Sibirien: Russlands “Wilder Osten”

Mythos und soziale Realität im 19. und 20. Jahrhundert

By (author) Eva-Maria Stolberg

Book cover: Sibirien: Russlands “Wilder Osten”

Extent: 392 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Slavic Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Paperback (Published)

(October 2009)

ISBN: 9783515092487

6.65 x 9.45 inches

Price: $80.00

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Wie kommt es, dass sich mit Sibirien bis heute der Mythos eines “wilden Ostens” verbindet? Wie lassen sich dessen asiatische und europaische Anteile gewichten? Das Zusammenleben von russischen Kolonisten und indigenen Volkern machte Sibirien zu einer Grenzlandschaft, die in der Geschichtswissenschaft bis heute wenig Beachtung findet – dabei waren sowohl das Zarenreich als auch die Sowjetunion bestrebt, den “wilden Osten” zu erschliessen und ihn zum festen Bestandteil des russischen Staates zu machen. Die Autorin untersucht den nationalen Mythos der Erschliessung Sibiriens als Siedlungsgrenze (frontier) im 19. und 20. Jahrhundert unter transregionalen und globalen Fragestellungen. Dabei modifiziert sie das von Frederick J. Turner entwickelte Frontierkonzept, indem sie beide Seiten der Siedlungsgrenze beleuchtet und die Variablen in historischen Kolonisationsprozessen in den Blick nimmt. Diese Variabilitat macht sich durch eine oszillierende Annaherung und Distanz zwischen “Eigen” und “Fremd” bemerkbar.

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