Die republikanischen Otiumvillen von Tivoli

By (author) Martin Tombrägel

Book cover: Die republikanischen Otiumvillen von Tivoli

Extent: 256 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Palilia

Language: German

Paperback (Published)

(April 2012)

ISBN: 9783895008757

8.66 x 11.42 inches

Price: $47.00

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The territory of the rural Latin town of Tibur (Tivoli) constituted one of the most important sites of Roman villa culture in the Republican period. In the summertime, Roman senators were attracted by the cool atmosphere of the Tiburtine slopes in order to escape the bad climatic and narrow spatial conditions in Rome. In his study, Martin Tombrägel discusses the architectural genesis of the earliest Roman otium-villas at Tivoli. A series of imposing elite residences were built here from the early 2nd century B.C. Construction employed the new medium of concrete, and this allowed for the development of adventurous architectural forms. This study offers a comprehensive analysis of the architectural history of the luxury villa. It also probes the origins of this fascinating building type in its social-historical context.


English summary: The territory of the rural Latin town of Tibur (Tivoli) constituted one of the most important sites of Roman villa culture in the Republican period. In the summertime, Roman senators were attracted by the cool atmosphere of the Tiburtine slopes in order to escape the bad climatic and narrow spatial conditions in Rome. In his study, Martin Tombragel discusses the architectural genesis of the earliest Roman otium-villas at Tivoli. A series of imposing elite residences were built here from the early 2nd century B.C. Construction employed the new medium of concrete, and this allowed for the development of adventurous architectural forms. This study offers a comprehensive analysis of the architectural history of the luxury villa. It also probes the origins of this fascinating building type in its social-historical context. German description: Die Umgebung der latinischen Landstadt Tibur (Tivoli) war einer der zentralen Schauplatze der romischen Villenkultur der republikanischen Zeit. In den Sommermonaten suchten die Senatoren die kuhle Atmosphare der tiburtinischen Abhange, um der Enge und Hitze Roms zu entfliehen. Im vorliegenden Buch setzt sich Martin Tombragel mit der architektonischen Genese der fruhesten romischen Otiumvillen am Standort Tivoli auseinander. Seit dem fruhen 2. Jahrhundert v. Chr. entstanden hier eine Reihe von gewaltigen Luxusresidenzen, die mit den Mitteln der neuen Caementicium-Bautechnik aufregende architektonische Entwurfe verwirklichten. Neben einer umfassenden architekturhistorischen Analyse wird auch Einblick in die sozio-historischen Hintergrunde fur die Entstehung dieser faszinierenden Bauform gewahrt.

  • By (author) Martin Tombrägel

„Il volume merita ogni considerazione per la nuova luce che cerca di portare nella genesi e nella datazione dei complessi architettonici considerati e può essere un buon punto di partenza per esami successivi.“<br/><br/>Von: Roberto Borgia<br/>In: Atti e Memorie della Societa’ Tiburtina di Storia e D’Arte, Vol. XCI 2018, p. 207-209.<br/>-------------------------------------<br/>„[T]his volume represents a remarkable achievement - and not just for its main theses. It also offers many perceptive observations on technical details [...]. Martin Tombrägel is to be congratulated on his mastery of a complex body of material. He has written a rich and subtly nuanced analysis, which opens a new chapter in our interpretation of the architectural and social history of late-Republican Italy.“ <br/><br/>Von: Roger Ling<br/>In: Bonner Jahrbücher Bd. 214 (2014), S. 351-354.<br/><br/>-------------------------------------<br/>„Abschließend bleibt festzuhalten, das T.s Buch einen ersten wichtigen Versuch darstellt, für die republikanischen Villen von Tivoli mit archäologischer Methodik eine chronologische Abfolge herauszuarbeiten. Die dabei au Basis einer Mauerwerkstopologie erstellten Datierung stützen sich allerdings gerade für die erste Hälfte des 2 Jhs. v. Chr. auf den Vergleich mit ebenfalls nicht eindeutig datierten stadtrömischen Bauten sowie auf die Prämisse einer linearen Entwicklung architektonischer Formen. Aus diesem Grund können T.s weitreichende historische Interpretationen und seine revisionistische Auslegung der literarischen Quellen nicht als verbindlich gelten. Für weitere intensive Forschungsdiskussionen und Bauuntersuchungen ist damit aber dennoch ein tragfähiges Fundament gelegt.“<br/><br/>Dr. Dominik Maschek<br/><br/>In: Göttinger Forum für Altertumswissenschaften (GFA), S. 1029-1045. <br/><a target="_blank" href="http://gfa.gbv.de/dr,gfa,016,2013,r,20.pdf">http://gfa.gbv.de/dr,gfa,016,2013,r,20.pdf</a> (31.07.2013; 16:13)<br/>--------------------------------------<br/>„Die römische Villa als architektur- und kulturgeschichtliches Phänomen ist in neuerer Zeit mehrfach besprochen worden. In dieser Marburger Dissertation wird ein wichtiges Teilgebiet erschlossen und ausgewertet. Schwerpunkt ist eine neue Chronologie der wenig beachteten Terrassen als Unterbauten der Villen, die auch ohne Ausgrabung zugänglich sind. Vergleiche mit der Mauertechnik datierter Bauten in Tivoli und Südlatium ergeben eine überraschend große Zahl an Villen aus dem 2. Jh. v. Chr., die sehr eng nebeneinander liegen. Das ist viel früher als angenommen.<br/>Davon ausgehend wird eine neue Interpretation der Villa als „Otiumvilla“ versucht, die schon früh von der landwirtschaftlichen Grundlage der römischen Villa getrennt sein und der Aneignung griechischer Kultur gedient haben soll. Letzteres Phänomen ist unbestritten und wurde bisher mit der villa urbana, dem Wohnhaus des hauptstädtischen Grundeigentümers verbunden, neben dem sich der landwirtschaftliche Betrieb, die villa rustica befindet. Dies ist in Tivoli nur einmal nachweisbar. Allerdings sind diese Villen auch nicht ausgegraben. Man wird also für eine Überprüfung des interessanten Thesen des Verfassers - auch zur Datierung - auf Grabungen warten müssen.<br/>Das ist nicht leicht zu lesen. Das liegt teils an der bei der Reihe üblichen Verlagerung des Katalogs in eine öffentlich zugängliche Datenbank. Zudem werden die Villen im Text und in den Abbildungen nicht mit dem topographischen Namen, sondern mit einer laufenden Nummer zitiert, die man in einer Konkordanz aufschlüsseln muss. Sicher wird das Buch in der Diskussion eine wichtige Rolle spielen.“<br/><br/>Harald Mielsch<br/><br/>In: Antike Welt. 5/2012. S. 88.