“Gleicherweiß als wasser das feuer, also verlösche almuse die sünd”.

Frühneuzeitliche Fürsorge- und Bettelgesetzgebung der geistlichen Kurfürstentümer Köln und Trier.

By (author) Alexander Wagner

Book cover: “Gleicherweiß als wasser das feuer, also verlösche almuse die sünd”.

Extent: 435 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zur Rechtsgeschichte

Series volume number: 153

Language: German

Paperback (Published)

(June 2011)

ISBN: 9783428134861

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

Out of stock

Dem grundgesetzlich verankerten Sozialstaatsprinzip geht der in der Frühen Neuzeit erfolgende Kompetenzwechsel im Bereich der Armenfürsorge voraus. Die zuvor von der Kirche geprägte Unterstützung Hilfsbedürftiger wird zum Gegenstand obrigkeitlicher Gesetzgebung. Die Wandlung der christlichen Carität zu einer staatlich gesteuerten Leistungsverteilung ist das prägende Element. Anhand der geistlichen Kurfürstentümer Trier und Köln lässt sich exemplarisch die Struktur der Fürsorgegesetzgebung im Ancien Régime darstellen.


In der Frühen Neuzeit erfolgt der bis heute nachwirkende Kompetenzwechsel im Bereich der Armenfürsorge. Die zuvor von der Kirche geprägte Unterstützung Hilfsbedürftiger wird zum Gegenstand obrigkeitlicher Gesetzgebung. Das Verhältnis zwischen Armen und Almosenspender wird durch die städtischen Bettelordnungen und in der Folge auf der Ebene des Reichs und der Territorialstaaten einer intensiven Verrechtlichung unterworfen. Die Umwidmung der christlichen Carität im Rahmen einer staatlich gesteuerten Leistungsverteilung bleibt für die Reichsterritorien bis zum Ende des Ancien Régime ein prägendes Element. Besonders deutlich wird dies bei der Untersuchung der bislang unberücksichtigten Kurfürstentümer Trier und Köln. Dabei ergibt sich entgegen der bisherigen Auffassung der Befund, dass die Gesetzgebung zur Armenfürsorge und zu repressiven Maßnahmen der Gesetzgebung anderer Reichsterritorien entspricht.

  • By (author) Alexander Wagner