Das Schuldverschreibungsgesetz und die kollektive Bindung von Anleihebedingungen.
By (author) Cristina Freudenberger
Paperback (Published)
(May 2017)
ISBN: 9783428150649
6.18 x 9.17 inches
Price: $145.00
Out of stock
Mit dem neuen Schuldverschreibungsgesetz von 2009 hat der deutsche Gesetzgeber dieses Rechtsgebiet umfassend reformiert und das alte Schuldverschreibungsgesetz von 1899 vollständig ersetzt. Zentrale Fragen hinsichtlich der Änderung von Anleihebedingungen wurden neu geregelt. Neu eingeführt wurde in diesem Zusammenhang insbesondere der sog. Grundsatz der kollektiven Bindung, dem sich diese Arbeit widmet. Es handelt sich um ein Kernelement in diesem Zusammenhang, wonach die Änderung von Anleihebedingungen nur für alle Gläubiger von Schuldverschreibungen einheitlich erfolgen kann, um die Handelbarkeit der Wertpapiere am Kapitalmarkt sicherzustellen.
Mit dem neuen Schuldverschreibungsgesetz von 2009 hat der deutsche Gesetzgeber dieses Rechtsgebiet umfassend reformiert und das alte Schuldverschreibungsgesetz von 1899 vollständig ersetzt. Zentrale Fragen hinsichtlich der Änderung von Anleihebedingungen wurden neu geregelt. Neu eingeführt wurde in diesem Zusammenhang insbesondere der sog. Grundsatz der kollektiven Bindung, dem sich diese Arbeit widmet. Es handelt sich um ein Kernelement in diesem Zusammenhang, wonach die Änderung von Anleihebedingungen nur für alle Gläubiger von Schuldverschreibungen einheitlich erfolgen kann, um die Handelbarkeit der Wertpapiere am Kapitalmarkt sicherzustellen.
Cristina Freudenberger erläutert zunächst eingehend, was es mit dem Begriff der kollektiven Bindung im neuen Schuldverschreibungsgesetz auf sich hat. Sodann erörtert sie die Frage der Rechtsnatur des Kollektivs der Anleihegläubiger, ehe sie sich auf dieser Basis den Voraussetzungen der kollektiven Bindung im neuen Schuldverschreibungsgesetz zuwendet. Abschließend werden Umfang und Reichweite der kollektiven Bindung unter Berücksichtigung ausgewählter Einzelfagen näher dargelegt. Die Arbeit schließt mit einer abschließenden Würdigung des neuen Rechts und einem Ausblick.
A. Einführung
B. Entstehungsgeschichte
Das Gesetz betreffend die gemeinsamen Rechte der Besitzer von Schuldverschreibungen vom 4. Dezember 1899 und seine Grenzen – Das Gesetz über Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen vom 5. August 2009
C. Der Grundsatz der kollektiven Bindung
Regelungsgehalt und Regelungszweck – Die Entwicklung der kollektiven Bindung
D. Rechtsnatur des Kollektivs der Anleihegläubiger
Relevanz einer dogmatischen Analyse der Gemeinschaft der Anleihegläubiger – Darstellung des Meinungsstandes und kritische Würdigung – Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
E. Die Voraussetzungen der kollektiven Bindung im System des SchVG
Räumlicher, sachlicher und zeitlicher Anwendungsbereich des SchVG – Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse – Die Änderung von Anleihebedingungen als Grundlage der kollektiven Bindung
F. Umfang und Reichweite der kollektiven Bindung
Reichweite der kollektiven Bindung bei rechtsgeschäftlichen Änderungen von Anleihebedingungen – Die Erstreckung der kollektiven Bindung auf Sicherungsabreden – Kollektive Bindung und gerichtlich herbeigeführte Änderungen – Grenzen der kollektiven Bindung
G. Zusammenfassung und abschließende Würdigung
Literatur- und Materialienverzeichnis
Sachwortregister
- By (author) Cristina Freudenberger
»Es bleibt jedoch das äußerst positive Fazit, dass der Autorin ein anschaulicher und umfassender Beitrag zur rechtlichen Einordnung der kollektiven Bindung von Anleihebedingungen gelungen ist.« Nikolaos Antoniadis, in: Neue Zeitschrift für Insolvenz- und Sanierungsrecht, Heft 4/2018
—
Other Titles in this Series
Interdependenz von Primär- und Kollisionsrecht im europäischen Gesellschaftsrecht.
Rechtsrahmen für im Inland ansässige EU-Auslandsgesellschaften.
Volume 89
Das Gesellschaftsregister und die eingetragene Gesellschaft bürgerlichen Rechts nach dem MoPeG
Volume 245
Ausschüttungsbeschränkungen in der Kreditwirtschaft
Systematische Untersuchung der vertraglichen und gesetzlichen Ausschüttungsrestriktionen im Kreditsektor
Volume 278
Die Dogmatik der Gesellschafterliste.
Ein Beitrag zur Rechtsstellung und Haftung des GmbH-Listengesellschafters nach § 16 I 1 GmbHG.
Volume 218
Regulierung des Schattenbankwesens.
Bewältigung systemischer Risiken von alternativen Kreditgebern nach dem KAGB und den SFT-, STS- und MMF-Verordnungen.
Volume 187
Die Kompetenzordnung der Aktiengesellschaft und schuldrechtliche Vereinbarungen mit Dritten.
Volume 147
Geschäftspolitische Bindungen der Aktiengesellschaft.
Ein Beitrag zur Gestaltbarkeit von Satzungen, außerstatutarischen Nebenabreden, Investment Agreements und Organisationsverträgen.
Volume 114
Die Reichweite konzernbezogener Compliance-Pflichten des Mutter-Vorstands des AG-Konzerns.
Volume 63
Die rechtsfähige BGB-Gesellschaft als Organ der Personenhandelsgesellschaften.
Zugleich ein Beitrag über die mittelbare Organschaft im Personengesellschaftsrecht.
Volume 37
Das Gesetz zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften
Zwischen Verstetigung und Reform
Volume 304
Das übernahmerechtliche Tauschangebot bei kumulativer Anwendung des deutschen und US-amerikanischen Rechts
Eine Untersuchung von Problemkonstellationen mit Lösungsvorschlägen
Volume 256
Auflösung und Ausscheiden einzelner Gesellschafter bei Rechtsanwaltssozietäten.
Eine gesellschafts- und berufsrechtliche Untersuchung.
Volume 166
Verzichts- und Vergleichsvereinbarungen zwischen einer AG und ihrem Vorstandsmitglied.
Eine Untersuchung zu § 93 Abs. 4 S. 3 AktG.
Volume 158
Lösegeldzahlungen bei Cybererpressungen mit Ransomware aus gesellschaftsrechtlicher Sicht
Haftung der Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft nach § 93 Abs. 2 S. 1 AktG
Volume 309
Kapitalgeberschutz und hybride Finanzierungsinstrumente.
Risikoabhängiges Schutzinstrumentarium durch kapitalmarkt-, gesellschafts- und schuldrechtliche Regelungsmechanismen.
Volume 16
Pflichtangebot nach Umwandlungen.
Zum Verhältnis von Kapitalmarktrecht und Gesellschaftsrecht.
Volume 9
Die Rechtsposition des Anlegers im indirekten Verwahrungssystem
Von der verbrieften Forderung zum unverbrieften elektronischen Wertpapier
Volume 268
Künstliche Intelligenz und Corporate Governance.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Vorstand der börsennotierten Aktiengesellschaft.
Volume 208
Haftung von Wirtschaftsprüfern.
Möglichkeiten der Haftungsbegrenzung und Mitverschuldenseinwand.
Volume 177
Similar Books
Linguistic and Cultural Dynamics in a Frontier Society
New Perspectives on Northeastern Bavaria and Western Bohemia in the Early Middle Ages
Volume 9
The Documentation of Historical Facts in Trial Judgments of the International Criminal Court
A Constitutional Theory of International Criminal Proceedings
Volume 66
Althochdeutsche Stabreimdichtungen
Hildebrandslied, Muspilli und kleinere Denkmaler. Von Grund auf neu ediert, mit Erschliessungshilfen versehen, ubersetzt und eingeleitet von Frank Schafer
Auf Gedeih und Verderb
Die Pestiziddebatte seit dem Kaiserreich zwischen Hunger, Profit und Massenmord
Credit Default Swap-Aktivismus
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Die Konjunkturkomponente des Grundgesetzes
Die konjunkturbedingte Kreditaufnahme im System der Kreditermächtigungen, europarechtlichen und gesamtwirtschaftlichen Verpflichtungen der Finanzverfassung
Die Pfingstbewegung in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus
Kontinuitäten und Diskontinuitäten von der Weimarer Republik bis zur frühen Bundesrepublik
Kollektivismus und Individualismus im Aktienrecht
Zum Einfluss aktienrechtlicher Paradigmen auf die Rechtsentwicklung in Deutschland und den USA
Mehrdimensionale Diskriminierungen
Rechtliche Erfassung von Intersektionalität und Benachteiligungsstrukturen am Beispiel von Art. 3 Abs. 3 GG
Protestantische Identitäten und evangelische Texte um 1900
Schriften und Biografica der Pfarrer Julius Antonius, Julius Ergenzinger, Alfred Formey, Cornelius Wilkens und Paul von Zimmermann. Unter Mitarbeit von Teresa Emich
Rechtssubjektivität für Künstliche Intelligenz
Eine Untersuchung von Zuerkennungsgründen für die "ePerson"
Strukturierter Parteivortrag im digital geführten Zivilprozess
Richterliche Verfahrensleitung und Sanktionierung parteiseitigen Fehlverhaltens
Zeugnisverweigerungsrechte in modernen Familienformen
Zur Notwendigkeit einer Erweiterung der Zeugnisverweigerungsrechte für Angehörige gemäß § 52 Abs. 1 StPO im Licht des Art. 6 Abs. 1 GG
