Juristische Gerechtigkeit

Rechtswissenschaft jenseits von Positivismus und Naturrecht

by Thomas Osterkamp

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Extent: 299 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Series: Grundlagen der Rechtswissenschaft

Series volume number: 2

Language: German

(Paperback) (Out of print)

(December 2004)

ISBN: 9783161484957

Price: $68.00

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English summary: Is justice a possible subject matter of legal science? For Thomas Osterkamp, this question is linked to the term legal justice. He is opposed to a strict separation of law and morality and to a remoralization of legal thinking which is not bound to the law. The proposed reconciliation between legal positivism and the theories of natural law attempts to reconcile a legal system’s claim to an ethical-moral legitimation with the application criteria of sovereign laws and social effectiveness. From a methodical standpoint, this would require the creation of an institutional concept of morality, which in the modern constitutional state can be developed with the use of constitutional theory. However this means that not only the possibilities but also the limits and the aporia of a legal justice are outlined in advance. German description: Ist Gerechtigkeit ein moglicher Gegenstand der Rechtswissenschaft? Diese Fragestellung bringt Thomas Osterkamp auf den Begriff der eJuristischen Gerechtigkeit’ und wendet sich damit sowohl gegen eine strikte Trennung von Recht und Moral als auch gegen eine rechtlich nicht gebundene Remoralisierung des Rechtsdenkens. Die vorgeschlagene Vermittlung zwischen Rechtspositivismus und Naturrechtslehren versucht demgegenuber, den Anspruch einer Rechtsordnung auf ethisch-moralische Legitimation mit den Geltungskriterien von hoheitlicher Setzung und sozialer Wirksamkeit zu vereinbaren. Dafur ist eine Rekonstruktion derjenigen Moralvorstellungen erforderlich, die einer bestimmten Rechtsordnung bereits immanent sind. Fur eine solche Rekonstruktion muss sich die juristische Dogmatik der verschiedenen Ansatze philosophischer Konstruktion von Gerechtigkeit bewusst sein und diese mit den institutionellen Vorgaben der jeweiligen Rechtsordnung in Einklang bringen. In der methodischen Begrundung einer solchen institutionellen Moralvorstellung, die im modernen Verfassungsstaat vor allem im Wege der Verfassungstheorie erschlossen werden kann, liegt die Moglichkeit einer spezifisch juristischen Gerechtigkeit begrundet. Es sind damit aber auch bereits deren Grenzen sowie die unausweichlichen Spannungen und Aporien eines solchen Ansatzes vorgezeichnet.

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