Palästinensische Autobiographien

Unsere Situation schuf unsere Erinnerungen

By (author) Susanne Enderwitz

Book cover: Palästinensische Autobiographien

Hardback (Published)

(September 2002)

ISBN: 9783895002496

6.69 x 9.45 inches

Price: $65.00

In stock

PDF (Published)

(January 2002)

ISBN: 9783752000979

Price: $53.00

The history of Palestine is one written by others, Roman and Arab conquerors, Ottoman and British rulers, and today a Zionist shadow looms. As if finally realizing that claims to territory demand a claim to history, following the defeat of 1967 some individuals began to write down their memories, a trend that has gathered apace in subsequent decades. These authors are not historians and they do not venture into the archives; they rely solely on their memory and many of them do not even live in Palestine. They share one thing: the hope that they will one day return. This hope is however not to be understood as a concrete physical relocation but rather a hope for the return of a Palestinian state. And this marks the second key date of this work: the year 2000, when these hopes were dashed.<br/>


Die Geschichte Palastinas ist eine von Fremden geschriebene Geschichte, von romischen und arabischen Eroberern, osmanischen und britischen Herren, heute vor allem unter zionistischem Vorzeichen. Als hatte sich allmahlich die Einsicht durchgesetzt, dass Ort und Geschichte nicht weniger als Zeit und Geschichte zusammengehoren, dass der Anspruch auf den Ort nur vermittels eines Anspruchs auf seine Geschichte erfolgen kann und das der Geschichtsschreibung Israels eine Geschichtsschreibung der Palastinenser entgegengesetzt werden muss, begannen nach der Niederlage von 1967 Einzelne, in den Siebzigern zunachst zogernd, doch in den Achtzigern zunehmend und in den Neunzigern geradezu systmatisch, ihre Lebenserinnerungen aufzuzeichnen. Es sind nicht Historiker, sie benutzen keine Archive, sondern ihre Erinnerungen, und viele leben nicht in Palastina, sondern uber die Welt verstreut, aber eines verbindet sie: die Hoffnung auf Ruckkehr. Damit ist nicht einmal vorzugsweise die Hoffnung auf physische Ruckkehr gedacht, schon gar nicht der eigenen Person, wohl aber auf einen palastinensischen Staat. So erklart sich auch das zweite Eckdatum der vorliegenden Arbeit uber palastinensische Autobiographien, das Jahr 2000, denn in diesem Jahr kulminierte und zerschlug sich die Hoffnung auf die bevorstehende oder auch nur absehbare Grundung desselben – sicher mit Konsequenzen fur kunftige palastinensische Selbstzeugnisse.

  • By (author) Susanne Enderwitz

„Die Verfasserin hat ein umfangreiches Quellenmaterial bearbeitet, um ihr Thema zu entwickeln, das durch zahlreiche Textbeispiele illustriert wird. Die Fülle an Informationen macht das Buch zu einem Nachschlagewerk über palästinensisches Leben im weitesten Sinn.<br/>Ein besonderes Verdienst der Autorin ist die immer objektive Präsentation der konfliktreichen israelisch-palästinensischen Situation.“<br/><br/>In: Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes. 94 (2004). S. 354-356.
—