Die »nakba« erinnern

Palästinensische Narrative des ersten arabisch-israelischen Kriegs 1948

By (author) Sabine Damir-Geilsdorf

Book cover: Die »nakba« erinnern

Hardback (Published)

(October 2008)

ISBN: 9783895006371

6.69 x 9.45 inches

Price: $92.00

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For Palestinians, the term nakba (catastrophe) subsumes the events within the context of the first Arab-Israeli war in 1948, immediately after the foundation of the state of Israel. To this day, the nakba is referred to continuously − not only within the context of politics, but also in literature and popular and everyday culture. Using interviews with Palestinian refugees in Jordan and a wide range of written sources, this volume for the first time approaches the forms and functions of nakba memories from the perspective of memory theory, demonstrating how the various events are assigned significance through narrative structures.<br/>


English summary: For Palestinians, the term nakba (catastrophe) subsumes the events within the context of the first Arab-Israeli war in 1948, immediately after the foundation of the state of Israel. To this day, the nakba is referred to continuously – not only within the context of politics, but also in literature and popular and everyday culture. Using interviews with Palestinian refugees in Jordan and a wide range of written sources, this volume for the first time approaches the forms and functions of nakba memories from the perspective of memory theory, demonstrating how the various events are assigned significance through narrative structures. German description: Unter den Begriff nakba (“Katastrophe”) fassen Palastinenser die Geschehnisse im Kontext des ersten arabisch-israelischen Kriegs 1948, unmittelbar nach der Staatsgrundung Israels, zusammen. 60 Jahre politischer und kultureller palastinensischer Produktion von – keineswegs homogenen – Erinnerungen stehen dabei einem so wahrgenommenen hegemonialen israelischen (Sieger-)gedachtnis gegenuber. Dieses Buch zeigt anhand von Interviews mit palastinensischen Fluchtlingen in Jordanien sowie Analysen eines breiten Spektrums schriftlicher Quellen mittels eines erinnerungstheoretischen Forschungsansatzes die Formen und Funktionen von nakba-Erinnerungen auf. Es beleuchtet nicht nur Deutungsmuster und -ressourcen der nakba-Narrative sowie ihre Bruche und Differenzen, sondern macht auch ihre Implikationen fur Gegenwart und Zukunft deutlich.

  • By (author) Sabine Damir-Geilsdorf

„Die Abhandlung nimmt nun dankenswerterweise die verschiedenen Inhalte palästinensischer Nakba-Erinnerungen und ihre Dynamik, Formen und Funktionen in den Blick. Es geht der Autorin um die Untersuchung und Darstellung der Pluralität, Konstruktivität und Dynamik palästinensischer Erzählungen von der Nakba. Im Zentrum ihres Interesses stehen die Narrativierungen des Geschehens in Form von Plotstrukturen, Topisierungen und bestimmte Perspektivierungen der so konstruierten Berichte.<br/>Als Material dient Damir-Geilsdorf ein hinreichend breites Spektrum an historiographischen Quellen unterschiedlicher Verfasser und Textgattungen: Politiker- und Gedenkreden, Prosa und Lyrik, Predigten, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Websites etc. Ergänzt wurde dieses schriftliche Quellenmaterial durch 38 qualitative Interviews mit Palästinensern verschiedener ideologischer Ausrichtung. (...)<br/>m Anschluss an die beiden souverän präsentierten Hauptteile folgt noch ein sehr wichtiges fünftes Kapitel. In diesem konzisen Abschnitt kommt die Autorin auf die zahlreichen, überaus identitätsstiftenden Erinnerungen zu sprechen, die sich um Opfer- und Niederlagentopoi gruppieren. Damir-Geilsdorf systematisiert die Narrative, indem sie aus dem Fluss der narrativen Versatzstücke drei Erzählstränge isoliert: 1. eschatologische Deutungsmuster (Stichwort: der religiöser Krieg wird zur göttlichen Prüfung), 2. Revolutionäre Figuren (Stichwort: die PLO-Rhetorik stilisiert die Flüchtlinge zu 'Helden der Rückkehr', und 3. Martyriumskonzepte. Die Narrative der Nakba fungieren - dies führt uns die Autorin klar vor Augen - als Wahrnehmungsprisma und Deutungsmuster nachfolgender Ereignisse. Für die Palästinenser sind sie zugleich Referenzpunkt und Vergleichshorizont, sowohl für den Krieg von 1948 wie auch für die Geschehnisse während der beiden Intifadas.<br/>Eine sehr gute Zusammenfassung, in der die divergierenden Deutungsmuster und Erinnerungsinteressen der unterschiedlichen Trägergruppen von Erinnerung noch einmal angeführt werden, und ein (vielleicht ein wenig zu lang geratener) Ausblick runden diese gelungene Abhandlung ab.“<br/><br/><br/>Stephan Conermann<br/><br/>In: Sehepunkte. 10 (2010) Nr. 7/8.<br/><a target="_blank" href="http://www.sehepunkte.de/2010/07/18651.html">http://www.sehepunkte.de/2010/07/18651.html</a> (6. September 2010)<br/><br/>
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