Die Überlebenden vor Gericht

Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)

By (author) Katharina Stengel

Book cover: Die Überlebenden vor Gericht

Extent: 548 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: German Studies, Jewish Studies, Law

Language: German

Hardback (Published)

(August 2022)

ISBN: 9783525317402

6.3 x 9.33 inches

Price: $88.00

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Die Rolle der Verfolgten des Nationalsozialismus als Gerichtszeugen in Auschwitz-Prozessen und der teils kontroverse Umgang der Justiz mit ihnen.


Die NS-Prozesse in der Bundesrepublik waren ein Forum, in dem bereits in der fruhen Nachkriegszeit die Verbrechen des Nationalsozialismus verhandelt wurden. Dabei hatten die Holocaust-Uberlebenden und ehemaligen KZ-Haftlinge als Zeugen eine besonders kontroverse Aufgabe, die von der Forschung jedoch bislang kaum beachtet wurde. Vielfach lag es allein an ihnen, mit ihren Berichten die Angeklagten zu uberfuhren. Zugleich waren sie teils massivem Misstrauen der deutschen Justiz ausgesetzt, die die Uberlebenden fur zu parteiisch hielt, um objektive Einschatzungen abzugeben. Die Befragungen und die Konfrontation mit den Tatern stellten zudem eine hohe Belastung dar. Dennoch sagten Tausende Uberlebende aus freien Stucken aus und nahmen die Strapazen auf sich, um die strafrechtliche Verfolgung der Verbrechen voranzubringen. Am Beispiel von vier Auschwitz-Prozessen aus drei Jahrzehnten untersucht Katharina Stengel, welche Bedeutung die Opfer fur die NS-Prozesse hatten, wie die Juristen mit ihnen und ihren unfassbaren Berichten umgingen, wie die Zeuginnen und Zeugen selbst vor Gericht agierten, welche Anliegen sie verfolgten und welche Schlusse sie aus ihren Erfahrungen zogen.

  • By (author) Katharina Stengel

»Stengels glänzend geschriebene Studie über vier Auschwitz-Prozesse ist eine außerordentliche Pionierarbeit.«
Werner Renz, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 01/2023

»Der Gewinn dieser Arbeit liegt in der detaillierten Analyse der Rolle der Zeugen vor den jeweiligen Gerichten, deren Verfahrensweise vielen Zeugen aus unterschiedlichen Nationen oft schwer zu erklären war.«
Winfried Schulze, Das Historisch-Politische Buch 01-04/2022
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