Machtspruch und Gesetzesherrschaft

Das Staatsverstandnis in Heinrich von Kleists 'Prinz Friedrich von Homburg'

by Simone Eva-Maria Schmon

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Extent: 215 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Law

Language: German

Hardback (Out of print)

(November 2007)

ISBN: 9783412200091

6.06 x 9.09 inches

Price: $46.00

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Als Heinrich von Kleist zwischen 1809 und 1810 das 1675 spielende Stuck Der Prinz von Homburg schuf, war Preussen gerade von Frankreich militarisch vernichtend geschlagen worden und stand am Rande des staatlichen Ruins. Kleist wollte mit seinem vaterlandischen Schauspiel die innere Erneuerung Preussens fordern und dem Staat Friedrichs II., der unter Napoleon zusammengebrochen war, ein anderes Preussen entgegensetzen.Die Autorin analysiert das Herrschaftsverstandnis des Dichters, welches sie in den verfassungs- und rechtshistorischen Kontext der Zeit einbettet. Die Frage, ob der Herrscher in Gerichtsverfahren eingreifen durfe und die damit verbundene Debatte um die Stellung des Herrschers zum Gesetz dominierte den juristischen Diskurs der Zeit und spielt fur das Verstandnis der Kurfurstenfigur eine wesentliche Rolle. Das Buch kommt zu dem Schluss, dass Kleist ein traditionelles, auf personliche Beziehungen gegrundetes Herrschaftsverstandnis verfolgte, in dem sowohl der Einzelne als auch der Herrscher zu ihrem Recht kommen.

  • By (author) Simone Eva-Maria Schmon