Kompetenzaufbau zum experimentbezogenen Denken und Arbeiten

Videobasierte Analysen zu Aktivitaten und Vorstellungen von Schulerinnen und Schulern der gymnasialen Oberstufe bei der Bearbeitung von fachmethodischer Instruktion

By (author) Jorn Hagele

Book cover: Kompetenzaufbau zum experimentbezogenen Denken und Arbeiten

Extent: 627 pages

Publisher: Logos Verlag Berlin

Subjects: Social Sciences 

Series: Studien zum Physik- und Chemielernen

Series volume number: 332

Language: German

Paperback (Published)

(April 2022)

ISBN: 9783832554767

5.71 x 8.27 inches

Price: $85.00

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Experimentieren kann nicht nur dazu beitragen, fachinhaltliche Erkenntnisse zu gewinnen, sondern auch selbst Lerngegenstand sein. Wenig geklart ist bisher, wie beim Experimentieren gelernt wird, worauf zu achten ist. Unklar ist auch, welche fachmethodischen Vorstellungen Lernende beim Planen, Durchfuhren und Auswerten aktivieren. Diesen Fragen wurde mithilfe einer schriftlichen Instruktion nachgegangen, die Lernende (Jg. 11) anregt, nicht nur Experimente durchzufuhren, sondern auch uber fachmethodische Grundlagen nachzudenken. Die Arbeitsphasen wurden fur 42 Schulergruppen videografiert und kategorienbasiert ausgewertet, um Aussagen uber Aktivitatsprofile, Vorstellungen und Kompetenzveranderungen zu generieren. Die Ergebnisse belegen die Komplexitat von Lernprozessen und zeigen die Schwierigkeit, individuelle Kompetenzzuwachse auf bestimmte Prozesse zuruckzufuhren. Zum Beispiel konnten hohe Kompetenzzuwachse sowohl fur Lernende mit haufigen fachmethodischen Beitragen als auch fur solche mit nur geringen fachmethodischen Aktivitaten festgestellt werden. Des Weiteren gehen experimentell angemessene Aktivitaten in erkennbaren Anteilen mit fachmethodisch unpassenden Vorstellungen einher, wie z. ,B. bei einer korrekt vorgenommenen, aber falsch begrundeten Trennung zwischen einer Beobachtung und einer Deutung. Die Arbeit liefert damit Hinweise, dass Lernende neben fachinhaltlichen auch fachmethodische Vorstellungen in den Unterricht mitbringen. Diese gilt es z. ,B. durch explizite und wiederholte Thematisierung zu adressieren.

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