Das höhere Schulwesen der Stadt Königsberg in Preußen 1800 bis 1915.

By (author) Margund Hinz

Book cover: Das höhere Schulwesen der Stadt Königsberg in Preußen 1800 bis 1915.

Extent: 236 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Nineteenth-Century Studies, Social Sciences 

Series: Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preussischen Geschichte

Series volume number: 54

Language: German

Hardback (Published)

(December 2020)

ISBN: 9783428181667

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Eine seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bestehende Forschungslücke schließend, wird in dieser Arbeit erstmals das höhere Schulwesen der Stadt Königsberg in Preußen unter Berücksichtigung der gesamtstaatlichen Entwicklung untersucht. Durch das Wirken Wilhelm von Humboldts in Königsberg und seinen dort entwickelten Königsberger Schulplan erhielt das höhere Schulwesen dieser Stadt, insbesondere das Königliche Friedrichs-Kollegium, Modellcharakter für ganz Preußen.


In der vorliegenden Arbeit ist erstmals das hohere Schulwesen der Haupt- und Residenzstadt Konigsberg in Preuaen in der Zeit von 1800 bis 1915 dargestellt–vor dem Hintergrund markanter uberregionaler den Gesamtstaat Preuaen betreffender Ereignisse. Die Autorin erforscht die regionalen Besonderheiten der Gymnasien sowie die Entwicklung der Realanstalten und der hoheren Madchenbildung. Unter den acht einbezogenen Schulen nimmt das Konigliche Friedrichs-Kollegium wegen seines Modellcharakters fur ganz Preuaen eine hervorgehobene Stellung ein. Auf die fur die Schulreform ab 1809 grundlegende Tatigkeit Wilhelm von Humboldts in Konigsberg und seinen dort entwickelten Konigsberger Schulplan geht die Autorin umfassend ein. Gemaa der von Humboldt angestrebten Gleichrangigkeit der Facher Latein und Griechisch, Mathematik und Geschichte werden diese und die entsprechenden Lehrfacher sowie die Forschung an der Konigsberger Universitat detailliert betrachtet. Der Rezeption von Humboldts Schulkonzept in den baltischen Ostseeprovinzen ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

Einleitung
Thema, Fragestellung und Forschungsstand – Quellenlage – Methodische Überlegungen und Aufbau der Arbeit
A. Das Königsberger Schulwesen zu Beginn des 19. Jahrhunderts
Die Gymnasial- und Universitätsreform ab 1809
B. Die Königsberger Gymnasien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Das Friedrichs-Kollegium unter Friedrich August Gotthold – Das Altstädtische Gymnasium und seine ersten Direktoren – Die erste städtische höhere Töchterschule – Zur Gründung des Kneiphöfischen Stadtgymnasiums 1831
C. Entwicklungen im Königsberger Gymnasialschulwesen bis 1915
Das Königliche Wilhelms-Gymnasium – Die Burgschule als Realgymnasium und Oberrealschule – Das Städtische (Löbenichtsche) Realgymnasium – Das Königliche Hufengymnasium – Die Königin Luise-Schule
D. Zur Entwicklung der höheren Schulen in den baltischen Ostseeprovinzen im 19. Jahrhundert
Das Gouvernements-Gymnasium in Riga – Die Domschule in Riga – Zur Wiedereröffnung des Livländischen Landesgymnasiums in Birkenruh
Schlussbetrachtung
Quellen- und Literaturverzeichnis
Ungedruckte Quellen – Gedruckte Quellen – Internetquellen – Literatur
Personen-, Orts- und Sachregister

  • By (author) Margund Hinz

»Der Arbeit von Margund Hinz kommt jetzt das Verdienst zu, die Entwicklung des höheren Schulwesens am Ausgangsort Königsberg und ›die Rezeption des auf Wilhelm von Humboldt zurückgehenden humanistischen Gymnasialkonzepts‹ (S. 14) sowohl für Königsberg als auch für die baltischen Ostseeprovinzen näher untersucht zu haben. [...] Das Werk bietet somit eine ausgezeichnete Grundlage für weitergehende Arbeiten über die Entwicklungen des höheren Schulwesens in Königsberg sowie den gegenseitigen Einfluss zwischen der höheren Bildung in Königsberg und dem Königreich Preußen insgesamt.« Prof. Dr. Jonas Flöter, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung, Bd. 74, 1/2025

»Die von Frank-Lothar Kroll betreute Chemnitzer Dissertation, die durch gleich drei Register vorbildlich erschlossen ist, widmet sich unter historischen und pädagogikgeschichtlichen Fragestellungen dem besonders vielgestaltigen und deswegen besonders reizvollen Thema der Schulgeschichte der ostpreußischen Metropole im langen 19. Jahrhundert.« Prof. Dr. Heinz Duchhardt, in: Forschungen zur Brandenburgischen- und Preußischen Geschichte, Bd. 32, 1/2023

»Es wird zweifellos die Geltung eines für die Geschichte des höheren Schulwesens Königsbergs und für hierauf bezogene weitere Forschungen unentbehrlichen Standardwerkes beanspruchen können.« Dr. Lothar Mundt, in: Preußenland, 12 (2021)

»Denn die letzte Gesamtdarstellung zum Thema erschien 1899 [...]. Umso verdienstlicher ist, was Hinz jetzt dazu vorlegt [...] Ein üppiges Quellen- und Literaturverzeichnis (S. 199–222) zeugt von der gründlichen, das Gros der ungedruckten wie gedruckten Quellen erfassenden Arbeitsweise der Autorin.« Dr. Christian Tilitzki, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands, Bd. 67/2021

»Wir begegnen einem bedeutenden Teil des gebildeten und gelehrten Königsbergs, den Gymnasiallehrern und Universitätsprofessoren […] Längst nicht alle sind auch in der Altpreußischen Biographie nachgewiesen.« Dr. Manfred Komorowski, in: Informationsmittel (IFB): digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft, 29 (2021)

»In unseren Tagen sollte das Werk insbesondere Kulturhistoriker, Bildungsforscher und Pädagogen ansprechen, die einer Vermassung und Nivellierung des Unterrichts auf Sekundärniveau (für zwischen dem 10. und dem 18. Lebensjahr stehende Kinder und Jugendliche) entgegenwirken wollen.« Dr. Franz Rader, in: Wiener Sprachblätter, 71. Jg., 1/2021