Heuneburg III

Untersuchungen zur Entwicklung und Struktur der Heuneburg an der Oberen Donau. Die Funde und Befunde der Außensiedlung (Grabungen 1995–2006)

By (author) Andreas Gutekunst

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(July 2026)

ISBN: 9783752009606

8.27 x 11.69 inches

Price: $103.50

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Today, the image of the Hallstatt-period Heuneburg is shaped above all by its extensive outer settlement, which has been the subject of numerous excavations since the 1990s. In this volume, the key features of the structure and development of the outer settlement are identified for the first time through a cross-site analysis. In doing so, different organisational concepts can be observed and approaches to the planning of the settlement layout can be traced. Questions regarding the economic foundations of the outer settlement have also been re-evaluated.


Die Heuneburg gehört zu den bedeutendsten Fundstellen der Hallstattzeit. Ihr Siedlungsbild wird heute vor allem durch die Entdeckung und Erforschung ihrer weitläufigen Außensiedlung geprägt. Auf der Grundlage der Ausgrabungen in den Bereichen „Großer Brand“ und „Greutäcker“ in den Jahren 1995–2006 konnte die vorliegende Arbeit erstmals eine fundstellenübergreifende, siedlungsstrukturelle und entwicklungsgeschichtliche Diskussion dieses wichtigen Siedlungsgebiets unmittelbar vor der Heuneburg durchführen. Dabei ließen sich die entscheidenden Grundzüge der Siedlungsstruktur herausarbeiten. Die Bebauung war durch ein konzentrisches System von Wall-Graben-Anlagen untergliedert, das im Lauf der Entwicklung mehrfach nach außen hin erweitert wurde. Innerhalb der Wälle, bei denen es sich klar um Wehranlagen handelte, lässt sich eine dichte, durch Zaunanlagen weiter untergliederte Bebauung rekonstruieren. Es lassen sich von regelrechten Gruppensiedlungen, über Einzelanwesen bis hin zu offener Bebauung ganz unterschiedliche Gliederungskonzepte beobachten. Auch ein übergeordnetes Ausrichtungsmuster und Ansätze planerischer Siedlungsgestaltung sind zu erkennen. Außergewöhnliche Hausarchitektur an einzelnen Standorten innerhalb der Außensiedlung lässt sich direkt mit dem Burgplateau verbinden. Durch einen großräumigen Bauperiodenabgleich gelang eine Skizze der Entwicklungsgeschichte. Als grundlegender Prozess ist eine konzentrische Expansion zu beobachten mit Hinweisen auf Platzmangel und Verdichtung. Auch Fragen nach den wirtschaftlichen Grundlagen der Außensiedlung konnten nun neu bewertet werden. Dabei zeichnet sich ein Wandel von einer lokalen landwirtschaftlichen Selbstversorgung hin zu einer Versorgung mit externen Gütern ab. Die Bedeutung spezialisierten Handwerks mit festen Standorten scheint sich dabei immer mehr gesteigert zu haben. Im Siedlungsbild gibt es deutliche Hinweise auf soziale Rangunterschiede der einzelnen Standorte. Für mehrere isolierte Einzelanwesen deuten exklusive materielle Kultur und Konsumgüter, sowie repräsentative Architektur auf die Präsenz einer wirtschaftlich potenten Elite in der Außensiedlung hin. Nach dem Brand am Ende von Periode IV scheinen sich, im Zuge der Neugestaltung der Burg, spezifische Bauformen aus genau diesen Arealen auf das Plateau verlagert zu haben.

  • By (author) Andreas Gutekunst