Rechtsmissbrauch als Paradoxie

Negative Selbstreferenz und widerspruchliches Handeln im Recht

by Roman Guski

Book cover: Rechtsmissbrauch als Paradoxie

Extent: 779 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Series: Heidelberger Rechtswissenschaftliche Abhandlungen

Series volume number: 19

Language: German

Hardback (Published)

(November 2019)

ISBN: 9783161575945

6.06 x 9.09 inches

Price: $212.00

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Aus juristischer Sicht ist Rechtsmissbrauch eine lastige Randfigur, die ausnahmsweise eine Korrektur des Rechts im Einzelfall ermoglicht. Distanziert man sich vom binaren Rechtscode, so wird ein viel tiefer liegendes Problem sichtbar: Rechtsmissbrauch ist der Wiedereintritt (re-entry) der Unterscheidung Recht/Unrecht in sich selbst. Das Rechtssystem kann das Paradoxieproblem nur um den Preis negativer Selbstreferenz losen, und dies fuhrt auf Antinomien im System zuruck. Fallstudien zum Zivilrecht, Europarecht und Kartellrecht zeigen, dass die Figur des Rechtsmissbrauchs eine Rolle spielt, wenn sich Berechtigte widerspruchlich verhalten. Darunter fallen inkonsistente Selbstdarstellungen ebenso wie das gleichzeitige Nutzen und Unterlaufen von Moglichkeitsbedingungen.

  • By (author) Roman Guski