Kunst von unten? Stil und Gesellschaft in der antiken Welt von der »arte plebea« bis heute
Arte dal basso? Stile e società nel mondo antico, dall’ »arte plebea« ad oggi. Beiträge zu einem Kolloquium anlässlich des 70. Geburtstags von Paul Zanker, Rom, Villa Massimo, 8. bis 9. Juni 2007
Edited by Francesco de Angelis Edited by Jens-Arne Dickmann Edited by Felix Pirson Edited by Ralf von den Hoff
Paperback (Published)
(December 2012)
ISBN: 9783895009150
8.66 x 11.42 inches
Price: $47.00
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The ten papers collected here, which were delivered on the occasion of Zanker’s 70th birthday, illustrate several perspectives of this field of research; they devote particular attention to the imagery of Pompeii, but also to ancient Greek art as well as Roman provincial art. In this way they underscore the ongoing relevance of the issues related to the arte plebea and to similar formal phenomena, also across times. Using the questions formulated since 1967 and the 1970s as a starting point, these selected case studies manage to disclose further perspectives of research for classical archaeology understood as a form of socially oriented art history. German and Italian text.
English Summary: Ranuccio Bianchi Bandinelli’s seminal article on the “Arte plebea” (1967) voiced the requirement that classical archaeology be pursued in a new way, as a critical discipline with an explicit historical orientation. In Germany this desideratum was substantiated and gained currency mainly thanks to the work of Paul Zanker. Since then the analysis of the relationship between form, content, and the social locus of ancient works of art defines broad sectors of classical archaeology. The ten papers collected here, which were delivered on the occasion of Zanker’s 70th birthday, illustrate several perspectives of this field of research; they devote particular attention to the imagery of Pompeii, but also to ancient Greek art as well as Roman provincial art. In this way they underscore the ongoing relevance of the issues related to the arte plebea and to similar formal phenomena, also across times. Using the questions formulated since 1967 and the 1970s as a starting point, these selected case studies manage to disclose further perspectives of research for classical archaeology understood as a form of socially oriented art history. German Description: Mit Ranuccio Bianchi Bandinellis bahnbrechendem Aufsatz “Arte plebea” war 1967 die Forderung verbunden, Klassische Archaologie in neuer Weise als eine kritische, dezidiert historisch ausgerichtete Wissenschaft zu betreiben. In Deutschland hat dies in den 1970er-Jahren vor allem durch die Veroffentlichungen von Paul Zanker Verbreitung gefunden. Die Analyse des Verhaltnisses von Form, Inhalt und gesellschaftlicher Position antiker Bildwerke bestimmt seitdem weite Teile der Klassischen Archaologie. Die zehn hier vereinten Beitrage einer Tagung anlasslich seines 70. Geburtstages zeigen Perspektiven dieser Forschungsrichtung auf – mit besonderem Blick auf die Bilderwelt des antiken Pompeji, aber auch auf die altere griechische und die kaiserzeitliche, provinziale romische Kunst. Damit soll die Aktualitat der Frage nach der “arte plebea” und verwandten, auch epochenubergreifenden formalen Phanomenen unterstrichen werden. Ausgehend von Fragestellungen, die seit 1967 und in den 1970er-Jahre erstmals formuliert wurden, gelingt es anhand weniger Fallstudien, weiterfuhrende Forschungsperspektiven einer Klassischen Archaologie als sozialgeschichtlich orientierter Kunstgeschichte aufzuzeigen.
- Edited by Francesco de Angelis
- Edited by Jens-Arne Dickmann
- Edited by Felix Pirson
- Edited by Ralf von den Hoff
"...a rich and thought-provoking book." -- Eric M. Moormann, BMCR 2014.02.08
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„Neben der Verankerung der unterschiedlichen Ansichten des Krieges im gesellschaftlichen und politischen Rahmen ihrer<br/>Entstehungszeit kann die Studie zeigen, daß die Bilder auch auf die militärischen Erfahrungen ihrer Betrachter Bezug nehmen. Vor allem wird jedoch deutlich, daß keiner der genannten Bereiche allein den Zugang zur bildkünstlerischen Wahrnehmung von ,Krieg und Kampf in der Antike eröffnen kann. Vielmehr waren zahlreiche Faktoren zusammen für die spezifischen Sichtweisen der Bilder verantwortlich, die ebenso variabel und facettenreich sind wie die kulturellen Kontexte der hier behandelten Reliefs. Damit muß endgültig von der Dichotomie "Griechisch-Römisch" in der Betrachtung antiker Kampfdarstellung Abstand genommen werden, die der Vielfalt der Ansichten des Krieges nicht gerecht wird, in der Forschung bislang aber prägend war.“<br/><br/>In: <a target="_blank" href="http://www.fachbuchkritik.de">www.fachbuchkritik.de</a><br/>---------------------------------------<br/>„In sum, this is a rich and thought-provoking book. Hölscher's essay is, as already mentioned, the most important contribution. Therefore, it is regrettable that the other contributors did not take into account his thoughts about the "arte plebea" and its (im) possibilities. In general, there are no cross references within the book, although various monuments are discussed in more than one essay. Likewise, there is same duplication of identical images from the same monument (the construction of a funerary monument from the Tomb ofthe Haterii in the Vatican Museums).“<br/><br/>Von Eric M. Moorman<br/><br/>In: Bryn Mawr Classical Review, BMCR 2014.02.08 on the BMCR blog Bryn Mawr Classical Review 2014.02.08 <br/><br/>-----------------------------<br/>„Der vorliegende Band bzw. das Kolloquium, dessen Beiträge in ihm veröffentlicht sind, wendet sich einem Thema zu, das zuletzt aus der wissenschaftlichen Diskussion fast verschwunden (wenngleich im ‚Jargon‘ zumindest der italienischen Archäologie weiterhin stark präsent) ist: der sog. arte plebea als spezifischer Formensprache der subalternen Klassen in der römischen Antike.<br/>Mehr als vierzig Jahre nach Beginn der Debatte soll überprüft werden, inwiefern Begriff und Konzept, von Ranuccio Bianchi Bandinelli entworfen, im deutschsprachigen Raum nicht zuletzt durch Studien des Jubilars Paul Zanker vertreten, heute noch Relevanz haben oder als überholt gelten müssen. Die meisten Beiträge kreisen, mit unterschiedlicher Gewichtung, um einen kleineren Kreis wiederkehrender Themen und Probleme, die sich aus Bianchi Bandinellis Thesen ergeben. Sie lassen sich etwa wie folgt zusammenfassen: 1) Repräsentationswille und -formen subalterner sozialer Gruppen, in ihrer Bedingtheit durch und Abhängigkeit von der <br/>‚offiziellen‘ Kunst und deren Konventionen; 2) Nebeneinander von unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen in einzelnen Kontexten bzw. sozialen Milieus; 3) Verhältnis von Formensprache und künstlerisch-handwerklicher Qualität von Bildwerken. Fasst man das von den verschiedenen Autoren geäußerte Unbehagen im Umgang mit Begriff und Konzept der ‚arte plebea‘ zusammen, so sind es vor allem die Zweifel an einer Korrelierbarkeit von Sozialstatus und künstlerischer Ausdrucksform, die immer wieder deutlich werden. Insbesondere wird die Interpretation von Bildwerken als Äußerungen eines nicht-elitären „Klassenbewusstseins“<br/>(von Hesberg, 157) in Frage gestellt. Rückübertragen auf das Problem der ‚arte plebea‘ lassen sich deren Werke, wie nicht zuletzt der vorliegende Band nochmals deutlich macht, zwar kaum als klassenbewusste Äußerungen einer plebs verstehen, aber vielleicht doch als Quellenmaterial für mentalitätsgeschichtliche Studien zu subalternen Klassen im Römischen Reich heranziehen.“<br/><br/>Dirk Steuernagel<br/><br/>In: Göttinger Forum für Altertumswissenschaften 16 (2013) S. 1193-1203.<br/>------------------------------------------------------------------------------------<br/>„La lecture de l'ouvrage est très stimulante, et l'article de Hölscher en paniculier s'avère capital. Les dossiers présentés som bien choisis et donnent un éclairage tès novateur sur cette question de l'art plébéien dont la definition se voit dairement renouvelée. La présence d'un index à la fin de l'ouvrage aurait évidemment été un plus, mais la nette délimatation thématique de chacun des articles, la petite taille du volume et la multiplicité des illustrations rendent malgré tout sa consultation efficace.“<br/>Alexandra Dardenay<br/><br/>In: Bonner Jahrbücher, Band 213, 2013, S. 389-391.<br/><br/>
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