Lexikon der Indogermanischen Verben

Die Wurzeln und ihre Primärstammbildungen

Von Helmut Rix unter Mitarbeit von Martin Kümmel, Thomas Zehnder, Reiner Lipp und Brigitte Schirmer

Book cover: Lexikon der Indogermanischen Verben

Extent: 832 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Language & Linguistics

Language: German

(Hardback) (Published)

(April 2001)

ISBN: 9783895002199

Price: $117.00

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Ein historisch-morphologisches Lexikon der primären Verben der indogermanischen Sprachen, geordnet nach Wurzeln und Primärstämmen des Urindogermanischen, versehen mit Anmerkungen zu Details aus Semantik, Philologie und Sprachgeschichte.


Das “LIV” versteht sich zunachst einmal als Zwischenbilanz. Es listet die verbalen Wurzeln auf, die nach bewahrtem Verfahren fur das Urindogermanische rekonstruiert werden konnen, und versucht, deren Bedeutung zu bestimmen (wo notig, unter Heranziehung nominaler Ableitungen). Es fuhrt dann zu jeder dieser Wurzeln die fur das Urindogermanische rekonstruierbaren verbalen Primarstamme auf; das traditionelle Modell von Prasens,- Aorist- und Perfektstamm ist dabei um die Kategorien Kausativ – Iterativ, Desiderativ, Intensivum, Fientiv und Essiv erweitert. Schliesslich korreliert es die Rekonstrukte mit den primaren Verben und Verbalstammen, die ihnen in den einzelnen indogermanischen Sprachen etymologisch entsprechen und auf denen naturlich die Rekonstruktion aufbaut. Ein rucklaufiger Index der urindogermanischen Verbalwurzeln – ein Novum! – fur jede verbale Primarstammbildung des Urindogermanischen, ein Index der Wurzeln, fur die diese Bildung rekonstruierbar ist, und ein Register der im Text aufgefuhrten einzelsprachlichen Verben und Formen schliessen das Material auf. Ein reicher Anmerkungsapparat informiert uber Detailprobleme, auch philologischer Art, und uber die einschlagige Sekundarliteratur. Da auf Semantik und Morphologie des Verbums konzentriert, ist das “LIV” kein etymologisches Worterbuch; die nominale Derivation ist grundsatzlich nicht einbezogen. Erstmalig ist in einem Werk dieser Breite und Materialfulle konsequent die Laryngaltheorie berucksichtigt, und zwar in der von M. Mayrhofer in der “Indogermanischen Grammatik” (Bd. I/2) vorgelegten Form. Das “LIV” kann aber auch als Basis fur weitere Forschung dienen. Die Anordnung des Stoffes ermoglicht es, Verbbedeutungen und Primarstammbildungen in den indogermanischen Sprachen historisch zu beurteilen, d.h. einerseits Bewahrung von Altem, andererseits semantische Veranderungen und morphologische Um- oder Neubildungen festzustellen; einiges dazu ist in den Anmerkungen zu den einzelnen Lemmata des Buches schon angedeutet. Der morphologische Index stellt das – jederzeit korrigierbare – Material fur Untersuchungen zu Geschichte und Vorgeschichte der verbalen Primarstammbildungen des Indogermanischen zur Verfugung, etwa zum Problem eines Aktionsartsystems im Vorurindogermanischen. Die Lemmata laden zu einer praziseren oder korrekteren Bestimmung von Wurzelbedeutungen ein oder auch zu Wortfelduntersuchungen, die Aufschluss daruber geben konnen, wie die Sprecher der altesten uns erreichbaren Phase unserer indogermanischen Sprachen bestimmte materielle, aktionale oder geistige Bereiche ihres Lebens in einem Netz konkreter Sachverhalte gesehen haben.

  • By (author) Helmut Rix
  • By (author) Martin Joachim Kümmel

„El LIV es una obra excepcional. (...)<br/>En conclusión, el LIV es una obra que lingüistas y filólogos clásicos usarán durante decenios: un libro que no puede faltar en ninguna biblioteca de Filología Clásica o de Lingüística. Cada página puede das lugar a discrepanias de mayor o menor entidad, pero es inestimable el apso adelante en el concimiento del verbo IE que debemos al redactor y colaboradires del LIV.“<br/><br/>In: Estudios Clásicos. 125 (2004). S. 124-128.<br/><br/>----------------------------<br/><br/>„In sum, in spite of some discutable details the Lexicon of the Indo-European verb represents a unique synthese of the most recent ideas of the Indo-European comparative morphology, based on fresh results of the Indo-European etymology.“<br/><br/>In: Philologis Fenno-Ugrica. 7-8 (2001/2002). S. 85-94.