Grenzüberschreitende Titelgeltung in der Europäischen Union.

Die Wirkungen der Anerkennung, Vollstreckbarerklärung und Vollstreckbarkeit ausländischer Entscheidungen und gemeinschaftsweiter Titel.

By (author) Max Christoph Peiffer

Book cover: Grenzüberschreitende Titelgeltung in der Europäischen Union.

Extent: 749 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Religious Studies

Series: Untersuchungen zum Europäischen Privatrecht

Series volume number: 23

Language: German

Paperback (Published)

(May 2012)

ISBN: 9783428137213

6.18 x 9.17 inches

Price: $152.00

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Die Frage, welche Wirkungen Zivilurteile im Ausland auslösen, ist eines der klassischen Probleme des Internationalen Zivilverfahrensrechts. Dieses behandelt Max Peiffer auf Grundlage eines Vergleichs des deutschen, englischen und französischen Rechts. Ausgehend von diesem entwickelt er ein eigenes dogmatisches Konzept für die Rezeption ausländischer Urteile. Sodann thematisiert er die neuen gemeinschaftsweit gültigen Titel des europäischen Rechts (u.a. EuTitelVO, EuMahnVO, EuBagatellVO).


Werden Zivilurteile im Ausland durchgesetzt, stellt sich die Frage, welche Wirkungen sie dort zeitigen. Dieses klassische Problem des Internationalen Zivilverfahrensrechts behandelt Max Peiffer auf Grundlage eines Vergleichs des deutschen, englischen und französischen Rechts. Sowohl für die Anerkennung ausländischer Urteile als auch deren Vollstreckbarerklärung entwickelt er ein eigenes Wirkungsmodell. Dabei zeigt sich, dass beiden Arten des Titelimports – entgegen einer verbreiteten These – derselbe Wirkmechanismus zugrunde liegt. Dieser ist – wie der Autor nachweist – auch dazu geeignet, die Effekte der neuen gemeinschaftsweit gültigen Titel des europäischen Rechts (u.a. EuTitelVO, EuMahnVO, EuBagatellVO) zu erklären. Max Peiffer liefert nicht nur einen theoretischen Beitrag, sondern beantwortet auch diverse Einzelfragen der Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Titel.

Teil I: Einführung und Grundlegung

Ausgangspunkt, Fragestellung und Vorgehensweise – Grundlagen der Durchsetzung ausländischer Titel

Teil II: Die Wirkungen der Anerkennung ausländischer Entscheidungen nach der EuGVVO

Die allgemeine Kollisionsregel der Entscheidungswirkungen: Qualifikation, Verweisungsbefehl und Nachfrage – Der objektive Umfang der Rechtskraft ausländischer Entscheidungen – Die Wirkungen ausländischer Entscheidungen in subjektiver Hinsicht – Die Gestaltungswirkung ausländischer Entscheidungen – Die Präklusion aufgrund der Rechtskraft ausländischer Entscheidungen

Teil III: Die Wirkungen der durch Exequatur nach der EuGVVO verliehenen Vollstreckbarkeit mitgliedstaatlicher Titel

Ein Vergleich der Vollstreckbarerklärung mit der Anerkennung und Folgerungen hieraus für die Wirkungen ersterer – Die Vollstreckung ausländischer Titel, die in ihrem Ursprungsland noch nicht Rechtskraft erlangt haben – Die Bestandsfestigkeit der Vollstreckbarkeit ausländischer Titel gegenüber Einwendungen gegen den titulierten Anspruch – Methoden und Grenzen der Zwangsanwendung bei Vollstreckung ausländischer Entscheidungen

Teil IV: Die Wirkungen unmittelbarer Titelgeltung nach EuVTVO, EuGFVO, EuMVVO, EuUnthVO und EuEheVO

Die Wirkungen unmittelbarer Vollstreckbarkeit – Die Wirkungen der Anerkennung Gemeinschaftsweiter Titel

Teil V: Schluss

Zusammenfassung der Ergebnisse – Schlussbetrachtung: Einheitliches Modell grenzüberschreitender Titelgeltung innerhalb der Europäischen Union

Verzeichnis der zitierten Rechtstexte

Literatur- und Rechtsprechungsverzeichnis

Sachwortverzeichnis

  • By (author) Max Christoph Peiffer

»[...] es [handelt] sich um ein europäisches Buch, das auf seinem Gebiet Maßstäbe setzt.« Prof. Dr. Andreas Piekenbrock, in: Zeitschrift für Gemeinschaftsprivatrecht, 4/2013

»Die sehr gründlich recherchierte und sorgfältig begründete Arbeit liefert einen wertvollen Beitrag dazu, Widersprüchlichkeiten bei der Zuordnung von Urteilswirkungen im Rahmen der Anerkennung und Vollstreckung aufzudecken und insbesondere die noch recht junge Generation europaweit vollstreckbarer Titel stimmig in den bisher bestehenden Raum einzuordnen.« Robert Magnus, in: RabelsZ, Bd. 77, 3/2013