Das Bild der Perser in der griechischen Dichtung des 5. vorchristlichen Jahrhunderts
By (author) Birger Hutzfeldt
Hardback (Published)
(October 1999)
ISBN: 9783895001253
6.69 x 9.45 inches
Price: $93.00
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Faszination und Abscheu, Bewunderung und Hochmut – das uns begegnende Fremde ist seit jeher imstande, die verschiedensten Reaktionen in uns hervorzurufen.<br/>Für die Griechen des 5. Jahrhunderts v. Chr. war die Begegnung mit den Persern prägend: Der Sieg über die Perser stärkte das griechische Selbstbewusstsein, durch die Abgrenzung von der persischen Monarchie gewann die athenische Demokratie ihre Identität, und mit ihrem verschwenderischen Luxus stellten die Perser sowohl eine wunderbare Verlockung als auch den Inbegriff der moralischen Verderbtheit dar.<br/>Das Bild der Griechen von den Persern, das in der Dichtung vielfach sichtbar wird, ist für die Untersuchung der griechischen Gesellschaft sehr aufschlussreich. Die Einschätzung dieses Perserbildes in der bisherigen Forschungsliteratur ist bei den einzelnen Autoren jedoch recht widersprüchlich. Das vorliegende Buch versucht durch neue Ansätze ein eindeutigeres Bild von der Haltung der griechischen Dichter zu den orientalischen Nachbarn zu gewinnen. Dazu gehört u. a. das Heranziehen von griechischem und persischem Bildmaterial, das auf 22 Tafeln im Anhang abgedruckt ist. Neue Impulse gibt vor allem die Berücksichtigung des bisher kaum beachteten Timotheos von Milet.
Faszination und Abscheu, Bewunderung und Hochmut – das uns begegnende Fremde ist seit jeher imstande, die verschiedensten Reaktionen in uns hervorzurufen. Dabei wird die Vorstellung, die wir von dem Fremden entwickeln, oft weniger durch das Fremde selbst als vielmehr durch unseren personlichen Blickwinkel bestimmt.Fur die Griechen des 5. Jahrhunderts v. Chr. waren die Perser die Fremden, die den nachhaltigsten Eindruck in ihrer historischen und kulturellen Entwicklung hinterliessen. Als besiegte Gegner starkten sie das griechische Selbstbewusstsein, als abstossendes Gegenbild einer hierarchisch gepragten Monarchie verhalfen sie der jungen athenischen Demokratie zur Entwicklung einer Identitat. Mit ihrem verschwenderischen Reichtum und Luxus stellten die Perser fur die einen eine wunderbare Verlockung, fur die anderen den Inbegriff der moralischen Verdorbenheit dar.Das 5. Jahrhundert ist aber nicht nur die Zeit der Perserkriege und der attischen Demokratie, sondern auch die der klassischen griechischen Dichtung. Die Reflexion politischer Ereignisse und Entwicklungen, vor allem in den Dramen, machen die Dichtung zu einer einzigartigen Informationsquelle fur die Untersuchung der griechischen Gesellschaft. Auch das darin vielfach sichtbar werdende Bild der Griechen von den Persern vermittelt uns interessante und wichtige Erkenntnisse.Das Verhaltnis der Griechen zu den Fremden ist schon vielfach Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen geworden. Dabei zeigt sich jedoch in der Einschatzung der einzelnen Autoren eine unbefriedigende Widerspruchlichkeit. Gerade bei Aischylos und Euripides werden sowohl fremdenfeindliche Zuge als auch vorurteilslose Offenheit konstatiert. Das vorliegende Buch versucht durch neue Ansatze ein eindeutigeres Bild von der Haltung der griechischen Dichter zu den orientalischen Nachbarn zu gewinnen. Neben einer genauen Untersuchung der Texte und Vergleichen der Autoren, Werke und Gattungen untereinander gehort dazu das Heranziehen griechischer Vasenbilder und persischer Bild- und Schriftquellen, die in einem Bildanhang mit 22 Tafeln abgedruckt sind. Neue Impulse gibt vor allem der Vergleich mit dem bisher kaum beachteten Persergedicht des Timotheos von Milet. Neben dem Perserbild selbst steht auch die Funktion, die es im jeweiligen historischen Kontext erfullt, im Mittelpunkt der Betrachtung.
- By (author) Birger Hutzfeldt
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