Auf verlorenem Posten?

Die Praxis der Betriebsräte in den Aufsichtsräten in der Weimarer Republik

By (author) Werner Milert Series edited by Series edited by

Book cover: Auf verlorenem Posten?

Extent: 323 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: German Studies

Series: Sozialgeschichte in Bewegung

Language: German

Hardback (Published)

(October 2024)

ISBN: 9783412531775

6.3 x 9.25 inches

Price: $69.00

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Das “Gesetz uber die Entsendung von Betriebsratsmitgliedern in den Aufsichtsrat” vom 15.2.1922 ist die Geburtsstunde der Unternehmensmitbestimmung in Deutschland. Erstmals wurde die institutionelle Berufung von maximal zwei Arbeitnehmervertretern in die unternehmerischen Kontrollorgane rechtlich fixiert.


Das “Gesetz uber die Entsendung von Betriebsratsmitgliedern in den Aufsichtsrat” vom 15.2.1922 ist die Geburtsstunde der Unternehmensmitbestimmung in Deutschland. Erstmals wurde die institutionelle Berufung von maximal zwei Arbeitnehmervertretern in die unternehmerischen Kontrollorgane rechtlich fixiert. In der Praxis stiess diese erste gesetzliche Fixierung der Unternehmensmitbestimmung in der Weimarer Republik jedoch in vielen Unternehmen auf erbitterten Widerstand. Insbesondere die Schwerindustrie verharrte in einer Kooperationsunwilligkeit gegenuber den Interessenvertretungen; die Betriebsrate wurden in den Aufsichtsraten von wichtigen Informationen und Entscheidungen ausgeschlossen und zu Aufsichtsratsmitgliedern zweiter Klasse degradiert. Dagegen arrangierten sich die Arbeitgeber der “neuen” Industrien, insbesondere der chemischen und elektrotechnischen, mit den neuen gesetzlichen Bestimmungen, die der Weimarer Staat gesetzt hatte.

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