Bessere Verwaltungssprache.
Grundlagen, Empirie, Handlungsmöglichkeiten.
Edited by Burkhard Margies Edited by Rudolf Fisch
Paperback (Published)
(October 2014)
ISBN: 9783428144150
6.18 x 9.17 inches
Price: $58.00
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Verständlichere Schreiben und Formulare stehen ganz oben auf der Wunschliste von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und anderen Organisationen an die öffentliche Verwaltung. Ob eine staatliche oder kommunale Behörde als kundenorientiert wahrgenommen wird, hängt maßgeblich von der Verständlichkeit des Schriftverkehrs ab. Amtliche Texte müssen jedoch verlässliche Rechtsinformation bieten und einer rechtlichen Überprüfung standhalten können. Daher ist der juristische Sprachstil prägend für die Verwaltungssprache. Manchmal begrenzen zudem Anforderungen des Massengeschäfts den Sprachstil. Wie man trotzdem zu einer adressatengerechten Modernisierung der Verwaltungskommunikation kommen kann, darüber berichten in diesem Buch Fachleute aus verschiedenen Disziplinen und Praxisfeldern und geben Hinweise, wie man als Verwaltung wirkungsvoll kommuniziert.
Rudolf Fisch und Burkhard Margies
Wozu eine bessere Verwaltungssprache?
Josef Klein
Verwaltungssprache – Sprachästhetik und Funktionalität
Ursula Christmann
Was Sie schon immer an Textverständlichkeit verstehen wollten
Peter Heinrich
Verwaltungssprache als Element der Organisationskultur
Kent D. Lerch
Vor dem Türhüter des Gesetzes. Verwaltungssprache und Rechtsgewährung
Harald Walther
Ist die Gerichtssprache wirklich deutsch?
Michaela Blaha und Nursen Sahin-Schulze
Die Rechtsbehelfsbelehrung zwischen dem Anspruch auf Rechtssicherheit und dem Wunsch nach Verständlichkeit
Andrea Müller
Erfolgsfaktoren von Veränderungsprozessen – Folgerungen für das Bemühen um ein verständliches Amtsdeutsch
Jörn von Lucke
Das »Stammtext-und Ergänzungs-Modell« (SEM) – Überlegungen zu einem Redaktionskonzept für Textbeiträge in Verwaltungsportalen
Gudrun Sellmann
Der Staat geht auf die Bürger zu: Verwaltungssprache, Bürokratieabbau und Dienstleistungsorientierung
Kerstin Schlingmann
Verständlichkeit von Formularen. Projektbeispiel Universität Bielefeld
Christa Peter und Georg Krümpelmann (†)
Flotte Schreiben vom Amt
Günther Frosch
Freies Texten in Verwaltungsschreiben. Eine Sache des gesunden Egoismus
Burkhard Margies und Rudolf Fisch
Kooperative Ansätze für die Entwicklung einer guten Verwaltungssprache
Rudolf Fisch und Burkhard Margies
Was tun? Wege zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Arbeit an einer besseren Verwaltungssprache
Autoren- und Stichwortverzeichnis
Prof. Dr. phil. Rudolf Fisch, studierte Psychologie, Psychiatrie und Physiologie. Nach Promotion und Habilitation Professur für Sozialpsychologie an der Universität Saarbrücken, danach Inhaber des Lehrstuhls für »Sozialpsychologie und ihre Anwendungen« an der Universität Konstanz, später Lehrstuhlinhaber für »Empirische Sozialwissenschaften« an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer sowie Forscher am Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung. Er war Prorektor und Rektor der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer und danach interimistischer Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Rudolf Fisch verfügt über langjährige Erfahrungen in strategischer Organisationsberatung und Fortbildung von Führungskräften. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Verhalten in Organisationen, unter anderem interne und externe Kommunikation.
Burkhard Margies (M.A.) studierte Soziologie, Kommunikations- und Rechtswissenschaften. Seit 2004 ist er am Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer. Aus seiner Arbeit zu verständlicher Verwaltungssprache ist dort das Zentrum für Verwaltungskommunikation hervorgegangen. Zurzeit befasst er sich schwerpunktmäßig mit Bescheiden und Informationsschreiben der Deutschen Rentenversicherung. Außerdem plant und koordiniert er die weiteren Projekte des Zentrums für Verwaltungskommunikation und ist für deren Qualitätssicherung zuständig. Burkhard Margies ist Dozent an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, an der Fortbildungsakademie des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen sowie an der Landesakademie für öffentliche Verwaltung des Landes Brandenburg.
- Edited by Burkhard Margies
- Edited by Rudolf Fisch
»Der Band gibt eine Fülle von Anregungen für all jene, denen eine gute Verständigung zwischen dem Staat und den Bürgerinnen und Bürgern ein Anliegen ist. Pauschale Schuldzuweisungen und Verhöhnungen der angeblich unfähigen Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, wie sie in diesen Diskussionen nicht selten sind, fehlen wohltuend. Stattdessen wird allenthalben versucht zu verstehen, warum Behördentexte oftmals so schwer verständlich sind und an den Adressatinnen und Adressaten vorbeigehen. Und aus diesem Verständnis heraus werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man es besser machen könnte. Die zahlreichen Beiträge machen Mut, es immer wieder zu versuchen.« Markus Nussbaumer, in: LeGes, 1/2016
»Das Buch ist allen zu empfehlen, die Interesse am Thema Sprache und den ernsten Willen haben, in ihrem Umfeld diesbezüglich etwas zu verbessern.« Oberregierungsrat Dr. Benedikt Grünewald, in: Deutsches Verwaltungsblatt, 18/2015
»Insgesamt eine Schrift, die jeder, der mit der Herstellung von juristischen Texten beschäftigt ist, als wertvolle Anregung und Berücksichtigung zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Bürger und Behörde / Gericht immer wieder in die Hand nehmen sollte. Insgesamt sehr lesenswert.« Dr. Friedrich-Wilhlem Gülsdorff, in: Thüringer Verwaltungsblätter, 2/2015
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