Flaschenkinder

Säuglingsernährung und Familienbeziehungen in Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert

By (author) Verena Limper

Book cover: Flaschenkinder

Extent: 532 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: German Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Hardback (Published)

(March 2021)

ISBN: 9783412519759

6.3 x 9.25 inches

Price: $99.00

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Die vorliegende Studie liefert erstmalig einen Uberblick uber die Geschichte der Flaschennahrung fur Sauglinge von ihrer Erfindung um 1865 bis zum Werbeverbot von 1981. Sie zeigt, wie Ernahrungswissen entstand, wie dieses Wissen an die breite Offentlichkeit kommuniziert wurde und schliesslich, wie Menschen dieses Wissen in der Sauglingspflege umsetzten. Die Flaschennahrung ging dabei Allianzen mit Akteuren unter anderem in der Wissenschaft, Industrie, Psychologie ein, die dazu fuhrten, dass sie sich als legitime Alternative zur Brusternahrung etablieren konnte. Dieser Konsens begann erst in den 1970er Jahren zu brockeln. Anhand der Beispiellander Deutschland und Schweden zeigt die Studie gesellschaftliche Spezifika dieses Prozesses auf und untersucht am Beispiel der Sauglingsernahrung das wechselhafte Verhaltnis von Eltern, Kindern und Expert*innen aus ding- und wissensgeschichtlicher Perspektive.


Wenn ein Kind auf die Welt kommt, wird kaum eine Frage so hitzig diskutiert, wie die nach seiner Ernahrung. So etablierte sich in Westeuropa im Verlauf des 20. Jahrhunderts das Stillen zwar als Norm, jedoch orientierten sich die Ernahrungspraktiken nicht immer daran – im fruhen 20. Jahrhundert, aber auch in 1950er bis 1960er Jahren hatte Flaschennahrung Konjunktur. Die vorliegende Studie liefert erstmalig einen Uberblick uber die Geschichte der Flaschennahrung fur Sauglinge von ihrer Erfindung um 1865 bis zum Werbeverbot von 1981. Sie zeigt, wie Ernahrungswissen entstand, wie dieses Wissen an die breite Offentlichkeit kommuniziert wurde und schliesslich, wie Menschen dieses Wissen in der Sauglingspflege umsetzten. Die Flaschennahrung ging dabei Allianzen mit Akteuren unter anderem in der Wissenschaft, Industrie, Psychologie ein, die dazu fuhrten, dass sie sich als legitime Alternative zur Brusternahrung etablieren konnte. Dieser Konsens begann erst in den 1970er Jahren zu brockeln. Anhand der Beispiellander Deutschland und Schweden zeigt die Studie gesellschaftliche Spezifika dieses Prozesses auf und untersucht am Beispiel der Sauglingsernahrung das wechselhafte Verhaltnis von Eltern, Kindern und Expert*innen aus ding- und wissensgeschichtlicher Perspektive.

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