Die Konstitution des Friedens als Rechtsordnung.
Zum Verständnis rechtlicher und politischer Bedingungen der Friedenssicherung im internationalen System der Gegenwart. Hrsg. von Klaus Dicke - Stephan Hobe - Karl-Ulrich Meyn - Eibe Riedel - Hans-Joachim Schütz.
Edited by Klaus Dicke Edited by Stephan Hobe Edited by Klaus-Ulrich Meyn Edited by Eibe Riedel Edited by Hans-Joachim Schütz By (author) Jost Delbrück
Paperback (Published)
(April 1996)
ISBN: 9783428085866
6.18 x 9.17 inches
Price: $114.00
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Die Wandlungen des internationalen Systems nach dem Fortfall der Ost-West-Konfrontation haben die »Organisation der Welt« vor neue Herausforderungen gestellt. Sowohl im europäischen als auch im globalen Rahmen geht es darum, tragfähige institutionelle Lösungen für die Aufgabe des Friedens, d. h. für gemeinsames Handeln auf der Grundlage von Vereinbarungen in Fragen, die alle angehen, zu finden. Dabei gilt es, an jene völkerrechtliche Entwicklungen der Nachkriegszeit anzuknüpfen, welche mit einer bisher in der Geschichte nicht gekannten Konsequenz auf eine Konstitution des internationalen Friedens als Rechtsordnung hinzielen. Der Menschenrechtsschutz sowie die Normen und Verfahren des Friedensvölkerrechts, wie sie sich seit dem Zweiten Weltkrieg vor allem unter der Ägide der Vereinten Nationen, aber auch auf regionaler, etwa europäischer, Ebene herausgebildet haben, stellen dabei wesentliche völkerrechtliche Ansatzpunkte dar.
Jost Delbrück hat in einer Vielzahl von Aufsätzen auf diesen zivilisatorischen Aspekt der Völkerrechtsentwicklung hingewiesen. Die Wertgebundenheit des Völkerrechts ebenso wie seine Offenheit angesichts des weltpolitischen Pluralismus zu wahren, ist der Kern seines Verständnisses der »internationalen Friedensordnung als rechtliche und politische Gestaltungsaufgabe«. Die hier vorgelegte Auswahl von Aufsätzen Jost Delbrücks, die seine Schüler anläßlich seines 60. Geburtstages zusammengestellt haben, hat mit dem genannten Focus auch in einem nach Neuordnung suchenden internationalen System nichts an Aktualität und Orientierungskraft eingebüßt.
Jost Delbrück hat den engen Zusammenhang zwischen den Menschenrechten und der Bewahrung des Friedens auf europäischer und internationaler Ebene herausgearbeitet: Dauerhafter Frieden ist ohne Verwirklichung der Menschenrechte nicht möglich, was zugleich eine deutliche Relativierung der Souveränität der Staaten mit sich bringt. Die zusammengestellten Aufsätze analysieren dieses Spannungsverhältnis aus völkerrechtlicher und Friedenswissenschaftlicher Sicht und würdigen damit den Beitrag des Völkerrechts zur Sicherung des Friedens.
- Edited by Klaus Dicke
- Edited by Stephan Hobe
- Edited by Klaus-Ulrich Meyn
- Edited by Eibe Riedel
- Edited by Hans-Joachim Schütz
- By (author) Jost Delbrück
Review - German Das vorliegende Werk belegt, dass man den Verfasser der Aufsatze als einen der vorzuglichsten Kenner der Staatskunst - verstanden als Kunst, Frieden und andere Gemeinwohlguter der Volkergemeinschaft international zu sichern - bezeichnen darf. Die Lekture des Bandes verschafft nicht nur intellektuellen Gewinn, sondern ist auch ein sprachlicher Genuss. Prof. Dr. Christian Tomuschat, in: Archiv des Volkerrechts, Heft 1/1999
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»Das vorliegende Werk belegt, daß man den Verfasser der Aufsätze als einen der vorzüglichsten Kenner der Staatskunst – verstanden als Kunst, Frieden und andere Gemeinwohlgüter der Völkergemeinschaft international zu sichern – bezeichnen darf. Die Lektüre des Bandes verschafft nicht nur intellektuellen Gewinn, sondern ist auch ein sprachlicher Genuß.«
Prof. Dr. Christian Tomuschat, in: Archiv des Völkerrechts, Heft 1/1999
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