Kafka – Ein jüdischer Schriftsteller aus arabischer Sicht

By (author) Atef Botros

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Hardback (Out of print)

(December 2009)

ISBN: 9783895006739

Price: $30.00

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The book is devoted to the subject of the Arab reception of Franz Kafka between 1939 and today. The study focuses on the examination of Kafka and his work in the form of intellectual reflective commentaries. It deals with the productive reception and presents modern Arabic literary works which were somehow inspired by or close to the writing of Kafka. The central question of reception as a process of cultural translation includes the preoccupation with Kafka’s Jewish affiliation in the context of the Jewish Arab conflict, tracing back the modern Arab history of thought with all its varieties via such indirect ways of reception. <br/>


English Summary: The book is devoted to the subject of the Arab reception of Franz Kafka between 1939 and today. The study focuses on the examination of Kafka and his work in the form of intellectual reflective commentaries. It deals with the productive reception and presents modern Arabic literary works which were somehow inspired by or close to the writing of Kafka. The central question of reception as a process of cultural translation includes the preoccupation with Kafka’s Jewish affiliation in the context of the Jewish Arab conflict, tracing back the modern Arab history of thought with all its varieties via such indirect ways of reception. German Description: Dieses Buch widmet sich der arabischen Kafka-Rezeption von 1939 bis zur Gegenwart. Der Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit Franz Kafka und seinem Werk durch arabische Intellektuelle, behandelt aber auch die produktive Rezeption und stellt Werke aus der modernen arabischen Literatur vor, die Kafkas Literatur nahstehen. Diese Kernfrage der Rezeption als Kulturubersetzung erweitert sich um die Beschaftigung mit Kafkas judischer Zugehorigkeit im Kontext des judisch-arabischen Konflikts. Uber diese Umwege der Rezeption wird die moderne arabische Ideengeschichte in ihrer Vielfalt nachgezeichnet.

  • By (author) Atef Botros

"Review - German ""Dieser Band befasst sich mit der Rezeption Kafkas in der arabischen Weilt - mit Schwerpunkt Agypten - von 1939 an bis in die jungere Gegenwart. Der Autor bemuht sich um eine objektive Studie mit kulturhistorischem Hintergrund, in der europaische und arabische Sicht gleichermassen zum Ausdruck kommen.""Renata MalinaIn: Wiener Zeitschrift fur die Kunde des Morgenlandes. (2012). Band 102. S. 379-380.-------------------------""Die Studie (...) rekonstruiert die Rezeptionsgeschichte Kafkas im arabischen Raum auf drei Ebenen: der Ubersetzung, der Literaturkritik und der produktiven Rezeption mit dem Schwerpunkt der Analyse auf der zweiten Ebene. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich dabei von 1939 bis zur Gegenwart. Als theoretische Grundlage dient dem Verf. die Rezeptionstheorie von H. R. Jauss'. Im Zentrum der Arbeit kristallisiert sich die politisierte Kernfrage nach dem Judentum K.s heraus: Wie gehen arabische Intellektuelle mit der judischen Zugehorigkeit K.s um und wie verhalt sich die spezifische Rezeption des ""Judischen"" zum historischen Kontext des Nahen Ostens? Der Verf. skizziert und problematisiert drei Phasen der K.-Rezeption: 1. die fruhe Rezeptionsperiode mit einer integrativen K.-Aufnahme von 1939-1963 (Georges Henein, Taha Husain), 2. die Popularisierungsperiode der 1960er Jahre (Nabila Ibrahim, Mustafa Maher) und 3. die politisierte, reduzierende Phase ab 1971 (Zionismusdebatte). In Anbetracht der kaum vorhandenen Forschung uber K.s Wirkung im arabischen Raum, stellt die Studie einen wichtigen Forschungsbeitrag dar, der die kulturellen Austauschbeziehungen zwischen Europa und der arabischen Welt am Beispiel der K.-Rezeption zu Tage fordert.""Bettina RabelhoferIn: Germanistik. 52 (2011) 1-2. S. 341.--------------------------------------""B

„Dieser Band befasst sich mit der Rezeption Kafkas in der arabischen Weilt - mit Schwerpunkt Ägypten - von 1939 an bis in die jüngere Gegenwart. Der Autor bemüht sich um eine objektive Studie mit kulturhistorischem Hintergrund, in der europäische und arabische Sicht gleichermaßen zum Ausdruck kommen.“<br/><br/>Renata Malina<br/><br/>In: Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes. (2012). Band 102. S. 379-380.<br/>-------------------------<br/>„Die Studie (...) rekonstruiert die Rezeptionsgeschichte Kafkas im arabischen Raum auf drei Ebenen: der Übersetzung, der Literaturkritik und der produktiven Rezeption mit dem Schwerpunkt der Analyse auf der zweiten Ebene. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich dabei von 1939 bis zur Gegenwart. Als theoretische Grundlage dient dem Verf. die Rezeptionstheorie von H. R. Jauß’. Im Zentrum der Arbeit kristallisiert sich die politisierte Kernfrage nach dem Judentum K.s heraus: Wie gehen arabische Intellektuelle mit der jüdischen Zugehörigkeit K.s um und wie verhält sich die spezifische Rezeption des „Jüdischen“ zum historischen Kontext des Nahen Ostens? Der Verf. skizziert und problematisiert drei Phasen der K.-Rezeption: 1. die frühe Rezeptionsperiode mit einer integrativen K.-Aufnahme von 1939-1963 (Georges Henein, Taha Husain), 2. die Popularisierungsperiode der 1960er Jahre (Nabila Ibrahim, Mustafa Maher) und 3. die politisierte, reduzierende Phase ab 1971 (Zionismusdebatte). In Anbetracht der kaum vorhandenen Forschung über K.s Wirkung im arabischen Raum, stellt die Studie einen wichtigen Forschungsbeitrag dar, der die kulturellen Austauschbeziehungen zwischen Europa und der arabischen Welt am Beispiel der K.-Rezeption zu Tage fördert.“<br/><br/>Bettina Rabelhofer<br/><br/>In: Germanistik. 52 (2011) 1-2. S. 341.<br/><br/>--------------------------------------<br/><br/>„Botros hat mit seiner Rezeptionsstudie eine Forschungslücke geschlossen und zugleich neue, vielversprechende Perspektiven für ähnliche und weiterführende Fragestellungen eröffnet. Dieses Buch ist nicht nur eine beachtliche Leistung, sondern stellt auch den Versuch dar, die (arabische und deutsche) Kafka-Rezeption selbst auf eine neue Ebene zu heben und dadurch letztlich die derzeit so virulente Spannung zwischen den Adjektiven „jüdisch“ und „arabisch“ für ein (wissenschafts)politisches Verständigungsprojekt produktiv zu machen, das seinem Fluchtpunkt im Nahostkonflikt hat. Ein in jeder Hinsicht begrüßenswertes Unterfangen.“<br/><br/>Kathrin Wittler<br/><br/>In: Orientalistische Literaturzeitung. 106 (2011) 1. S. 57-59.<br/><br/>--------------------------------------<br/><br/>„(...) seine profunde und umfassende literaturwissenschaftliche Analyse der arabischen Kafka-Rezeption schließt mit einem leidenschaftlichen Appell für Frieden im Nahen Osten. Doch dabei leidet die Wissenschaftlichkeit des Werkes in keiner Weise, vielmehr befruchten sich eine engagierte, kritische Sicht auf den Konflikt im Nahen Osten und brillante literaturwissenschaftliche Analyse gegenseitig und geben dem Buch so seine genuine Qualität. (...)<br/><br/>Botros öffnet so auf eindrucksvolle Weise, über den Umweg der Rezeption, einen intellektuellen Zugang zum Verständnis des Konflikts im Nahen Osten. Und genau diese Mehrdimensionalität der Arbeit ist es, die es dem Autor ermöglicht, seine fundierte wissenschaftliche Analyse der arabischen Rezeption des jüdischen Literaten Kafka in dem emotionalen Appell und Wunsch enden zu lassen, dass "alle Seiten des Konfliktes endlich reuend feststellen […]: 'Ein Missverständnis ist es, und wir gehen daran zugrunde'".<br/>Das Buch richtet sich sowohl an das Fachpublikum als auch an den interessierten Laien. Es besticht daher durch seine klare Beschreibung der komplexen Rezeptionsvorgänge. Die Einbettung seiner Untersuchungen in eine umfassende Betrachtung arabischer Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts lässt das Werk auch ohne tiefgreifende Vorkenntnisse verständlich erscheinen.<br/>Kategorisieren lässt sich "Kafka, ein jüdischer Schriftsteller aus arabischer Sicht" mit einem Wort also nicht: das Buch ist sowohl eine eingehende, komplexe Analyse transkultureller Rezeptionsprozesse und eine historisch-präzise, profunde literaturwissenschaftliche Arbeit, als auch ein Appell, den Konflikt im Nahen Osten in einem neuen Licht zu sehen. Welchen Aspekt man auch betonen oder herauslesen möchte – die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall.<br/><br/>Von Julian Tangermann<br/><br/>In: Qantara.<br/><a target="_blank" href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-802/i.html">http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-802/i.html</a><br/>(8. Juni 2010)<br/><br/>Eine englische Version der Rezension findet sich unter:<br/><a target="_blank" href="http://en.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-310/_nr-758/i.html">http://en.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-310/_nr-758/i.html</a><br/>(8. Juni 2010)<br/><br/>--------------------------------------<br/><br/>„Einen facettenreichen „arabischen Kafka“ entdeckt zu haben, ist das Verdienst des ägytpischen Literaturwissenschaftlers Atef Botros.“<br/><br/>Von Wolf Lepenies<br/><br/>In: Die Welt.<br/><a target="_blank" href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article7107156/Kafka-von-Arabien.html">http://www.welt.de/die-welt/kultur/article7107156/Kafka-von-Arabien.html</a><br/>(9. April 2010)