Von Stadtmauern und Salbtöpfen

Archäologie zur Siedlungs- und Apothekengeschichte in Biberach

Von Beate Schmid und Birgit Kulessa Mit Beiträgen von Johanna Banck-Burgess, Ulrich Klein, Petra Kröneck und Elisabeth Stephan

Book cover: Von Stadtmauern und Salbtöpfen

(Hardback) (Published)

(August 2019)

ISBN: 9783954903894

Price: $89.00

On back order

(PDF) (Published)

(September 2020)

ISBN: 9783954906970

Price: $74.00

The results of two excavations at very different locations in the medieval townscape of Biberach are being published in the volume at hand. Fresh insights into the beginning of the settlement, the development in the outskirts as well as into the first city fortification were gained by the excavation on the ‘Viehmarktplatz’, while the examination of the building ‘Marktplatz 7’ sheds light onto the building history and use of a late medieval town house in a central location between church and market, which in the course of its long history was used, among others, by a pharmacist.<br/>


Die Stadt Biberach bewahrte uber Jahrhunderte eine weitgehend ungestorte mittelalterliche Altstadt mit einem beachtlichen Bestand an spatmittelalterlicher Bausubstanz. In der vorliegenden Publikation werden die Ergebnisse von zwei Untersuchungen vorgestellt, die unter vollig unterschiedlichen Fragestellungen und an gegensatzlichen Standorten im mittelalterlichen Stadtgefuge durchgefuhrt wurden. Die Untersuchung auf dem Viehmarktplatz galt primar der Frage nach dem Siedlungsbeginn und der Siedlungsentwicklung in Stadtrandlage und damit verbunden auch nach Verlauf, Art und Starke der ersten Stadtbefestigung. Durch die Vorlage sowie die Interpretation des Fundmaterials wird ein Bild vom Alltagsleben in einer mittelalterlichen Stadt vermittelt. Bei der Untersuchung des Gebaudes Marktplatz 7 stand die Baugeschichte und die Nutzung eines Patrizierhauses in zentraler Lage zwischen Kirche und Markt im Vordergrund. Der Beitrag thematisiert weniger strukturelle Fragen der stadtischen Entwicklung, sondern erhellt vielmehr die wechselvolle Hausgeschichte eines spatmittelalterlichen Burgerhauses. Schwerpunkt der Betrachtung ist die Beurteilung und Interpretation eines umfangreichen Fundspektrums, das Ruckschlusse auf die Bewohner des Gebaudes erlaubt. So kann nachgewiesen werden, dass das Haus uber einen gewissen Zeitraum von einem Apotheker genutzt wurde, und das Fundmaterial vermittelt einen Eindruck von der Praxis dieses Berufs. Weitere Funde ermoglichen Ruckschlusse auf unterschiedliche Lebensbereiche eines Haushalts und auf den Wandel seiner Sachkultur uber Jahrhunderte.

  • By (author) Beate Schmid
  • By (author) Birgit Kulessa