Das wehrhafte Friedensreich

Bilder von Krieg und Frieden in Polen-Litauen (1505 bis 1595)

by Markus Osterrieder

Book cover: Das wehrhafte Friedensreich

Extent: 338 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Medieval Studies

Series: Imagines Medii Aevi. Interdisziplinäre Beiträge zur Mittelalterforschung

Series volume number: 20

Language: German

(Hardback) (Published)

(February 2005)

ISBN: 9783895004384

Price: $89.00

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English description: By choosing the example of the Polish-Lithianian Commonwealth in the 16th century, Markus Osterrieder examines continuities and transformations in the perception, description and evaluation of images of peace, war and hostility. The study reflects the whole European context and is based on an approach in mental and consciousness history. General mental and social changes are either discussed in form of evolutionary changes or of anthropological constants. The study offers also a substantial contribution to the debate on the fixation of the border between the Middle Ages and Modern Times in Eastern Europe as well as on the position of Eastern Europe in the Europe of the Humanism, Renaissance and Reformation. German description: Markus Osterrieder untersucht am Beispiel des polnisch-litauischen Grossreiches im 16. Jahrhundert Kontinuitaten und Wandlungen in der Wahrnehmung, Beschreibung und Beurteilung von Friedens-, Kriegs- und Feindbildern. Aus der Arbeit, die auch auf den gesamteuropaischen Kontext eingeht und einen mentalitats- und bewusstseinsgeschichtlichen Ansatz verfolgt, lassen sich allgemeine mentale und soziale Muster in Form von entwicklungsbedingten Veranderungen oder anthropologischen Konstanten herleiten. Damit bietet die Untersuchung auch einen wesentlichen Beitrag zu Frage der Festlegung der Epochengrenze zwischen Mittelalter und Neuzeit im osteuropaischen Raum sowie uber die Stellung Osteuropas im Europa des Humanismus, der Renaissance und der Reformation.

  • By (author) Markus Osterrieder

"Review - German ""Dass das ostliche Mitteleuropa, in diesem Fall die fruhneuzeitliche polnische Adelsrepublik, auch in anderen Bereichen, nicht nur rezeptiv, sondern innovativ und kreativ war, hebt Markus Osterrieder in einer Studie uber das polnische Denken des 16. Jahrhunderts hervor. In seiner Analyse der Bilder und Vorstellungen, die in zeitgenossischen Traktaten und Streitschriften, in Chroniken und Verfassungstexten von Krieg und Frieden entworfen wurden, zeigt er, wie sich im Kontext der durch Renaissance, Reformation und Gegenreformation ausgelosten kulturellen und sozialen Umbruche in der Elite der Adelsrepublik ein neuer Umgang mit dem Problem der Kriegsbegrundung und Kriegsverhutung, der Gewissensentscheidung in militarischen oder religiosen Konfliktfallen ausbildete. Dieser veranderte Umgang war zunachst durch Vorstellungen und Selbstwahrnehmungen gepragt, denen zufolge Konfliktsituationen vor allem durch Toleranz, standisch-parlamentarische Verfahren sowie Diplomatie und Dialog aufgelost, wenn nicht praventiv verhindert werden sollten. Die aus heutiger Sicht sehr ""modern"" anmutenden Vorstellungen wurden aber bald durch ""konservativere"" Bemuhungen um eine Starkung des ""nationalen"" Selbstbewussteins und die Ausbildung einer besonderen ""europaischen"" Sendung erganzt, die zur Ausgrenzung von Gegnern wie Turken und Tataren, aber auch der Moskauer Rus' fuhrten. Auf diese Weise habe Polen-Litauen - so die nicht ganzlich neue Erkenntnis Osterrieders - im 16. Jahrhundert mit seiner politischen Propaganda massgeblich zu einer gemeineuropaischen Ausgrenzung Moskaus und des Osmanischen Reiches aus Europa beigetragen.""In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. 59 (2008). Heft 3. S. 178.--------------------------------""Insgesa