Hellmuth Freiherr Lucius von Stoedten

Diplomat zwischen Kaiserreich und Weimar

By (author) Robert von Lucius

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Extent: 169 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Literary Studies, Social Sciences 

Series: Zeitgeschichtliche Forschungen

Series volume number: 67

Language: German

Paperback (Published)

(May 2024)

ISBN: 9783428191680

6.18 x 9.17 inches

Price: $38.00

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Von Stockholm aus beeinflusste der Gesandte Hellmuth Freiherr Lucius von Stoedten im Ersten Weltkrieg die deutsche Russlandpolitik dank seiner Zugange zum Zarenhof wie zu Revolutionaren. Er warb fur einen Sonderfrieden mit Japan wie mit Russland. Als Gesandter der Republik im Haag war ihm der Kontakt zum exilierten Kaiser aufgegeben. Weitere Stationen waren Paris, Hamburg, Durazzo und St. Petersburg. Lucius pflegte ein breites Netzwerk zu Politikern, Diplomaten, Unternehmern und vor allem Kunstlern.


English summary: Hellmuth Freiherr Lucius von Stoedten. Diplomat between German Empire and Weimar: As German Ambassador in Sweden during the first World War Hellmuth Freiherr Lucius von Stoedten played an instrumental role in the German policy towards Russia. In the Hague it was up to him to relate beween the Republican government in Berlin and Kaiser Wilhelm II. in exile. Also in his other posts in Paris, Berlin, Lisbon, Hamburg, Durazzo and St. Petersburg he earlier than other diplomats promoted economic interests. He cultivated a vast network of politicians, businessmen and artists. German description: Stockholm war im Ersten Weltkrieg wichtiger Beobachtungsposten fur Ablaufe in Russland vor und nach der Revolution. So beeinflusste der Gesandte Hellmuth Freiherr Lucius von Stoedten die deutsche Russlandpolitik dank seiner Einblicke in den Zarenhof wie zu Revolutionaren. In Schweden fuhrte er geheime Friedensgesprache mit Japan, sicherte die Eisenerzversorgung des Reichs und warb fur einen Sonderfrieden mit Russland. Fruher als andere bedachte er die Rolle der Wirtschaft fur die deutsche Aussenpolitik. Als Gesandter der Republik im Haag war ihm der Kontakt zum fruheren Kaiser und dem Kronprinzen im Exil aufgegeben. Lucius verfugte auch dank seiner farbkraftigen Personlichkeit uber ein Netzwerk ohnegleichen zu Politikern, Diplomaten, Unternehmern und Wissenschaftlern, sowie als Kunstsammler zu Kunstlern von Rodin uber Rilke bis zu Gerhart Hauptmann. Grundlage dieser Biographie, auch mit seinen weiteren Stationen in Paris, Lissabon, Hamburg, Durazzo, St. Petersburg und Berlin, ist sein bisher unzuganglicher schriftlicher Nachlass.

I. Hinführung

II. Der Weg zum Auswärtigen Amt

III. Paris

IV. Berlin, Lissabon, Hamburg

V. St. Petersburg

VI. Durazzo

VII. Stockholm
Neutralität oder Kriegseintritt? – Die Aktivisten – Rohstoffe – Finnland –
Ålandinseln – Russland und Lenins Zugfahrt – Verhandlungen mit Japan – Abberufung und
Abschied – Pläne und Spekulationen: Rom, München, Paris

VIII. Amtierender Staatssekretär

IX. Den Haag
Leben in der Residenz – Der Internationale Gerichtshof – Kaiser und Kronprinz im Exil
– Unfall und Abschied

X. Berlin

XI. Netzwerke: Reichskanzler, Unternehmer, Journalisten
Diplomaten – Politiker und Staatschefs – Journalisten – Industrielle und Banker –
Wissenschaftler

XII. Künstlerfreund und Kunstsammler

XIII. Veröffentlichungen

XIV. Familie
Lucius – Souchay – Stumm – Frau und Kinder – Stoedten

Literaturverzeichnis, Abbildungsnachweis, Personenregister

  • By (author) Robert von Lucius

»Aus dieser reichhaltigen beruflichen globalen
Arbeit und der Familienbande zu Hellmuth Freiherr Lucius von Stoedten erwuchs dieses
neue Buch zu einer bedeutenden Persönlichkeit, welche hinter bekannten Politikern
bislang im Verborgenen blieb, aber die Fäden zog. Umso mehr ist Autor und Verlag zu
danken, dass diese rundum quellengestützte und sorgsam bebilderte Biographie in den
„Zeitgeschichtlichen Forschungen“ als Band 67 erschienen ist. ›Er ist wirklich eine
Spezialität - aber keine uninteressante…‹ Diese Anfangsworte werden auch nach der
Lektüre des Buches beim Leser bleiben. Sie treffen auf den Biographierten wie auf den
Biographen vollends zu.« Prof. Dr. Thomas Gergen, in: Journal on European History of
Law, Vol. 15, 2/2024