Missbrauch von Marktmacht durch Kosten-Preis-Scheren im europäischen und US-amerikanischen Kartellrecht.

By (author) Jan Henning Berg

Book cover: Missbrauch von Marktmacht durch Kosten-Preis-Scheren im europäischen und US-amerikanischen Kartellrecht.

Extent: 276 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: American Studies, Business & Economics, Law

Series: Schriften zum Wirtschaftsrecht

Series volume number: 270

Language: German

Paperback (Published)

(June 2015)

ISBN: 9783428146987

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Mithilfe der kartellrechtlichen Figur der Kosten-Preis-Schere lässt sich ein marktstufenübergreifender, zweiseitig wirkender Preisdruck auf die Gewinnmargen von Konkurrenten wegen der mit ihm einhergehenden Verdrängungswirkung sanktionieren. Während der EuGH dem EU-Kartellrecht ein entsprechendes Verbot zuschreibt, lehnt der Supreme Court für das US-Antitrustrecht ein solches ab. Die Untersuchung geht den Hintergründen dieser Entwicklung nach und findet die Antworten in den Bezügen zum sektorspezifischen Regulierungsrecht.


»Price Squeezing as an Abuse of Dominant Position under EC Competition Law and as a Monopolization Offense under US Antitrust Law«

Price squeezing can be a viable strategy for vertically integrated firms in order to exclude non-integrated competitors from downstream markets. The European Court of Justice has ruled that price squeezing in itself may amount to an abuse of a dominant position under article 102 TFEU. The US Supreme Court, however, has denied its relevance as a monopolization offense under section 2 of the Sherman Antitrust Act. The present thesis provides a comparative analysis with references to sector-spefic market regulation.

1. Einführung

Die Kosten-Preis-Schere als Untersuchungsgegenstand – Ziele und Gang der Arbeit

2. Die Kosten-Preis-Schere als Wirtschaftsphänomen mit kartellrechtlicher Relevanz

Begriff und charakteristische Merkmale der Kosten-Preis-Schere – Eckpfeiler der kartellrechtlichen Würdigung von Kosten-Preis-Scheren

3. Die Relevanz des price squeeze im US-Kartellrecht

Entwicklung der Gerichtspraxis im 20. Jahrhundert – Die Bedeutung des price squeeze als selbständige Monopolisierungsform nach den Entscheidungen in Linkline – Effektive Adressierung des price squeeze durch andere Verbotstatbestände? – Fazit zum price squeeze im US-Kartellrecht

4. Das Verbot der Kosten-Preis-Schere im europäischen Kartellrecht

Entwicklung der bisherigen Entscheidungspraxis – Auswertung und Zusammenstellung erster Erkenntnisse – Die Kriterien der Missbräuchlichkeit von Kosten-Preis-Scheren – Fazit zur Kosten-Preis-Schere im EU-Kartellrecht

5. Die Kosten-Preis-Schere im Verhältnis zu anderen Missbrauchsformen des europäischen Kartellrechts

Missbräuchliche Kampfpreisunterbietung auf dem nachgelagerten Markt – Missbräuchliche Geschäftsverweigerung auf dem vorgelagerten Markt – Missbräuchliche Diskriminierung auf dem vorgelagerten Markt – Missbräuchliche Preisüberhöhung auf dem vorgelagerten Markt – Zusammenfassendes Fazit

6. Abschließende rechtsvergleichende Würdigung der Kosten-Preis-Schere als Figur des Marktmachtmissbrauchs

Erklärung der divergierenden Auffassungen im EU- und US-Kartellrecht durch die Bezüge zum sektorspezifischen Regulierungsrecht – Schlussfolgerungen zur Relevanz der Kosten-Preis-Schere im Kartellrecht der EU und der USA – Verbleibende Kritikpunkte und der Versuch eines Ausblicks auf rechtspolitisch vertretbare Lösungsansätze

Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Jan Henning Berg

»Die Dissertationsschrift von Jan Henning Berg ist eine sorgfältige Arbeit, welche die wissenschaftliche Diskussion um die Kosten-Preis-Schere als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bereichert und dem interessierten Leser uneingeschränkt empfohlen werden kann.« Dr. Daniel Petzold, in: Neue Zeitschrift für Kartellrecht, Heft 9/2015