Zweifel an der Liebe

Zu Form und Funktion selbstreferentiellen Erzahlens im hofischen Roman

by Christian Buhr

Book cover: Zweifel an der Liebe

Extent: 401 pages

Publisher: Universitätsverlag Winter

Subjects: German Studies, Literary Studies, Medieval Studies

Series: Frankfurter Beitrage zur Germanistik

Series volume number: 57

Language: German

Hardback (Published)

(March 2018)

ISBN: 9783825367930

6.5 x 9.65 inches

Price: $82.00

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Vielen narratologischen Darstellungen gilt literarische Selbstreferentialitat als ein wesentliches Kennzeichen neuzeitlicher Dichtung. Im Bereich der Epik wird dann nicht selten behauptet, der ‘Don Quijote’ sei der allererste Roman, der sich selbst zum Referenzobjekt mache und in diesem Zuge ‘histoire’ und ‘discours’ gleichberechtigt nebeneinandertreten lasse. Aufgrund dieses epistemischen Vorbehalts wird jedoch oft ubersehen, dass Selbstreferentialitat eine grundlegende Moglichkeit jedweden Dichtens darstellt, von der seit Homers ‘Odyssee’ in verschiedentlicher Weise und in wechselnder Intensitat Gebrauch gemacht wurde. Anhand der Analyse exemplarischer mittelhochdeutscher und altfranzosischer Texte erbringt der vorliegende Band den Nachweis, dass auch die hofische Literatur des Mittelalters spezifische Formen selbstreferentiellen Erzahlens auszubilden vermochte, und hinterfragt zugleich, warum derartige Phanomene zumeist dort zu beobachten sind, wo von der Liebe gehandelt wird.

  • By (author) Christian Buhr