Mittelalter-Rezeption im zeitgenössischen Musiktheater
Katalog und Fallstudien
By (author) Andrea Schindler
Hardback (Published)
(April 2009)
ISBN: 9783895006890
6.69 x 9.49 inches
Price: $122.00
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English description: Medieval subjects have played a significant role in the history of opera and musical theater. Since 1945 over 350 works have been set in the Middle Ages or demonstrate a reception of medieval topics or events. These are catalogued with a detailed description that includes title, composer, librettis, source material and content. Four works from the recent past are treated for their reception of the Middle Ages and the image of the Middle Ages they provide. German description: Mittelalterliche Sujets spielen von Beginn an in der Geschichte des Musiktheaters eine grosse Rolle. Auch fur den Zeitraum nach 1945 finden sich uber 350 Werke, deren Handlung im Mittelalter spielt oder mittelalterliche Stoffe oder Ereignisse rezipiert. Diese Rezeptionsprodukte werden mit detaillierten Angaben zu Titel, Komponist, Librettist, Quelle, Inhalt etc. in einem Katalog erfasst. In Einzelanalysen werden vier Werke aus der jungsten Vergangenheit in Hinblick auf die Mittelalter-Rezeption und das im Stuck entstandene Mittelalterbild untersucht.
Andrea Schindler<br/>subjects: German Language and Literature, Dramatics and Musical Education (University of Erlangen, University of Bamberg); Magister Artium; since 2005 assistant at the Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters, Otto-Friedrich-University of Bamberg<br/><br/>
- By (author) Andrea Schindler
„Die Ergebnisse: Im untersuchten Zeitraum ist ein konstantes Interesse am MA. im Musiktheater zu erkennen; die Gründe, ein MA.-Thema für ein Werk zu wählen, sind höchst unterschiedlich; vergleicht man die Werke mit denen des 19. Jh., ist festzustellen, dass heute der Künstler den Quellen näher bleibt bzw. diese bewusster in die Gestaltung mit einbezieht und damit ein anderes, reflektiertes Mittelalter-Bild (re)konstruiert. Die Auswahlkriterien für die Einzelanalysen folgen teils pragmatischen, teils systematisierenden Gesichtspunkten; die Werke wurden nach ihrer Verfügbarkeit, nach ihrer Aktualität und nach der Heterogenität ihrer Thematik und Darstellungsweise ausgewählt. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen interdisziplinären Beitrag zum großen Bereich der produktiven Mittelalter-Rezeption.“<br/><br/>Siegrid Schmidt<br/><br/>In: Germanistik. 52 (2011) Heft 3-4. S. 992.<br/><br/>----------------------<br/><br/>„Für die Rezeption des Mittelalters spielt, so die Verf., das Musiktheater eine bedeutende Rolle. Die Umsetzung der mittelalterlichen Stoffe in einer Oper erscheint der Verf. mehr dem Mittelalter zu entsprechen, als die gemeinhin übliche stille Lektüre des Textes. Auf dieser Basis erhält die Fallstudie zur Umsetzung des „Parzival“ in einem Opernprojekt der Hochschule <br/>für Musik und Theater Rostock (1997) unmittelbare Relevanz für ein modernes Mittelalterverständnis. Analysiert wird das Libretto und die im Programmheft beigegebenen Materialien in engem Konnex zu Wolframs von Eschenbach „Parzival“ und Chrétiens de Troyes „Conte du graal“. Schindler nimmt damit die Grundidee des Dramatikers und Übersetzers Simon Werle auf, der seinen modernen „Parzival“ ausdrücklich an diese beiden mittelalterliche Werke rückbindet, gleichzeitig aber parabelhaft im Stil des absurden Theaters hochmodern erzählt.“<br/><br/>J.W.<br/><br/>In: Bibliographical Bulletin of the International Arthurian Society. LXII (2010). S. 52.<br/><br/>----------------------<br/><br/>„Die Verfasserin dieser Bamberger Dissertation schließt im Alleingang eine Forschungslücke: Denn der Bereich des modernen Musiktheaters war in Arbeiten zur Mittelalter-Rezeption noch nicht im Überblick und zusammenfassend untersucht und dargestellt worden, sondern nur hinsichtlich Einzelaspekten und vor allem in Fallstudien. Die klar aufgebaute und gut lesbare Arbeit zerfällt in zwei große Teile: einen Katalog der einschlägigen Werke seit 1945 sowie vier Fallstudien. (...)<br/>Alle, die sich künftig mit Mittelalter-Rezeption beschäftigen, werden Schindlers Buch, vor allem den Katalogteil, als unverzichtbare Grundlage benützen müssen.“<br/><br/>Ulrich Müller<br/><br/>In: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur. 139 (2010) Heft 4. S. 537-542.<br/><br/>----------------------<br/><br/>„Überaus erfreulich ist von Beginn an, dass sich Schindler nicht in der Debatte über die begriffliche Unschärfe des Terms Mittelalterrezeption verfährt, sondern diese als Stärke der Arbeit nutzt. Sie nimmt eine Zuordnung mittels einfach überprüfbarer Kriterien vor, die sowohl primäre wie sekundäre Rezeption eines mittelalterlichen Stoffs einschließen, indem sie schlicht auf inhaltlicher Ebene nach historischen Personen oder Ereignissen aus dem Mittelalter sucht. Daher werden auch jene Werke mit einbezogen, deren Handlung oder Figuren nur ihrer eigenen zeitlichen Angabe nach im Mittelalter situiert sind. (...)<br/>Der Katalog (...) erfüllt mit seiner offenen und luziden Präsentation der Quellen alle Erwartungen. Den gründlich erarbeiten, gut 140-seitigen Katalog kennzeichnet ein sehr hohes Maß an Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit, was es leicht macht, diesen als Ausgangspunkt für weitere vertiefende Studien zu nutzen. Damit hat Schindler eine Ausgangsbasis geschaffen, die für viele Generationen bei der Annäherung an das Mittelalter-Musiktheater unentbehrlich sein wird.“<br/><br/>Silke Hoklas<br/>In: Theaterforschung.<br/><a target="_blank" href="https://reichert-verlag.de/users/VP/978-3-89500-689-0%20Theaterforschung.pdf">https://reichert-verlag.de/users/VP/978-3-89500-689-0%20Theaterforschung.pdf</a><br/>(14. September 2010)
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