Corpus der romischen Rechtsquellen zur antiken Sklaverei (CRRS)

Teil 6: Stellung des Sklaven im Sakralrecht

edited by Tiziana J. Chiusi, Johanna Filip-Froschl, J. Michael Rainer, assisted by Leonhard Schumacher

Book cover: Corpus der romischen Rechtsquellen zur antiken Sklaverei (CRRS)

Extent: 126 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Law

Series: Forschungen zur antiken Sklaverei - Beihefte

Series volume number: 3.6

Language: German

(Hardback) (Published)

(January 2007)

ISBN: 9783515089777

8.03 x 11.42 inches

Price: $48.00

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Im antiken Rom stand der Sklave als Eigentum prinzipiell ausserhalb der burgerlichen Gesellschaft und ihrer Rechtsordnung, blieb Objekt rechtlicher Normierungen im Interesse der Sklavenhalter. Im Grunde gilt dies auch fur das Sakralrecht, das die Beziehungen zu den Gottern regelte. Allerdings war auch der Sklave zu Handlungen fahig, die das Verhaltnis zu den Gottern betrafen und deren Wirken positiv oder negativ beeinflussen konnten. Insofern war er in den sakralrechtlichen Kontext eingebunden. Direkte Hinweise romischer Juristen betreffen Gelubde, Wahrsagerei, Funktionen in Kultvereinen, die Eidesleistung, Schutzgarantien sakraler Orte (Tempel / Kirchen) und das Grabrecht. Diese Bereiche fielen in die Kompetenz der Gotter, die sich auch den Sklaven offenbaren oder Eingriffe Dritter bestrafen konnten. Unabhangig davon blieb aber die Dominanz der Herrenrechte weitgehend gewahrt. In der Spatantike wurde dann jedoch zunachst der Erwerb, dann auch der Besitz christlicher Sklaven durch Juden und Haretiker verboten. Als Erganzung zu dem Katalog rechtlicher Normierungen bietet der Band eine Selektion an literarischen und epigraphischen Zeugnissen, letztere in Auswahl auch im Anhang ubersetzt

  • Edited by Tiziana J Chiusi
  • Edited by Johanna Filip-Froschl
  • Edited by J Michael Rainer
  • Assisted by Leonhard Schumacher