Kirche, Magie und ›Aberglaube‹

»Superstitio« in der Kanonistik des 12. und 13. Jahrhunderts

By (author) Patrick Hersperger

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Extent: 533 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Law

Series: Forschungen zur kirchlichen Rechtsgeschichte und zum Kirchenrecht

Language: German

Paperback (Published)

(February 2010)

ISBN: 9783412203979

5.94 x 9.13 inches

Price: $113.00

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Magische und aberglaubische Vorstellungen und Praktiken der Menschen im Mittelalter haben immer wieder die Aufmerksamkeit verschiedener Disziplinen auf sich gezogen. Der kirchenrechtliche Diskurs uber superstitio wurde bislang jedoch nur unzureichend aufgearbeitet. Die vorliegende Publikation schliesst diese Lucke, indem sie Texte der klassischen Kanonistik vom Decretum Gratiani (um 1140) bis zum Liber Extra (1234) ins Zentrum einer detailreichen Analyse ruckt. Neben gedruckten werden insbesondere ungedruckte Quellen in ihren Entstehungskontext gestellt und thematisch ausgewertet. Schwerpunkte bilden dabei Damonenvorstellungen, die Wahrsagepraktik des Losens, der Glaube an Amulette sowie die Anwendung von Schadenzauber in geschlechtlichen Beziehungen. So wird deutlich, wie zunehmend romischrechtliche Konzepte in die von Augustinus ( 430) gepragte Superstitionenkritik der Kirche eingeflossen sind. Damit offnet sich der Blick auf die Verflechtung von Religion und Recht in der Kultur des lateinischen Mittelalters.

Patrick Hersperger, geboren 1963, studierte Allgemeine Geschichte, Anglistik und Europäische Volksliteratur an der Universität Zürich und war danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Projekt Repertorium Poenitentiariae Germanicum (Zürich/Rom) beteiligt. Seit 1988 unterrichtet er Geschichte an einer Kantonsschule in Zürich.

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