Aristarch von Samos

Untersuchungen zur Überlieferungsgeschichte der Schrift »perì megethón kaì apostemáton helíou kai selénes«

By (author) Beate Noack

Book cover: Aristarch von Samos

Extent: 472 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Serta Graeca

Language: German

Hardback (Published)

(April 1992)

ISBN: 9783882265538

6.69 x 9.45 inches

Price: $87.00

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Diese Arbeit stellt den griechischen Astronom Aristarch von Samos (ca. 320 bis 250 v. Chr.), sein Werk und sein Nachleben vor. Neben dem handschriftlich erhaltenen Traktat verfasste Aristarch eine Reihe anderer Schriften, deren Themen und Titel bei späteren Autoren überliefert sind. Geistesgeschichtlich bei weitem am bedeutendsten wurde die von Archimedes zitierte Abhandlung über die Heliozentrik, deren Rezeption bis in die frühe Neuzeit ausführlich dargestellt wird.<br/>Weitere Kapitel behandeln die arabischen Übersetzungen von „peri megethon“, betrieben Überlieferungsgeschichte mit dem von Martin Sicherl begründeten und von Dieter Harlfinger fortgeführten Ansatz und besprechen 134 Scholien (davon 40 überhaupt noch nicht edierte Stücke). Die 40 neu aufgefundenen Scholien werden erstmals ediert, übersetzt und erläutert.<br/>Ein umfangreiches Literaturverzeichnis, Namen-, Sach- und Handschriften-Indizes sowie Abbildungen beschließen den Band.<br/><br/>


Zu Beginn der Arbeit wird der griechische Astronom Aristarch von Samos (ca. 320 bis 250 v. Chr.), sein Werk und sein Nachleben vorgestellt. Neben dem handschriftlich erhaltenen Traktat verfasste Aristarch eine Reihe anderer Schriften, deren Themen und Titel bei spateren Autoren uberliefert sind. Geistesgeschichtlich bei weitem am bedeutendsten wurde die von Archimedes zitierte Abhandlung uber die Heliozentrik, deren Rezeption bis in die fruhe Neuzeit ausfuhrlich dargestellt wird.Kapitel 2 behandelt die arabischen Ubersetzungen von “peri megethon” (von Qusta ibn Luqa oder Nasir ad-Din at-Tusi). Daran anschliessend werden die beiden lateinischen Renaissance-Ubersetzungen Giorgio Vallas und Federico Commandinos ins Stemma der griechischen Handschriften eingeordnet und philologisch gewurdigt.In Kapitel 3 wird Uberlieferungsgeschichte mit dem von Martin Sicherl begrundeten und von Dieter Harlfinger fortgefuhrten Ansatz betrieben; die stemmatischen Resultate werden stets durch Daten aus den Gebieten der Mittellatein-, Renaissance- und Humanismusforschung, der Prosopographie, der Bibliotheksgeschichte, schliesslich der Palaographie und Kodikologie gestutzt. Dieser Teil der Arbeit analysiert in kontinuierlicher Auseinandersetzung mit Joseph Mogenets Textgeschichte des Autolykos (1950) die stemmatischen Beziehungen zwischen den 30 erhaltenen griechischen Texttragern (9.-17. Jh.) fur Grundtext und Scholien von “peri megethon”. Die in der Uberlieferung stark in Erscheinung tretende Kontamination wird in einem eigenen Kapitel methodisch behandelt. Kapitel 3 schliesst mit der graphischen Darstellung der Stemmata.In Kapitel 4 werden die 134 Scholien (davon 40 uberhaupt noch nicht edierte Stucke) approximativ datiert und inhaltlich besprochen (Zitate, Stil, Herkunft); die 40 neu aufgefundenen Scholien werden erstmals ediert, ubersetzt und erlautert.Ein umfangreiches Literaturverzeichnis, Namen-, Sach- und Handschriften-Indizes sowie Abbildungen beschliessen den Band; der Abbildungsteil (52 Tafeln) bietet reichhaltiges Material zu palaographischen Proben des 9.-17. Jahrhunderts sowie zu dem noch wenig untersuchten Problem des Verhaltnisses zwischen Text und mathematischen Zeichnungen.Die Arbeit wurde 1991 mit dem Joachim-Tiburtius-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet.

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