Archaische Architektur der Athener Akropolis

Dachziegel – Metopen – Geisa – Akroterbasen

By (author) Konstantin Kissas

Book cover: Archaische Architektur der Athener Akropolis

Extent: 150 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Mediterranean Archaeology

Series: Archäologische Forschungen

Language: German

Hardback (Published)

(September 2008)

ISBN: 9783895006234

8.27 x 11.69 inches

Price: $61.00

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The innumerable architectural members, once strewn about the Athenian Acropolis, are an important source for the reconstruction of the buildings on the Acropolis. Only the difficult sorting, registering, measuring and drawing, and the assignment of the fragments to their former context make this material truly valuable for scientific research. This work was done by Konstantinos Kissas, former member of the team working on the Acropolis and today Ephor of Antiquities in Corinth. His study presented here inlcudes more than 120 fragments documented in drawings, photographs and reconstructions (and more material is available on a CD that accompanies the volume). He offers important detailed observations that lead to new proposals for the reconstruction of the buildings of the Athenian Acropolis in the Archaic period, i. e. the century before the destruction of Athens by the Persians in 480 B.C. The material consists largely of unpublished architectural members, such as roof tiles of Naxian marble and sima- and metope-fragments from the so-called H-Building, which are studied in connection with architectural members of the ›Old Athena Temple‹.


Auf der Akropolis von Athen befinden sich grosse Mengen sogenannten verstreuten Materiales, das in 25 Steinlagern aufbewahrt war. Die Erforschung dieser antiken Fragmente begann im Jahre 1977 und wurde seit 1994 durch den Autor, Konstantin Kissas, damals Mitarbeiter auf der Akropolis, derzeitig Ephoros der Altertumer in Korinth, systematisch fortgesetzt. Von diesem Material ist ein betrachtlicher Anteil als Architekturglieder zu identifizieren, sie bestehen sowohl aus Marmor unterschiedlicher Provenienz als auch aus anderem Stein; diese Bauteile stellen wichtige Zeugnisse fur die antike Bebauung des Burgfelsens dar, insbesondere der weitgehend verlorenen archaischen Gebaude der Athener Akropolis.Erst das sorgfaltige Studium – Sichtung, Inventarisierung, Vermessung, Zeichnung und photographische Dokumentation – und die Zuordnung dieser Fragmente zu einzelnen Architekturen der archaischen Burg erschliesst diesen wertvollen Denkmalerbestand der Wissenschaft; daher werden hier alle diese Bruchstucke in funf analytischen Katalogen publiziert, dabei mit mehr als 120 Zeichnungen und Photographien dokumentiert (zusatzliche Photographien und Zeichnungen weiterer Fragmente findet man zudem noch auf einer beigefugten CD).Kissas legt in diesem Band mit Kommentaren und Rekonstruktionen die Ergebnisse seiner Untersuchungen vor. Bei dem publizierten Material handelt es sich zum grossen Teil um erstmals der Forschung vorgelegte Bauteile wie zum Beispiel Dachziegel aus naxischem Marmor und um Simen und Metopen der H-Architektur, die im Zusammenhang mit den Baugliedern des Alten Athena-Tempels diskutiert werden.Die Untersuchungen erbringen wichtige neue Erkenntnisse und Vorschlage zur Rekonstruktion der Akropolis-Bebauung in der archaischen Zeit. Kissas geht dabei auch jener Frage nach, die die internationale wissenschaftliche Offentlichkeit wiederholt beschaftigt hat: An welcher Stelle der Akropolis hat sich der Tempel mit der H-Architektur befunden? Diesbezuglich greift er die schon fruher geausserte These auf, der Tempel mit der H-Architektur habe auf dem Dorpfeld-Fundament gestanden, und legt dar, dass dieser Kultbau mit geeigneten Umarbeitungen erneuert oder aber auch durch den Alten Athena-Tempel ersetzt worden sein konnte.

  • By (author) Konstantin Kissas

"Review - German ""seit den Abriss- und Grabungsarbeiten der Mitte des 19. Jh. liegen auf der Athener Akropolis zahllose Bauteile und Architekturfragmente herum, die muhsam zu dokumentieren und auszuwerten sind. Kissas hat 13 Jahre lang die Fragmente der archaischen Architektur untersucht und stellt in diesem Band seine Ergebnisse vor. Hauptsachlich entstammen die Teile der H-Architektur des ersten oder des beginnenden zweiten Viertels des 6. Jh., also dem Tempel, zu dem der eindrucksvolle Giebel mit dem Dreileibigen gehort, und dem peisistratidischen oder kleisthenischen Alten Athena-Tempel. Einige Detailfragen der Architektur konnten geklart werden, aber vor allem vertritt Kissas die These, dass auch der Tempel der H-Architektur auf dem Dorpfeld-Fundament zwischen Partheon und Erechtheion stand, dieses also auch in das erste Viertel des 6. Jh. gehort. Wirtschaftsgeschichtlich hochst interessant sind Kissas' Uberlegungen zum lakonischen Marmordach wohl des beginnenden 6. Jh., von dem man nicht weiss, zu welchem Bau es gehorte. Im Gegensatz zu den spateren Gebauden, die aus attischem Marmor bestehen, wurde das Dach aus naxischem Marmor verfertigt. Anhand der Bearbeitungsspuren und der Ritzbuchstaben lasst sich nachweisen, dass die Ziegel als Rohlinge in Naxos selbst hergestellt und in Athen endverarbeitet wurden, was wichtige Details des hocharchaischen Marmorhandels und der Arbeitsablaufe beim Tempelbau deutlichmacht.""FDIn: Orbis Terrarum. Band 10 (2008-2011). S. 233-234.-----------------------------------""
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„seit den Abriß- und Grabungsarbeiten der Mitte des 19. Jh. liegen auf der Athener Akropolis zahllose Bauteile und Architekturfragmente herum, die mühsam zu dokumentieren und auszuwerten sind. Kissas hat 13 Jahre lang die Fragmente der archaischen Architektur untersucht und stellt in diesem Band seine Ergebnisse vor. Hauptsächlich entstammen die Teile der H-Architektur des ersten oder des beginnenden zweiten Viertels des 6. Jh., also dem Tempel, zu dem der eindrucksvolle Giebel mit dem Dreileibigen gehört, und dem peisistratidischen oder kleisthenischen Alten Athena-Tempel. Einige Detailfragen der Architektur konnten geklärt werden, aber vor allem vertritt Kissas die These, daß auch der Tempel der H-Architektur auf dem Dörpfeld-Fundament zwischen Partheon und Erechtheion stand, dieses also auch in das erste Viertel des 6. Jh. gehört. Wirtschaftsgeschichtlich höchst interessant sind Kissas’ Überlegungen zum lakonischen Marmordach wohl des beginnenden 6. Jh., von dem man nicht weiß, zu welchem Bau es gehörte. Im Gegensatz zu den späteren Gebäuden, die aus attischem Marmor bestehen, wurde das Dach aus naxischem Marmor verfertigt. Anhand der Bearbeitungsspuren und der Ritzbuchstaben läßt sich nachweisen, daß die Ziegel als Rohlinge in Naxos selbst hergestellt und in Athen endverarbeitet wurden, was wichtige Details des hocharchaischen Marmorhandels und der Arbeitsabläufe beim Tempelbau deutlichmacht.“<br/><br/>FD<br/><br/>In: Orbis Terrarum. Band 10 (2008-2011). S. 233-234.<br/><br/>-----------------------------------<br/><br/>„On l’aura compris : ce matériel archaique désormais publié avec une rigueur remarquable permet de relancer de vieux débats à nouveaux frais.“<br/><br/>Francis Prost<br/><br/>In: L’Antiqué Classique. 80 (2011). S. 565-566.<br/><br/>-----------------------------------<br/><br/>„Die Arbeit von K. ist gut und übersichtlich gegliedert; die zahlreichen Fragmente wurden äußerst gewissenhaft und detailgenau dokumentiert, mit vielen guten Zeichnungen und Fotos.“<br/><br/>Aenne Ohnesorg<br/><br/>In: Göttinger Forum für Altertumswissenschaft 13 (2010). S. 1151-1164.<br/><a target="_blank" href="http://gfa.gbv.de/dr,gfa,013,2010,r,14.pdf">http://gfa.gbv.de/dr,gfa,013,2010,r,14.pdf</a> (13. Oktober 2010)
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