Martyrdom in Literature

Visions of Death and Meaningful Suffering in Europe and the Middle East from Antiquity to Modernity

Edited by Friederike Pannewick

Book cover: Martyrdom in Literature

(Hardback) (Out of print)

(August 2004)

ISBN: 9783895003820

Price: $89.00

Out of stock

(PDF) (Published)

(January 2004)

ISBN: 9783752000931

Price: $74.00

This book aims to achieve a deeper understanding of the very human phenomenon of martyrdom by analysing in detail its highly varied re-enactments in European and Middle Eastern literatures. Despite its divergent historical, religious, philosophical or political circumstances, there does seem to be a certain inner logic, a metaphorical structure or symbolical subtext underpinning and thus unifying these heterogeneous literary manifestations of the idea of martyrdom. In this volume, eighteen researchers from the fields of literary, historical and religious studies reflect on the way concepts of martyrdom are represented, staged, praised or critically deconstructed in different world literatures.

  • Edited by Friederike Pannewick

"Review - German ""Der Band ist wichtig zur Aufklarung uber ein aktuelles Thema in seinen historischen, kulturellen und religiosen Bezugen. Mit dem Vergleich des judisch-christlichen Ideals des stellvertretenden Todes war auch im westlichen Europa lange das Opfer doppeldeutig. Opfer kann passiv sein als das in den Tod Gehen, aber es erlaubt auch das Toten, zudem noch als religios geforderte Tat. Ein tief verwurzeltes und immer neu verstarktes Bild vom stellvertretenden Tod fur die anderen lasst sich nicht als irrationaler Rest verstehen, sondern als ein bedingungsloses Eintreten fur Geschwister, Eltern, Geliebte - die Nation.Durch die Personalisierung des Helden wird selten deutlich, dass der Sprung von der personalen Liebe zum Konstrukt Nation ganz anderer Begrundungen, anderer Mittel bedarf als des Einsatzes des Lebens: des eigenen und, immer ambivalent, der Zerstorung des Lebens der Anderen. Die Religion des Islam bietet dafur eher weniger Anhalt als die Passionsfrommigkeit in der christlichen Tradition oder die shiitische Tradition. Die Beitrage des Bandes zeigen in grundlicher Breite die Bedeutung von Liebespoesie und Theatralitat, Politischer Realitat und Nationalismus, die das Konzept des Martyrertums in der westlichen wie in der orientalischen Tradition verklart haben. Politisches Handeln bedarf anderer Formen, als der theatrale und heroische Tod als Ideal suggerieren, wie der Gekreuzigte und der Blutuberstromte im Nachhinein einen edlen Tod propagieren.In: Theologische Literaturzeitung. 131 (2006) 3. S. 264-265.--------------------------------""Die

„Der Band ist wichtig zur Aufklärung über ein aktuelles Thema in seinen historischen, kulturellen und religiösen Bezügen. Mit dem Vergleich des jüdisch-christlichen Ideals des stellvertretenden Todes war auch im westlichen Europa lange das Opfer doppeldeutig. Opfer kann passiv sein als das in den Tod Gehen, aber es erlaubt auch das Töten, zudem noch als religiös geforderte Tat. Ein tief verwurzeltes und immer neu verstärktes Bild vom stellvertretenden Tod für die anderen lässt sich nicht als irrationaler Rest verstehen, sondern als ein bedingungsloses Eintreten für Geschwister, Eltern, Geliebte – die Nation.<br/>Durch die Personalisierung des Helden wird selten deutlich, dass der Sprung von der personalen Liebe zum Konstrukt Nation ganz anderer Begründungen, anderer Mittel bedarf als des Einsatzes des Lebens: des eigenen und, immer ambivalent, der Zerstörung des Lebens der Anderen. Die Religion des Islam bietet dafür eher weniger Anhalt als die Passionsfrömmigkeit in der christlichen Tradition oder die shiitische Tradition. Die Beiträge des Bandes zeigen in gründlicher Breite die Bedeutung von Liebespoesie und Theatralität, Politischer Realität und Nationalismus, die das Konzept des Märtyrertums in der westlichen wie in der orientalischen Tradition verklärt haben. Politisches Handeln bedarf anderer Formen, als der theatrale und heroische Tod als Ideal suggerieren, wie der Gekreuzigte und der Blutüberströmte im Nachhinein einen edlen Tod propagieren.<br/><br/>In: Theologische Literaturzeitung. 131 (2006) 3. S. 264-265.<br/><br/>--------------------------------<br/><br/>„Die Beiträge des vorliegenden Bandes bieten reichlich Stoff zur Reflexion über Märtyrer-, Glaubenszeugentum, eine Reflexion, die die nebeneinander stehenden Texte vielleicht einmal in geschlossene komparative Untersuchungen überführen mag.“<br/><br/>In: Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes. 95 (2005). S. 466-467.