Leo Rosenberg – Leben und Wirken (1879–1963).
By (author) Ulrike Gräfe
Paperback (Published)
(August 2011)
ISBN: 9783428132713
6.18 x 9.17 inches
Price: $189.00
Out of stock
Leo Rosenberg ist einer der unumstritten anerkannten deutschen Rechtsgelehrten, der die Tradition der Zivilprozessrechtswissenschaft, die sich mit den Namen Adolf Wach, Konrad Hellwig und Richard Schmidt verbindet, fortgesetzt hat. Seine Bedeutung für die deutsche Rechtswissenschaft liegt maßgeblich in seiner dogmatischen Ergründung der Beweislastverteilung und in seinem »Lehrbuch des Zivilprozessrechts«. Rosenbergs herausragende Stellung als Zivilprozessualist sollte 1932 durch seinen Wechsel an die Leipziger Juristenfakultät gekrönt werden. Kurz nach seiner Berufung wurde Rosenberg von dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums betroffen. Die Vorkommnisse um Rosenbergs Zwangspensionierung 1934, aber auch die von Auseinandersetzungen bestimmte Rückkehr in den Lehrbetrieb im Jahr 1946 waren in Details bislang noch nicht erforscht und verdienen in dieser Arbeit ein besonderes Augenmerk.
Leo Rosenberg ist einer der unumstritten anerkannten deutschen Rechtsgelehrten, der die Tradition der Zivilprozessrechtswissenschaft, die sich mit den Namen Adolf Wach, Konrad Hellwig und Richard Schmidt verbindet, fortgesetzt hat. Seine Bedeutung für die deutsche Rechtswissenschaft liegt maßgeblich in seiner dogmatischen Ergründung der Beweislastverteilung und in seinem »Lehrbuch des Zivilprozessrechts«. Mit seinem Lehrbuch, dessen erste Auflage 1927 erschienen war, setzte sich Rosenberg rasch an die Spitze der deutschen Zivilprozessualisten. Es verband in viel größerem Maße die Theorie mit der Praxis, als je zuvor in den Lehrbüchern und Handbüchern zur ZPO geschehen. Das Lehrbuch wird noch immer von Peter Gottwald fortgeführt und ist zuletzt im Jahr 2010 in der 17. Auflage erschienen. Aber schon mit seinem Erstlingswerk, »Die Beweislast nach der Civilprozeßordnung und dem Bürgerlichen Gesetzbuche«, zeigte Rosenberg das ihm eigene Prozessverständnis, eine das Privatrecht und den Prozess überblickende, ineinandergreifende Gesamtschau dieser beiden Rechtsgebiete. Rosenbergs herausragende Stellung als Zivilprozessualist sollte 1932 durch seinen Wechsel an die Leipziger Juristenfakultät gekrönt werden. Kurz nach seiner Berufung wurde Rosenberg von dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums betroffen. Die Vorkommnisse um Rosenbergs Zwangspensionierung 1934, aber auch die von Auseinandersetzungen bestimmte Rückkehr in den Lehrbetrieb im Jahr 1946 waren in Details bislang noch nicht erforscht und verdienen in dieser Arbeit ein besonderes Augenmerk.
Einleitung
Erster Teil: Das Leben Leo Rosenbergs
Kindheit und Jugend 1879–1896 – Studienjahre, Promotion und juristischer Vorbereitungsdienst 1896–1904 – Beginn der wissenschaftlichen Laufbahn in Göttingen 1905–1912 – Die große Schaffensperiode an der Universität Gießen 1912–1932 – An der Universität Leipzig 1932–1934 – Überleben im Nationalsozialismus 1934–1945 – Rückkehr in den Lehrbetrieb 1946–1952 – Entschädigung von materiellem Schaden durch nationalsozialistisches Unrecht – Akademische Tätigkeiten, Ehrungen und Ableben
Zweiter Teil: Das Werk von Leo Rosenberg
Rosenbergs Schaffen im Überblick – Rosenberg und die Lehre von der Beweislast – Rosenberg und die Stellvertretung im Prozess – Rosenbergs Kommentar zum Sachenrecht, 1919 – Lehrbuch des Deutschen Zivilprozessrechts – »Zivilprozessgesetzgebung«, 1932 – Rosenbergs Beiträge zur Zivilprozessgesetzgebung – Kleinere Abhandlungen und Monografien (Auswahl)
Dritter Teil: Gesamtwürdigung Leo Rosenberg
Anhang
Stammbaum – Kurzbiographie – Vorlesungsangebote an den Juristischen Fakultäten während Rosenbergs Studienzeit – Überblick über die von Rosenberg gehaltenen Vorlesungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Personen- und Sachverzeichnis
- By (author) Ulrike Gräfe
»Insgesamt ist das vorzüglich recherchierte Werk Gräfes nicht nur für die Biographie Rosenbergs, sondern in gleicher Weise auch für die noch immer ungeschriebene Geschichte des deutschen Zivilprozessrechts des vergangenen Jahrhunderts von großer Wichtigkeit.« Werner Schubert, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung, 129/2012
—
Other Titles in this Series
In universalibus pretium succedit in locum rei, res in locum pretii.
Eine Untersuchung zur Entwicklungsgeschichte der dinglichen Surrogation bei Sondervermögen.
Volume 40
Der Rückerwerb eigener Aktien in der Weltwirtschaftskrise 1929 – 1931.
Eine Untersuchung zu den Hintergründen und Zielen der Notverordnung des Reichspräsidenten vom 19. September 1931.
Volume 115
Das Verhältnis von actio pro socio und actio communi dividundo im klassischen römischen Recht.
Volume 72
Der Schatten des Wanderers – Einzelfall, Rechtswandel und Fortschritt in Rudolf von Jherings Lehre vom Rechtsgefühl.
Herleitung eines Mehrebenenmodells seines komplexen Rechtsgefühlsbegriffs.
Volume 207
Die wissenschaftskritischen Zuordnungen von Franz von Liszt.
Ein Beitrag zum Verständnis der Modernen Schule des Strafrechts.
Volume 191
Erbgesundheitsgerichtsbarkeit im Saarland
Rechtliche Rahmenbedingungen, Opfer, Täter und Entschädigung
Volume 240
Illegitimität und Ehe.
Illegitimität als Reflex des Ehediskurses in Preußen im 18. und 19. Jahrhundert.
Volume 51
Gemeines Recht.
Eine systematische Einordnung der Rechtsfigur und ihrer Funktion sowie die Bestimmung der inhaltlichen Probleme aus der Sicht des 18. Jahrhunderts.
Volume 101
Zwischen contrat de mandat und Abstraktionsprinzip.
Das Stellvertretungsrecht in der elsässischen Gerichtspraxis in den Jahren 1871–1900.
Volume 218
Die Entwicklung der Laiengerichtsbarkeit im Großherzogtum Baden während des 19. Jahrhunderts.
Unter Berücksichtigung des Laienrichtertums in Württemberg.
Volume 8
Die Bedeutung Friedrich Carl v. Savignys für die allgemeinen dogmatischen Grundlagen des Deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches.
Volume 29
Die gemeinsame Trennungssorge.
Eine rechtshistorische und gesetzessystematische Betrachtung eines neuen Rechtsinstituts.
Volume 141
Die Nachdruckprivilegienpraxis Württembergs im 19. Jahrhundert und ihre Bedeutung für das Urheberrecht im Deutschen Bund.
Volume 137
Die Einführung der Staatsanwaltschaft im Königreich Hannover.
Studien zur Entstehung des reformierten Strafprozesses.
Volume 62
Die Strafverfolgung von NS-Kriminalität im Landgerichtsbezirk Augsburg
Eine Studie zu den frühen Verfolgungen (1945–1958)
Volume 227
Modernität durch Verfahren.
Gerichtsverfassung in Preußisch- und Österreichisch-Schlesien unter dem Eindruck der napoleonischen Kodifikationen.
Volume 201
Das Bemühen von Kaiser und Reich um die Vereinheitlichung des Münzwesens.
Zugleich ein Beitrag zum Rechtsetzungsverfahren im Heiligen Römischen Reich nach dem Westfälischen Frieden.
Volume 41
Zur Entstehung und Entwicklung eines persönlichen Geheimsphärenschutzes vom Spätabsolutismus bis zur Gesetzgebung des Deutschen Reiches.
Volume 91
Staatsschutzgesetzgebung im Zeitalter des Absolutismus,
dargestellt am Beispiel Brandenburg-Preußens in der Zeit von 1640 bis 1786.
Volume 73
Herbergen in der Kemptener Fürstabtei.
Ein Beitrag zur Dogmatik des Bayerischen Stockwerkseigentums.
Volume 208
Similar Books
Legal Pluralism and the Tajik Experience of Xinjiang
Between Custom and the Chinese State: An Ethnographic Perspective
Linguistic and Cultural Dynamics in a Frontier Society
New Perspectives on Northeastern Bavaria and Western Bohemia in the Early Middle Ages
Volume 9
Liturgia semper reformanda
Adaptations and accommodations in the liturgy in light of canon 838 of the Code of Canon Law
The Documentation of Historical Facts in Trial Judgments of the International Criminal Court
A Constitutional Theory of International Criminal Proceedings
Volume 66
Writing of Women as Cultural Resistance
Deconstructing Memory Legacies in the Afro-Luso-Brazilian Atlantic
Althochdeutsche Stabreimdichtungen
Hildebrandslied, Muspilli und kleinere Denkmaler. Von Grund auf neu ediert, mit Erschliessungshilfen versehen, ubersetzt und eingeleitet von Frank Schafer
Auf Gedeih und Verderb
Die Pestiziddebatte seit dem Kaiserreich zwischen Hunger, Profit und Massenmord
Credit Default Swap-Aktivismus
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Die Konjunkturkomponente des Grundgesetzes
Die konjunkturbedingte Kreditaufnahme im System der Kreditermächtigungen, europarechtlichen und gesamtwirtschaftlichen Verpflichtungen der Finanzverfassung
Die Pfingstbewegung in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus
Kontinuitäten und Diskontinuitäten von der Weimarer Republik bis zur frühen Bundesrepublik
