht. Unterstutzung erfahrt diese Darlegung nicht nur durch die Rede des Zweiten Vatikanischen Konzils von den Zeichen der Zeit. Diese erfahrt sie auch durch den Blick auf jene Theologen, denen das Zueinander von Gott und Mensch ein theologisches Anliegen war und ist, Papst Franziskus eingeschlossen. Der Ruck-griff auf sie bringt Uberraschendes zutage, das zur Erganzung wie zur Korrektur des Verfahrens Paradig-menwechsel Wesentliches beitragt.
- By (author) Gerd Lohaus
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