Anspruch auf diskriminierungsfreie Verfahrensgestaltung

by Alexander Gleixner

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Extent: 193 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: German Studies, Law

Series: Diversität und Gleichheit im Recht

Language: German

Hardback (Published)

(April 2026)

ISBN: 9783162000392

6.06 x 9.09 inches

Price: $118.00

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How can the promise of equality in Article 3 of the German Basic Law be fulfilled in administrative procedures? Alexander Gleixner shows that equality in administration is only guaranteed if procedures themselves are free of structural discrimination.


English summary: The equality guarantee of Article 3 of the German Basic Law represents a core promise of the democratic state governed by the rule of law. The author shows that this promise can only be fulfilled if administrative procedures themselves are free from structural discrimination. Discriminatory outcomes, he argues, reflect discriminatory procedures rather than individual misjudgments. Drawing on the concept of fundamental rights protection through administrative procedure, the study develops a constitutional framework for equality in administration that encompasses both formal and substantive dimensions. The author formulates a subjective right to non-discriminatory procedural design, enabling affected persons to challenge discrimination at an early stage and to seek judicial review. Comparative analysis with U.S. due process and the EU “right to good administration” reveals that such procedural equality rights are conceptually recognized in other legal systems. German procurement law serves as a model for implementing these principles domestically. Finally, the author examines the procedural enforcement of this right under German administrative law and identifies existing protection gaps. He argues for legislative reinforcement through instruments such as collective actions, thereby offering a comprehensive framework for realising equality within administrative practice. German description: Art. 3 GG garantiert die Gleichheit aller Menschen als zentrales Versprechen des demokratischen Rechtsstaats. Alexander Gleixner zeigt, dass dieses Versprechen nur eingelost werden kann, wenn auch das Verfahrensrecht diskriminierungsfrei gestaltet ist. Diskriminierung wird nicht als zufalliges Fehlverhalten, sondern als strukturelles Problem verstanden, das schon in den Verfahren angelegt ist. Ausgehend von der Figur des Grundrechtsschutzes durch Verwaltungsverfahren entwickelt der Autor ein theoretisch und dogmatisch fundiertes Konzept, das die Gleichheitsgarantie in die prozedurale Dimension des Verwaltungsrechts einbettet. Diskriminierungsfreier Rechtsschutz beginnt demnach nicht erst bei der gerichtlichen Kontrolle. Im Mittelpunkt steht die Herleitung eines subjektiven, verfassungsrechtlichen Anspruchs auf diskriminierungsfreie Verfahrensgestaltung. Dieser Anspruch verpflichtet Verwaltung und Gesetzgeber, Verfahren so auszugestalten, dass strukturelle Diskriminierung verhindert wird, und erlaubt es Betroffenen, fruhzeitig gegen Benachteiligungen vorzugehen. Ein Rechtsvergleich mit dem US-amerikanischen Due Process und dem europaischen “Recht auf gute Verwaltung” zeigt, dass prozeduraler Gleichheitsschutz rechtsvergleichend anerkannt ist. Einfachgesetzlich liefert das Vergaberecht ein Beispiel fur entsprechende Mechanismen. Der Autor diskutiert schliesslich die prozessualen Voraussetzungen einer effektiven Durchsetzung, insbesondere uber ein Verbandsklagerecht, und zeigt auf, wie das verfassungsrechtliche Gleichheitsversprechen praktisch wirksam werden kann.

Einfuhrung A. Motivation - B. Forschungsthese - C. Gang der Untersuchung - D. Methodik Kapitel 1: Illusion von Gleichheit A. Versprechen von Gleichheit - B. Diskriminierungseffekte in der Verwaltung Kapitel 2: Diskriminierungsschutz durch Verfahren A. Verfahrensgestaltung als Diskriminierungspotential - B. Grundrechtsrelevanz von Organisation und Verfahren - C. Gebot zur diskriminierungsfreien Verfahrensgestaltung Kapitel 3: Anspruch auf diskriminierungsfreie Verfahrensgestaltung A. Subjektivierung des Gebots - B. Funktionale Konzeption des Anspruchs - C. Rechtsfolgen des Anspruchs Kapitel 4: Nichtdiskriminierungsrechtliche Verfahrensimplikationen A. Abstrakte Anspruchsausgestaltung - B. Konkrete Anspruchsausgestaltung Kapitel 5: Gerichtliche Durchsetzbarkeit A. Verwaltungsgerichtlicher Rechtsschutz - B. Beweislastverteilung Ausblick A. Explikation von Diskriminierungsstrukturen - B. Effektuierung des Rechtsschutzes - C. Diskriminierungsfreie Verfahrensgestaltung ~GER~Einfuhrung A. Motivation - B. Forschungsthese - C. Gang der Untersuchung - D. Methodik Kapitel 1: Illusion von Gleichheit A. Versprechen von Gleichheit - B. Diskriminierungseffekte in der Verwaltung Kapitel 2: Diskriminierungsschutz durch Verfahren A. Verfahrensgestaltung als Diskriminierungspotential - B. Grundrechtsrelevanz von Organisation und Verfahren - C. Gebot zur diskriminierungsfreien Verfahrensgestaltung Kapitel 3: Anspruch auf diskriminierungsfreie Verfahrensgestaltung A. Subjektivierung des Gebots - B. Funktionale Konzeption des Anspruchs - C. Rechtsfolgen des Anspruchs Kapitel 4: Nichtdiskriminierungsrechtliche Verfahrensimplikationen A. Abstrakte Anspruchsausgestaltung - B. Konkrete Anspruchsausgestaltung Kapitel 5: Gerichtliche Durchsetzbarkeit A. Verwaltungsgerichtlicher Rechtsschutz - B. Beweislastverteilung Ausblick A. Explikation von Diskriminierungsstrukturen - B. Effektuierung des Rechtsschutzes - C. Diskriminierungsfreie Verfahrensgestaltung

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