Die Variabilität frühneuzeitlicher Staatlichkeit

Die niederländische "Staats"-Formierung der Statthalterlosen Epoche (1650–1672) als interkontinentales Regiment

By (author) Oliver Krause

Book cover: Die Variabilität frühneuzeitlicher Staatlichkeit

Extent: 529 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Early Modern & Renaissance Studies

Series: Beitrage zur Europaischen uberseegeschichte

Language: German

Paperback (Published)

(July 2018)

ISBN: 9783515119849

6.69 x 9.49 inches

Price: $135.00

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Durch den Unabhangigkeitskrieg gegen die Spanier (1568-1648) etablierten die Niederlander eine souverane politische Entitat im europaischen Machtegefuge. Im 17. Jahrhundert richteten die niederlandischen Machteliten ihre Strategie auf die globale Beherrschung der maritimen Distributionswege aus. Ergebnis dieses Strebens war die Begrundung eines interkontinentalen Regiments der Niederlander zwischen Sudostasien und Europa, dessen Interessen in Sudostasien von der Vereinigten Ostindischen Kompanie vertreten wurden. In der ersten Statthalterlosen Epoche (1650-1672) sah sich dieser umfassende Herrschaftsanspruch der Vereinigten Niederlande indes bereits der Konkurrenz Englands und Frankreichs ausgesetzt. Oliver Krause betrachtet die Herausbildung dieses interkontinentalen Regiments im Verlauf des 17. Jahrhunderts als spezifisch niederlandische Variante der Staats-Formierung. Im Rahmen des von ihm entwickelten Erklarungsmodells arbeitet Krause insbesondere die Genese der politischen Semantik des niederlandischen Begriffs Staat aus globaler Perspektive heraus, wie auch die situativen Herrschaftsstrategien der Machteliten und die Funktionen der Familien- und Handelsstutzpunktnetzwerke.

Oliver Krause arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut fur Landerkunde und als Dozent an der Universitat Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Verraumlichung von Herrschaft aus okonomischer Perspektive, deren Organisation und die Begriffsgeschichte zur Bezeichnung der entstehenden Formationen.

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