Das Konzerninteresse als Leitungsmöglichkeit in der paneuropäischen Unternehmensgruppe.

By (author) Julius Peitsch

Book cover: Das Konzerninteresse als Leitungsmöglichkeit in der paneuropäischen Unternehmensgruppe.

Extent: 363 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht

Series volume number: 205

Language: German

Paperback (Published)

(September 2022)

ISBN: 9783428186662

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Schon das Halten einer Mehrheitsbeteiligung an einer anderen Gesellschaft kann als beherrschende Stellung auf nationaler und europäischer Ebene zu Haftungsrisiken für Verfehlungen der Tochtergesellschaft führen. Eingriffs- und Leitungsmöglichkeiten sind jedoch begrenzt. Die Arbeit beleuchtet einzelne Rechtsordnungen bezüglich ihres Umgangs mit dem Konzern und erarbeitet daraus regelungsbedürftige Punkte. Auf dieser Basis wird ein Regelungsvorschlag gemacht, der die Risiken wieder mit den Möglichkeiten der Konzernierung in Einklang zu bringen vermag.


Die Leitung innerhalb des Konzerns ist schon in Deutschland nur eingeschrankt geregelt, aber grundsatzlich unproblematisch moglich. Systematische Regelungen finden sich ausserhalb von Deutschland nur in wenigen europaischen Rechtsordnungen. Der Versuch, ein in sich geschlossenes Konzernrecht auf europaischer Ebene einzufuhren, blieb mit der neunten gesellschaftsrechtlichen Richtlinie bereits in den Kinderschuhen stecken. Jedoch fuhrt schon die Mehrheitsbeteiligung an einer anderen Gesellschaft zu erhohten Haftungsrisiken fur das Verhalten der Tochtergesellschaft, etwa im Kartellrecht oder in der Lieferkette. Somit besteht eine Diskrepanz zwischen Leitungsmoglichkeiten und Konzernrisiken auf nationaler und internationaler Ebene. Die Arbeit beleuchtet einzelne Rechtsordnungen und ihren Umgang mit dem Konzern. Aus einem Vergleich dieser Rechtsordnungen stellt sie einen Katalog regelungsbedurftiger Punkte auf und macht auf dieser Basis einen eigenen Regelungsvorschlag.

1. Einleitung
Untersuchungsgegenstand — Fragestellung und Gang der Untersuchung — Konzerne im europäischen Binnenmarkt — Der Konzern in der ökonomischen Analyse — Leitung eines Konzerns — Konzerninteresse als Lösungsmöglichkeit

2. Nationale Regelungen
Deutschland — Frankreich — Italien — Skandinavien

3. Wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Einflussmöglichkeiten und Einflussgrenzen der Gesellschafter — Erweiterung der Leitungsbefugnis im Konzern — Die Funktion des Konzerninteresses — Der Schutz der Minderheitsgesellschafter im Konzern — Die Haftung der herrschenden Gesellschaft — Die Haftung der Verwaltungsorgane

4. Eigener Lösungsansatz
Notwendige Rahmenvoraussetzungen — Notwendige Parameter — Regelungsgegenstand — Die Notwendigkeit einer gemeinsamen Lösung im Lichte der Related Party Transactions — ›Rozenblum‹ als Antwort? — Ausgestaltung — Grenzen der Leitungsmacht — Die ordnungsgemäße Leitung des Konzerns — Schutzvorschriften — Leitungspflicht — Verpflichtendes Weisungsrecht der Mutter? — Sanktionen — Friktionen — Art der Einführung – Richtlinie oder Verordnung — Alternativen

5. Untersuchungsergebnisse

Literatur- und Stichwortverzeichnis

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